Eintrag #41: Jasmin Kluge
Shownotes
Jasmin Kluge hat an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Soziologie, Pädagogik und Psychologie studiert. Während des Studiums machte sie 2003 ein Praktikum bei max neo. Sie sammelte weitere Erfahrungen bei den Nürnberger Nachrichten und dem Bayerischen Rundfunk. Anschließend absolvierte sie ihr Volontariat im Funkhaus Coburg bei RadioEINS, wo sie auch noch ein paar Jahre geblieben ist. Seit 2016 arbeitet sie mittlerweile als Redakteurin bei der Evangelischen Funk-Agentur in Nürnberg. In der Podcastfolge spricht Jasmin darüber, wie sie Karriere und Familie unter einen Hut bekommt. Außerdem erzählt sie, wie es ist, bei einem Lokalradiosender zu arbeiten und wie aktuell ihr Arbeitsalltag aussieht. Dadurch gibt sie uns einen guten Einblick in eine evangelische Redaktion.
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Hier könnt ihr mehr über Jasmin erfahren: https://www.diemoderatoren.de/jasmin-kluge/
Transkript anzeigen
00:00:00: Als ich da mit den kleinen Kindern saß, hab ich mir natürlich auch Gedanken gemacht.
00:00:03: So was ist jetzt mit meinem Traum hier?
00:00:05: Ich möchte weiter Radio machen oder naja vielleicht muss ich dann halt doch etwas anderes machen.
00:00:09: und naja irgend sowas in dem Bereich und dass sich jetzt weiterhin Radio machen kann is und war eine tolle Fügung.
00:00:27: Hallo, schön dass ihr wieder bei einer neuen Folge unseres Freundewuchs dabei seid.
00:00:32: Ich bin Lena Beck und zu Gast ist diesmal Jasmin Kluge.
00:00:35: das ist sehr besonders weil einige unserer bisherigen Podcast-Gestinnen kennen sich zwar untereinander aber sie stammen nicht aus derselben Familie.
00:00:44: Das ändert sich jetzt.
00:00:45: Wir hatten ja schon mal Matthias Zeitler im Freundbuch zu Gast, in dieser Folge ist unsere Gäste seine schwägerin Jasmin Kluge – sie ist Redakteurin bei der evangelischen Funkagentur in Nürnberg.
00:00:57: Davor hat sie einige Jahre im Funkhaus Koburg bei Radio Eins gearbeitet bevor sie in Elternzeit gegangen ist.
00:01:04: In der Podcastfolge sprechen wir also darüber, wie Yasmin Karriere und Familie unter einen Hut bekommt.
00:01:10: Außerdem erzählt sie, wie es ist bei einem Lokalradiosender zu arbeiten – und wie jetzt ihr Arbeitsalltag aussieht!
00:01:17: Dadurch gibt's hier uns einen guten Einblick in eine evangelische Redaktion.
00:01:23: Hallo Yasmin, schön dass du in unserem Podcast-Freundebuch zu Gast bist.
00:01:26: Hallo Lena, schön, dass ich mal da bin!
00:01:29: Wir starten das Freundepuch Wie Sie es gehört mit dem Freundepucheintrag.
00:01:32: Also dein Name
00:01:34: Jasmín Marion, kluge Geborenezeitler.
00:01:38: Dein Alter!
00:01:39: Ich bin forty-six.
00:01:41: Deinen Beruf?
00:01:42: Journalistin.
00:01:44: Deiner Arbeitsplatz?
00:01:45: Der ist beim Evangelischen Presseverband für Bayern und ich arbeite bei der Evangelischen Funkagentur.
00:01:50: Deine Vorbild?
00:01:52: Ich glaube, ich habe gar kein direktes Vorbild.
00:01:57: Ich fand aber jetzt so in meiner Radiolaufbahn immer einfach ein paar Kollegen toll oder Kolleginnen, mit denen ich zusammengearbeitet habe.
00:02:05: Und das waren keine Vorbilder, aber Inspirationen.
00:02:10: Dein Traumberuf als Kind!
00:02:13: Natürlich, wie sich das von Mädchen gehört erst mal Tierärztin und ich habe dann aber auch relativ schnell Journalistin gesagt.
00:02:19: Und ich glaube, ich wusste damals gar nicht so genau was es jetzt bedeutet.
00:02:23: Das war nur irgendwas mit Schreiben und ich fand Geschichten schreiben toll!
00:02:26: Deswegen hab' ich das gesagt.
00:02:29: Mit Geschichten schreibend, das fand ich auch toll.
00:02:31: also das stand bei mir auch irgendwo im Freundemuch drinnen...
00:02:35: Wir haben immer ganz kurze Zwischen-Einwurf.
00:02:37: Wir haben immer so mit meinem Onkel und meiner Tante Geschichten geschrieben, meine Schwester und ich.
00:02:42: Da durfte jeder ein Wort vorgeben und dann musste das in dieser Geschichte vorkommen.
00:02:47: Und da haben wir zum Teil noch Geschichten zu Hause.
00:02:50: Es ist hammermäßig lustig!
00:02:52: Das glaube
00:02:54: ich... Ich war auf einer Montessori Schule und da haben mir Bildergeschichten gemacht aber gab es Bilder zum Einkleben z.B von der Kuh.
00:03:01: Daran erinnere ich mich Mit dieser Kuh, eine Geschichte erzählt und die Kuh durfte immer noch ausmachen.
00:03:08: Das war toll!
00:03:09: Hast du nach der Schulzeit
00:03:10: ... Du hast ja gerade gesagt,
00:03:11: dass du gerne geschrieben hast?
00:03:13: dann direkt angefangen zu studieren, also wusstest du was du machen möchtest?
00:03:18: Eigentlich nicht.
00:03:19: Nein!
00:03:19: Also mein Papa hat gesagt ich soll doch ein Ingenieurstudiengang machen weil da verdient man gut Geld.
00:03:23: außerdem ist er selber eher im technischen Beruf als Architekt gewesen.
00:03:28: aber ich habe mich so informiert bei der Berufsberatung und fand den Studiengang Soziologie Interessant.
00:03:35: Habtest dann in Erlangen gemacht, noch in einem Magisterstudiengang und hatte da die Nebenfächer Pädagogik und Psychologie?
00:03:42: Also was total sozialwissenschaftliches ... Und da wusste ich also nicht, dass ich Journalistin werden will.
00:03:47: Du hast es studiert einfach mal als dich interessiert hat und du dachtest, das ist doch ganz
00:03:52: schön!
00:03:52: Genau, ich hab damals wirklich nur so rein aus Interesse gesagt.
00:03:56: Das klingt mega spannend und damit kann ich später schon irgendwas anfangen.
00:04:00: Das war meine etwas blauäugige Herangehensweise.
00:04:04: Hat dir das Studium dann auch gefallen?
00:04:06: Ja, es hat mir sehr gut gefallen.
00:04:07: Damals gab's auch noch die Megafreiheit.
00:04:10: also man musste zwar ein paar Scheine machen aber ansonsten durftest du dich wirklich nach Interessen austoben und mir persönlich lag das total gut weil ich kann mich sehr gut selber organisieren.
00:04:24: Ich glaube aber dass das für viele Leute heute sogar besser ist, dass sie feste Vorgaben haben.
00:04:30: Du hast sechs Jahre, glaube ich, studiert und ich glaub du hast während dem Studium auch den Weg zum Max Neo gefunden.
00:04:37: Richtig!
00:04:37: Genau weil.
00:04:38: ich habe dann festgestellt also das mit dem Journalismus das finde ich ganz interessant dass würde ich jetzt mal ausprobieren.
00:04:43: außerdem hat die Statistik gesagt sie hat in der Soziologie auch im großen Platz jeder fünfte macht später mal da was in den Medien.
00:04:50: also hab ich mir ein Praktikum gesucht.
00:04:51: bei der Zeitung bei den Nürnberger Nachrichten habe ich da in dieser Hochschul redaktion Jugendredaktionen mitgemacht Und dachte mir dann auch so, welchen Radiosender kann man denn hier mal in Nürnberg ansteuern?
00:05:02: Dann hat die Recherche ergeben.
00:05:04: AFK Max damals noch wäre vielleicht eine gute Adresse und da habe ich mich beworben und dann war ich fünf Monate, also ich hab einen Semester frei gemacht um eben Vollzeit hier im Praktikum zu machen.
00:05:16: Vorher jetzt nochmal zur AFK-Max kommen, nochmal zurück zu den Nürнberger Nachrichten.
00:05:21: Wie hat dir das gefällt bei der Zeitung?
00:05:23: Das hat mir gut gefallen!
00:05:25: Da habe auch profitiert davon.
00:05:29: Das ist jetzt auch gleich mit vermengt, dass ich beim Radio gelernt habe das man nicht alles so verschachteln muss.
00:05:35: also auch in der Zeitung braucht man keine monstermäßigen Nebensätze einbauen und einfach diese Denke noch mehr was ist das Allerwichtigste?
00:05:43: Was ist das Wichtigste?
00:05:44: was muss nach vorne an den Anfang muss etwas Tolles einen Schluss muss was tolles Also was eigentlich auch so bisschen die Grundregel sind von dem Radiobeitrag.
00:05:51: da hab profitiert davon.
00:05:53: Und es war auch einfach interessant, dass dann dein Name auch in der Zeitung steht muss ich natürlich auch sagen.
00:05:58: Ich war lustigeweise auch bei den Nürnberger Nachrichten in dieser Redaktion.
00:06:02: also da haben wir auf jeden Fall schon mal zwei gemeinsame Karrierestationen
00:06:06: nämlich
00:06:07: Max Neo und die NN-Redaktion.
00:06:11: Bei Max Neo war da ja dann deine erste
00:06:13: Radiostation.
00:06:15: wie anders war das im Vergleich zur Zeitung?
00:06:17: ganz anders, weil man da ja ganz viele nette und lustige KollegInnen hatte.
00:06:24: Und auch mehr CVDs die für einen zuständig waren.
00:06:26: also bei der Zeitung war das so.
00:06:28: du hast vielleicht mit dem Redakteur vorher gesprochen um welches Thema geht's?
00:06:31: welche Themen oder welche Fragen solltest du vielleicht abdecken?
00:06:35: Dann hast Du es dem geschickt und dann hat er dir nochmal gesagt was ihr vielleicht anders machen kannst.
00:06:39: Das war also gar nicht so Interaktiv sag ich jetzt mal.
00:06:41: Und beim Radio, wenn du in einer Redaktion arbeitest wo es echt um Aus- und Fortbildung geht dann wirst du ja richtig an die Hand genommen den ganzen Tag am Anfang erst einmal begleitet.
00:06:52: Da war, sage ich mal, die Betreuung wesentlich besser.
00:06:56: Was hat dir da am meisten Spaß gemacht?
00:06:59: Das Kreativsein mit Worten spielen und auch tatsächlich das moderieren.
00:07:05: Auch einfach diese herangehensweise.
00:07:09: Ich möchte Leute unterhalten, weil klar Infos kommen mit rein.
00:07:15: Aber die kann man immer unterhaltsam verpacken und das ist auch immer noch das was mir am Beruf eigentlich so wahnsinnig viel Spaß macht!
00:07:21: Man muss nicht irgendwie Bier ernst daherkommen in den Nachrichten vielleicht eher schon aber da kann man es auch ein bisschen schöner formulieren.
00:07:27: dieses Unterhalten fand ich mega und ich muss natürlich auch sagen dass diese Team-Susammengehörigkeit in so einer jungen Redaktion Dann nimmt man so viel mit, das macht so viel Spaß auf die Arbeit zu gehen.
00:07:39: Geld kriegst du da ja leider nicht!
00:07:41: Aber der Spaß ist deine Bezahlung jetzt erst mal.
00:07:46: Ich muss drauf eingehen, weil ich das so schön finde.
00:07:49: Das ist nämlich eine Premiere sozusagen im Podcast!
00:07:52: Weil wir
00:07:53: jetzt sozusagen einen zweiten Person aus einer Familie haben.
00:07:57: Matthias Zeitler war nämlich schon ein Podcast zu Gast vor einigen Folgen und ihr kommt aus der selben Familie.
00:08:04: Ja, der Matthias, der hieß damals noch Köppel?
00:08:08: Ich hieß da mal Zeitler... Jetzt heißt ich Kluge, jetzt heißt er Zeitler nicht weil ich ihn geheiratet habe und dann nach einem anderen Mann geheiradete.
00:08:15: Er hat meine Schwester geheiratet.
00:08:18: Die haben sich nicht primär über mich kennengelernt, haben sich dann mal getroffen bei einer Grabsenderparty oder was.
00:08:25: aber die kannten sich vorher schon aus dem Studium.
00:08:28: und ist natürlich witzig dass der Matthias mein Schwager geworden ist.
00:08:31: also ich kannte ihn schon ein bisschen vor meiner schwester und jetzt gehört er mit zur Familie und das ist super schön.
00:08:38: Das heißt, Matthias und du.
00:08:39: Ihr wart auch zeitgleich bei Max Nioh dann?
00:08:42: Ich glaube er kam ein bisschen nach mir.
00:08:44: also ich habe moderiert und er hat dann die Veranstaltungsinweise gelesen.
00:08:47: das war damals immer so die erste Station wo man als Praktik Gott gebibbert hat weil man dann das erste mal on air gehen durfte Und da haben wir dann eine Zeit lang zusammen gearbeitet.
00:08:57: ja
00:08:58: finde ich richtig schön.
00:09:03: Hier haben wir jetzt auch noch ein Hörbeispiel von dir, von früher und damals noch Afka Max.
00:09:08: Heute Max Neo!
00:09:09: Wortstudio – so heißt das neue Album von Willi Astor.
00:09:15: Darauf hat der Willi nicht nur seiner Kreativität freien aufgelassen und natürlich viele neue Wortspiele und Songs aufgenommen.
00:09:22: Nein da gibt es auch noch einen ganz besonderen Schmankerl drauf auf einer neuen CD Nämlich viele Gastauftritte von anderen Comicern, z.B.
00:09:30: Günter Grünwald ist mit dabei Otto und Elka und Stefan sind auch drauf!
00:09:35: Und am Montag kommt Willi erst mal mit diesem Programm Wortstudio um acht in die Meistersingerhalle und unser Matthias Köppel der große Comedyfan hat sich mit Willi über die CD und natürlich auch über seinen Auftritt unterhalten.
00:09:48: Wir bezeichnen es sich selber als Alleinunterhalte im modernen
00:09:51: Szene.
00:09:51: Was bedeutet denn das für dich?
00:09:53: Du warst also bei AFK Max, heute Max Nioh und hast gemerkt okay Radio
00:09:58: gefällt
00:09:59: dir und Journalismus gefällt ihr.
00:10:01: was
00:10:02: war dann so der nächste Step in einer journalistischen Karriere für dich?
00:10:06: Ich hab dann bei AFK Max damals noch immer einmal die Woche moderiert und dann dachte ich mir, also wenn ich das Studium abgeschlossen habe.
00:10:14: Dann mach' ich auf jeden Fall was mit Radio weil da ist viel mehr Feuer, viel mehr Fieber dabei als Zeitungsartikel schreiben!
00:10:21: Und dann habe ich Praktika gemacht mal beim Bayerischen Rundfunk in München... ...in Nürnberg.
00:10:27: und ich hab noch bei so einer Kindersendung vom SWR mal noch ein Monat-Praktikum gemacht.
00:10:34: Also das waren immer so Einmonatige Hospitationen.
00:10:38: Und es hat mich also weiterhin darin bestärkt, dass ich da auf jeden Fall was in dem Bereich machen möchte.
00:10:44: Wobei man ehrlicherweise sagen muss bei Bayern II in München und Nürnberg.
00:10:51: Da durfte ich auch dann eigene Radiobiträge machen.
00:10:53: Bei diesem Kinder-Dings habe ich halt zugeschaut wie zum Beispiel so Kinderhörspiele vertont wurden.
00:10:58: das war auch ganz spannend aber der durfteste nicht so viel selber machen.
00:11:02: Ja, also das ist ja auch der große Luxus bei Max Neo dass du echt alles selber machen darfst.
00:11:07: Dass du ausprobieren darfst.
00:11:09: War es für dich
00:11:10: stark anders jetzt von Max Neo zum Bayerischen Hundfunk zu kommen?
00:11:14: Weil ja Max Neo doch oft so ein Safe Space ist.
00:11:17: die Grenzen gibt's gefühlt nicht.
00:11:20: beim Bayerische Hundfug ist es ja doch wahrscheinlich ein bisschen anders.
00:11:24: Ja, ich glaube man geht da automatisch mit mehr Respekt hin.
00:11:28: Überlegt sich auch genau wie stelle ich jetzt meine Frage den viel beschäftigten Kollegen?
00:11:33: Die schauen alle so wichtig aus!
00:11:35: Ich habe aber festgestellt dass die meisten Leute trotzdem total nett sind.
00:11:41: Ja, also dieses Gefühl ich darf hier als kleine Praktikantin nichts fragen.
00:11:45: klar der Zeitpunkt muss irgendwie passen aber im Normalfall findet man sehr freundliche aufgeschlossene Menschen in allen Sendern.
00:11:52: Im Vergleich zu Max Neo ist es natürlich trotzdem noch mal was anderes.
00:11:54: ja weil da geht's einfach um die Ausbildung der Journalistinnen.
00:11:59: Du warst in München du warst Nürnberg.
00:12:02: bei welchen Redaktionen warst du da?
00:12:04: Ich war in Nürnberg einfach in der aktuellen Redaktion, da sind dann die Beiträge mittags in der Sendung gelaufen und bei Bayern II war das damals noch die Radio-Welt am Morgen.
00:12:16: Also ein politisches Magazin.
00:12:19: Da habe ich auch ein zwei politische Themen gemacht was total Spaß gemacht hat.
00:12:25: Da hab' ich dann das erste Mal glaube ich gehört dass man wird sagt und nicht WURT, weil so kam ich aus Franken immer noch mit dem Wurt.
00:12:35: Und da achte ich bis heute extrem drauf, weil mich da ein ganz lieber Kollege damals in München darauf angesprochen wird.
00:12:41: Übrigens das Wort heißt WIRT also er wird nicht eher würt.
00:12:48: Das ist ja auch fränkisch bei Kirsche, also sagen auch viele Kirsche oder die Kirche und nicht die
00:12:57: Köche?
00:13:00: Oder die Kerren.
00:13:00: Da erinnere ich mich auch daran, dass man da relativ früh als Franken im Sprech-Training drauf hingewiesen wird.
00:13:07: Ja?
00:13:07: Wobei ich sagen muss... Also wenn ich mir so die ersten Mitschnitte von AFK Max Sendungen von mir anhöre, dann mache ich wirklich noch so eine Erde und so ... Und das habe ich dann aber schon im Laufe des Praktikums mir irgendwie abtrainiert!
00:13:19: Ich weiß nicht wie, anscheinend dadurch, dass mal doch immer einen Kopfhörer aufhat und sich die Sendungen dann auch nochmal anhört, ging es relativ schnell.
00:13:30: Ich glaube du warst dann sogar nach dem öffentlich-rechtlichen Rundfunk, also BR und SWR sogar auch noch bei Radio Bamberg.
00:13:37: Genau stimmt da habe ich auch nochmal Praktikum gemacht.
00:13:39: Da habe ich schon gemerkt wie viel ich schon drauf hab!
00:13:43: Da durfte ich Radiobeträge sprechen was jetzt viele Praktikanten noch nicht können oder dürfen und da war auch dieses Radio.
00:13:51: Fieber war weiterhin total da, also es hat einfach total Bock gemacht auf Termine zu gehen.
00:13:57: Auf Pressekonferenzen oder Telefoninterviews hat man da zum Teil auch gemacht und dann die Beiträge zusammen geschnibbelt.
00:14:04: Und ich dachte mir aber nach dem Studium – na ja jetzt war ich bei den öffentlich-rechtlichen Jetzt bekomme ich doch auf jeden Fall ein Volo bei den öffentlich-rechtlichen Jahren.
00:14:13: Schreibst du da deine Bewerbung hin, dann musst du so eine Probe-Reportage machen?
00:14:17: Da musste ich dann irgendwas ... Ich weiß nicht mehr was das genaue Thema war.
00:14:20: Aber ich hab einen Paraglideflug ausprobiert aber nicht so richtig von oben sondern nur auf einem Hügelchen weil mein Papa irgendein Typen von früher kannte der das macht.
00:14:32: und dann habe ich die Reportage gemacht und war total stolz drauf und die war auch ganz cool.
00:14:37: Da wird man nicht mal in die nächste Runde eingeladen.
00:14:41: Weil einfach die Konkurrenz wahnsinnig groß ist, also dass du da ein, zwei, drei Monate mal auch bei den öffentlich-rechtlichen Praktikungen gemacht hast ... Das reicht dann eher nicht?
00:14:52: Hast du dich nur bei einem öffentlich- rechtlichen Hund von Anstalt beworben oder bei mehreren?
00:14:56: Bei
00:14:56: mehreren, also bei drei oder vier.
00:14:58: Ich weiß gar nicht genau, bei welchen genau aber es war jetzt nicht so, dass ich eine Bewerbung geschrieben
00:15:03: hab.
00:15:03: Hatte ich das dann so ein bisschen runtergezogen auch oder hatte ich das sogar vielleicht mehr motiviert jetzt noch mehr zu machen?
00:15:10: Also, ich war schon erstmal deprimiert muss ich sagen.
00:15:14: Habt dann auch erst mal ... Gebraucht nach dem Studium.
00:15:20: Ich schätze mal so.
00:15:21: ein halbes Jahr hatte ich dann Leerlauf in Anführungszeichen, hab mehr für die Zeitung geschrieben und so ... Aber ich habe noch bei Mama und Papa gewohnt.
00:15:29: also ich musste die Miete da nicht selber zamm bekommen.
00:15:33: aber da war eher dieses
00:15:34: Gefühl
00:15:35: man hat sich doof gefühlt ja?
00:15:37: Also es war irgendwie unbefriedigend!
00:15:39: Ich will Radio machen und wer lässt mich jetzt?
00:15:43: Ja
00:15:43: verstehe ich Das heißt, du bist durch das Praktikum damals bei den Nürnberger Nachrichten in Kontakt geblieben und hast dann weiterhin für die Zeitung geschrieben.
00:15:52: Genau!
00:15:53: Habt dann einfach ein paar mehr Artikel geschrieben.
00:15:56: Davon wirst ja aber auch nicht reich, muss man ehrlicherweise sagen.
00:16:00: Also so Taschengeld auf
00:16:01: Wettbewerb.
00:16:02: Kann man es so sagen?
00:16:04: Du hast glaube ich eine freie Mitarbeit gemacht beim Kroger Internetfernsehen.
00:16:10: Ja, das war allerdings erst nachdem ich schon angefangen hatte, volunteeriert bei Radio Eins in Koburg zu machen.
00:16:17: Weil die Medienlandschaft da in Kobug in einer eher kleineren Stadt ist sehr eng miteinander verwoben.
00:16:24: und dann sagt der Kumpel aus der Redaktion ja übrigens die beim ITV mein Kollege der sucht jemand der da die Nachrichten spricht hättest du Lustes zu machen.
00:16:35: Und das habe ich dann gemacht, es war allerdings kein Format was lange gelaufen ist.
00:16:39: Das war auch so dass die viele Sachen ausprobiert haben und ich kann mich aber noch erinnern der Kameramann und ich hatten immer großen Spaß weil je regelmäßig bei den Meldungen Der Sparkasse hab ich mich verplappert.
00:16:53: Und dann hat er irgendwann so einen Zusammenschnitt gemacht aus lauter Versprechern, irgendwas mit der Sparkasse und wie ich dann sag ... Scheiß immer die Scheißsparkasse!
00:17:01: Ja also ... Das war ja ein Ausprobierfeld eigentlich Lena.
00:17:06: Also das war auch das erste Mal dass ich dann in eine Kamera gesprochen habe weil meistens hab ich nur mit dem Mikrofon zu tun.
00:17:14: Auch heute noch.
00:17:16: Hat dir das gefallenes Fernsehen oder warst du eher so,
00:17:19: lieber doch Radio?
00:17:20: Mir hat es schon gefallen.
00:17:22: Weil diese Interaktion beim moderieren, die du dann auch mit der Kamera ein bisschen mehr natürlich hast als nur wenn du in dein Mikrofon oder in deinen Computerbildschirmen schaust.
00:17:33: Es hat mir schon gefallen und man merkt auch gleich dass der Aufgeregtheitslevel ein bisschen höher ist, als wenn du da im Radiostudio stehst.
00:17:41: Jetzt gehen wir noch mal ein Step back, weil du hast gesagt es war während du das Volontariat gemacht hast.
00:17:47: Wie bist du jetzt zum Volontariat gekommen?
00:17:50: Du hast ja vorhin gesagt, du wolltest unbedingt Radio machen, du wolltest unbedingt einen Volontariaat haben.
00:17:56: Hast du dich dann mehrfach beworben bei ganz vielen unterschiedlichen Häusern oder wie war das?
00:18:02: Ja ich habe dann verschiedene Bewerbungen geschrieben hätte auch irgendwo ins Allgäu gehen können.
00:18:08: Dann kam aber gleichzeitig eben die Nachricht, dass der Sender in Koburg Radio eins einen lokalen Radiosender auch Interesse hat, das ich bei ihnen anfange.
00:18:20: und dann habe ich mich für Franken entschieden, für Oberfranken.
00:18:26: War es auch was wo du dich auch mit einer Reportage oder irgendwas bewerben musstest?
00:18:31: Da hab' ich einfach eine CD damals noch geschickt mit so ein paar ... Hörbeispielen, also paar Moderationen, paar Beiträge.
00:18:40: Nachrichten weiß ich jetzt nicht ob ich draufgepackt hab aber einfach so eine CD.
00:18:45: dann hier meine schönen Sättchen.
00:18:47: warum mich so motiviert bin was man da halt so reinschreibt weißt schon genau dass ich teamfähig bin bla bla bla Was ich auf jeden Fall auch sehr bin.
00:18:54: Also es macht mir mega Spaß in Teams zu arbeiten und dann hat das geklappt.
00:18:59: Dann durfte ich da zwei Jahre als Volontärin arbeiten Und bin danach auch als Redakteurin dort geblieben.
00:19:06: Wie war das im Voluntariat?
00:19:07: Weil im Volontariat ist ja normal so, dass es eine journalistische Ausbildung.
00:19:12: Du hast ja vorhin schon erklärt du hast schon gemerkt, dass du schon relativ viel drauf hast.
00:19:16: Hast du trotzdem noch vielen dein Wolo lernen können?
00:19:19: Auf jeden Fall!
00:19:21: Einfach wie man auch in unterschiedlichen Situationen mit verschiedensten Menschen umgeht.
00:19:26: also du hast ja in einem Sender der auch Geld verdienen muss was die meisten Sender sehr wohl müssen und zurzeit große Probleme haben, noch genug Geld zu verdienen.
00:19:37: Also du hast zum einen Werbekunden ... Du hast Hörerinnen die dich toll finden oder die dich anmeckern, ja?
00:19:45: Je nachdem!
00:19:46: Dann hast du verschiedene InterviewpartnerInnen.
00:19:48: Hast Kollegen.
00:19:49: also das einfach ein Beruf wo man den ganzen Tag irgendwie in Interaktion ist und da lernt man sehr viel.
00:19:55: Das heißt für dich war auch so'n bisschen neu diese Außenwirkung quasi
00:20:01: Ja, und auch in der kleinen Stadt wo man dann relativ schnell erkannt wird.
00:20:06: Also ich jetzt nicht so doll ja.
00:20:08: aber es gab zum Beispiel meinen Kollegen im The Morning Show Thomas Apfel wenn der dadurch die Stadt geht also mit dem brauchst du da nicht durchlaufen den sprechen hundert Leute an das sind einen einfach so Medienpersönlichkeiten die schon fast so öffentliche Personen sind.
00:20:23: ja und dadurch dass sich immer noch schön am Wochenende nach Hause gefahren bin in die Heimat war ich da weniger präsent als andere Leute, weil eben mein Mann und die Familie einfach weiterhin in Nürnberg waren.
00:20:35: Genau, bin ich immer schön nach Hause gefahren mit dem Zug.
00:20:38: Das heißt du hast unter der Woche im Kobo gewohnt, wachen eine was in Nuremberg?
00:20:42: Genau so war es ja!
00:20:44: Wie war das für dich?
00:20:45: Weil das war ja wahrscheinlich auch das erste Mal alleine wohnen, auch das erst mal aus Nürmberg rauskommen und dann gleichzeitig volontariat War ja ein komplett neuer Lebensabschnitt für dich.
00:20:58: Ja, das war aufregend erst in einer ... Also da hab ich auch verschiedenste Wohnungserfahrungen gemacht.
00:21:05: Erst in einer total geil gelegenen Wohnung, die aber mega kalt war, wo noch so ein alter Ölofen die Heizung im Zimmer war mit zwei anderen Mitbewohnern, mit denen ich eigentlich gar nichts zu tun hatte weil der Vermieter die Zimmereinseln vermietet hat Die eine Kollegin immer das Bad blockiert hat Weil sie so kalt waren und dann hat sich sie in die Badewanne gelegt.
00:21:22: Wir konnten nicht aufs Klo, weil es Klo in dem... Na ja!
00:21:25: Egal Das führt jetzt soweit.
00:21:27: Und dann habe ich mit Zwei Mädels zusammen gewohnt, das war eine total schöne Zeit.
00:21:33: Also in der WG zusammen war total schön, waren dann auch ein bisschen unter der Woche zusammen unterwegs also mega schön.
00:21:40: was ich jetzt eigentlich im Studium wo ich noch zu Hause gewohnte habe klar da war ich auch mal aus ja aber da war es dann doch eher so ein bisschen nachgeholt Party machen und dann hab' ich nochmal alleine gewohnd.
00:21:50: in Kuba geht einer mini kleinen Wohnung die aber sehr schön
00:21:54: war.
00:21:55: Durftest du im Volontariat alles machen?
00:21:57: Also meine Moderation, Nachrichten ...
00:22:00: Ja.
00:22:00: Da durfte ich alles machen und wurde dann auch relativ schnell in der Moderation gelassen weil die gemerkt haben das kann die ganz gut bin dann aber danach auch oft noch auf Termine gegangen hab noch Beiträge gemacht.
00:22:15: also es war schon von einer Arbeitsbelastung her muss ich sagen ganz schön heftig ja also war immer kaputt erst mal.
00:22:22: Und als ich dann morning show moderiert hab, bin ich auch echt danach immer ins Bettchen gegangen und bin dann so versumpft.
00:22:30: eigentlich sollte man ja bloß ein bisschen schlafen damit man danach wieder einigermaßen frisch ist.
00:22:35: aber ich bin dann echt glaube ich manchmal zwei Stunden liegen geblieben war danach gerädert als davor und dann hätte ich eigentlich um neun wieder schlaven müssen war dann aber noch nicht richtig müde.
00:22:45: also ich sag's dir ganz ehrlich ich vermisse es nicht um zehn vor vier aufzustehen.
00:22:51: Kann ich verstehen,
00:22:52: ja?
00:22:53: So geil!
00:22:54: Das ist eine Morgensendung zu moderieren.
00:22:56: aber dieses frühe Aufstehen und an dieses Angeknips sein das funktioniert dann ganz automatisch.
00:23:02: Aber wenn da die Sendung vorbei ist oder auch zwischendurch mal zwei Songs laufen und du denkst so oh Gott ich möchte wieder in mein Bett.
00:23:10: Das vermisse ich tatsächlich eher nicht.
00:23:15: Hattest du die Morningshow dann schon während dem Volontariat oder danach, als du übernommen wurdest?
00:23:21: Ich weiß gar nicht mehr ganz genau ob das am Ende des Wollos war.
00:23:24: Kann ich dir nicht mehr genau sagen.
00:23:27: Aber hab' ich glaube drei Jahre ungefähr gemacht, ja, die Morning Show.
00:23:33: Und trotz... Also auch wenn's früher aufstehen war, hat es dir Spaß gemacht, die Montage zu machen.
00:23:39: Total!
00:23:39: Es macht total Spaß vor allem wie, glaube ich ... jede Arbeit.
00:23:45: Wenn deine Kollegen coole Leute sind, dann macht das mega Spaß!
00:23:48: Weil dann sagst du eigentlich, dass deine Kollegen auch deine Freunde sind.
00:23:52: und was gibt's cooleres als mit Freunden zu arbeiten?
00:23:55: Also ja...
00:23:56: Du hast uns auch ein Hörbeispiel mitgebracht von Radio Eins.
00:24:00: Das
00:24:01: spielen wir jetzt mal ab.
00:24:02: Jetzt begeben wir uns einen kleinen wenig in Weihnachtsstimmung denn es sind
00:24:05: nur
00:24:05: noch einhundert acht Tage bis Weihnachten.
00:24:08: Es gibt schon die ersten Lebkuchen zu kaufen.
00:24:10: Wir haben uns gestern in der Redaktion drüber unterhalten und ich habe gesagt, okay... ...ich kaufe ein Päckchen!
00:24:14: Ich opfere mich!
00:24:17: Und ich muss zugeben, ich musste zumindest ins Weihgeschäft gehen um dann ein Pägchen zu bekommen.
00:24:22: aber hier meine guten aus der Heimat Nürnberger-Lebkuchen.
00:24:25: Und Sebastian Straubel ist er jetzt auch mit im Studio?
00:24:28: Guten Morgen!
00:24:29: Ah duftet es hier!
00:24:31: Schau mal was passiert.
00:24:32: oder was sagst Du wenn ich dir diese Lebkuchen unter die Nase halte?
00:24:35: Dankeschön!
00:24:36: Okay!
00:24:37: Und das ging schnell.
00:24:39: Also der hat sich überhaupt nicht gewährt, der Kollege?
00:24:41: Lecker!
00:24:41: Es ist auch lecker.
00:24:42: also mal ganz ehrlich ich bin schon ein bisschen dagegen dass es jetzt schon Nebkuchen gibt aber wenn sie schon mal dastehen bevor so schlecht werden
00:24:50: Schönen also dieser lockere Stimmung auch sehr schön.
00:24:55: Ja das
00:24:56: hat echt...
00:24:57: Mega Spaß gemacht mit dem Thomas zusammen und Sebastian Straubel lustigerweise, der hat damals mit mir Wolo gemacht.
00:25:03: Der ist jetzt zum zweiten Mal wieder gewählt als Landrat im Landkreis Cowork.
00:25:08: Es gibt Leute die haben richtige Geil gemacht wie anderen machen noch Radio weiter.
00:25:14: Nee also es war wirklich mega schön.
00:25:17: wir haben auch keine Ahnung so quatscht gemacht wie Tag der Franken.
00:25:20: dann haben wir den ganzen Tag Frankisch gesprochen, verschiedene Dialekte uns erzählen lassen von den HörerInnen.
00:25:26: Ich habe versucht, nennbergerisch mit reinzubringen und Witze Tag haben wir mal gemacht.
00:25:32: also wirklich lustige Sachen.
00:25:34: und was mir da auch sehr gut gefallen hat Wir hatten ganz viele Stammhörer die dann auch reingeglingelt haben.
00:25:41: Wir haben sie dann mit auf Sendung genommen Also nicht mehr so wie jetzt heute nur noch per WhatsApp irgendwelche Nachrichten und haben auch wirklich mit denen On Air Palawat, da erinnere ich mich an ganz viele tolle Gespräche.
00:25:55: Aber wir haben es ja schon in der Eindaltung vorhin gehört du arbeitest nicht mehr in Koburg.
00:26:02: Warum bist Du dann gegangen irgendwann?
00:26:05: Weil ich Kinder bekommen habe!
00:26:08: Also erst mal eins, und dann ist das ja erstmal so okay.
00:26:12: Dann ist alles neu, dann ist alles anders.
00:26:14: Okay also ich komme jetzt erst einmal nicht wieder aber dann komme ich vielleicht wieder.
00:26:20: Ich sag dir ganz ehrlich, ich wusste damals noch nicht genau wie es dann weitergeht.
00:26:25: Mir war klar, ich möchte wieder Radio machen.
00:26:28: mir war auch klar, dass sind eineinhalb Stunden einfach da hinzufahren und wieder zurück.
00:26:33: Und damals gab's noch nicht so ganz cool wie jetzt noch stärker über Remote arbeiten kann, sondern du musst dann da schon auch hingehen.
00:26:41: Dann war die Idee ja, kann ich vielleicht irgendwelche Beiträge von zu Hause und blar?
00:26:45: Und dann habe ich erstmal beschlossen okay man kann ja bis zu drei Jahre eben warten bis man wieder einsteigt, dann hab' ich ein bisschen Öffentlichkeitsarbeit gemacht also einfach so neben der Elternzeit ein paar Stunden als Öffentlichkeitsarbeiterin bei der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung.
00:27:04: Da klingt's dann einfach so drum, dass man so Erziehungsthemen oder auch Online-Angebote die haben publik macht.
00:27:11: Das hat auch Spaß gemacht.
00:27:13: und dann hab ich noch mal Kinder bekommen.
00:27:16: Und zwar nicht nur eins sondern zwei Zwillinge.
00:27:19: das war die große Überraschung.
00:27:21: In dieser Phase wo meine Zwillingen ganz klein waren gab es eine Stellenanzeige die mein Mann gesehen hat.
00:27:30: Und da ging es dann darum, dass man bei der evangelischen Funkagentur eine Stelle zu vergeben hat in Teilzeit also ich glaube neunzehn Stunden und Ja, da hab ich mich dann beworben.
00:27:44: Da hab ich mir gedacht, das wär doch cool in Nürnberg Radio machen und zwar jetzt nicht gleich Vollzeit-Radiobeiträge und coole Themen weil es sind Themen so aus dem sozialen gesellschaftlichen Bereich die auch im Studium sehr gefeiert habe Auch kirchliche Themen, Themen aus der Diakonie Und ... Das hat gut geklappt!
00:28:03: Also sie haben mich sofort genommen.
00:28:05: War schön dass das geklappt hat.
00:28:08: D.h.,
00:28:08: das hat sich alles sehr gut gefügt?
00:28:11: Das hat sich dann, wenn man hier im Nachhinein draufblickt.
00:28:14: Weil als ich da mit den kleinen Kindern saß, hab ich mir natürlich auch Gedanken gemacht.
00:28:17: so was ist jetzt mit meinem Traum hier?
00:28:19: Ich möchte weiter Radio machen oder naja vielleicht muss ich halt doch etwas anderes machen.
00:28:24: und na ja irgendwas in dem Bereich und dass ich weiterhin Radio machen kann is und war eine tolle Fügung.
00:28:32: also wie du sagst
00:28:34: Du hast ja grad schon ein bisschen von den Themen erzählt.
00:28:37: Wenn da so evangelisch drinsteckt, müssen die Beiträge dann immer einen Bezug haben zur Religion zum Glauben zu Kirche oder ist es einfach nur eben auch dieses soziale?
00:28:49: Also das Soziale sollte auf jeden Fall mit drin sein.
00:28:52: ich sag immer auch wenn wir neue freie Mitarbeiter haben also muss jetzt nicht in jedem Beitrag ein Pfarrer vorkommen.
00:28:58: Es wäre schön, wenn's irgendwie ein gesellschaftlich relevantes Ansatz hat.
00:29:03: Und die Kirche macht viel in dem Bereich, von daher spielt sie auch immer mal eine Rolle in unseren Beiträgen.
00:29:09: aber es geht auch viel um soziale Ungleichheit, es geht so um ökologische oder um Umweltthemen und Generationengerechtigkeit.
00:29:18: also wirklich die volle Bandbreite eigentlich an finde ich wichtigen Themen.
00:29:24: Von daher bin ich sehr froh dass sich in den Bereich den Job bekommen
00:29:27: habe.
00:29:28: Bist du dann auch viel unterwegs um Interviews zu führen?
00:29:32: Ich wäre gerne mehr unterwegs.
00:29:34: Tatsächlich ist es so, dass mein Kollege der Christoph Lefatz und ich wir beliefern sehr viele Radiosender in Bayern.
00:29:40: also wir sind vor allem für Nordbayern zuständig.
00:29:43: da gibt's den Oberfranken ein paar Es gibt in Nürnberg, Charivari und Radio F für die wir Sendeplätze oder ganze Sendungen bestücken mit unseren Themen.
00:29:53: das heißt Wir haben so viele Sende Plätze Dass wir sehr froh sind, dass wir noch andere Kollegen in Bayern haben deren Beiträge Bayern weit funktionieren oder auch freie Mitarbeiterinnen.
00:30:04: Es ist schon so, dass wir regelmäßig auch Beiträge machen aber ich würde ehrlich gesagt viel mehr wieder rausgehen.
00:30:12: Aber ich schaff es zeitlich nicht weil die Arbeit sich so verdichtet hat.
00:30:16: dann machst du idealerweise noch was für Social Media und hier noch etwas.
00:30:21: Dann lieferste den Kollegen optimalerweise Noch Informationen für einen Nachrichtenartikel, der dann aufgesetzt wird.
00:30:28: Also dieses Multimediale, das hält schon auch immer mehr Einzug und gleichzeitig sind wir froh, dass wir so viele Sendeplätze bestücken dürfen müssen aber halt auch echt schauen, dass mir mit unserer Arbeitszeit halbwegs hinkommen.
00:30:42: also wir machen eh schon über Stunden.
00:30:44: von daher ich würde gerne mehr rausgehen.
00:30:48: Ich schaff es aber nicht.
00:30:49: Das heißt, es ist auch viel organisatorisch.
00:30:52: Also zu planen, welchen Beitrag können wir jetzt beispielsweise Sonntag machen?
00:30:57: Genau?
00:30:58: oder wer bringt uns Themen... zum Beispiel letztes Wochenende von einem Ruhestandsgottesdienst mit.
00:31:04: Da konnten wir dann junge Kolleginnen hinschicken, die mir halt einfach die Töne zugespielt hat und ich hab dann den Beitrag draus gebastelt.
00:31:11: also ein Segen speziell für Leute, die jetzt in Rente sind oder bald in Rnte gehen.
00:31:17: Und da hat sie ganz toll, muss ich sagen, die RentnerInnen da abgefrühstückt und gefragt was sie gearbeitet haben, was ihnen vielleicht gut gefällt an der Rente, was sie auch vermissen?
00:31:26: Also auch ein cooles Thema!
00:31:29: Muss man Wenn man bei der evangelischen Funkagentur arbeitet, dann auch religiös sein.
00:31:35: Also der Kirche angehören.
00:31:36: ist das so eine Voraussetzung?
00:31:38: Damals in meiner Bewerbung stand noch drin Man muss Mitglied einer christlichen Kirche sein.
00:31:44: Jetzt wenn Stellen ausgeschrieben werden steht glaube ich drinnen Idealerweise Mitglied eines christlichen kirches.
00:31:51: also Ich sag mal so meine Einschätzung nach schadet es nicht wenn man generell offen ist.
00:31:56: Ich glaube nicht, dass man für die Arbeit gläubig sein muss.
00:31:59: Weil als Journalistin bist du ja in der Verantwortung ein Thema rundherum idealerweise aufzuarbeiten und das du jetzt Fragen stellst ob sie kritisch sind oder nicht.
00:32:11: dafür musst du nicht gläube ich sein wenn du mit jemanden in dem Bereich sprichst.
00:32:14: es geht darum das Engagement der Ehrenamtlichen vorzustellen Und dafür muss sich als Reporterin jetzt nicht unbedingt selber christlich sein Oder jeden Sonntag in die Kirche gehen.
00:32:24: also ist nicht der Fall.
00:32:26: Als Journalistin sollte man ja auch objektiv sein.
00:32:30: Und wenn man dann vielleicht auch zu sehr engagiert ist in der Küche, könnte ich mir vorstellen, dass es einem Schwerfeld kritische Beiträge zu machen?
00:32:38: Ja!
00:32:39: Geht bei jedem Thema so... Also wenn du in einem Thema tief drinsteckst, dann bist du vielleicht ein bisschen positiver.
00:32:46: Man sollte trotzdem immer, immer, egal bei welchen Themen versuchen die kritischen Fragen zu stellen oder kann dann ja auch einfach sagen, es gibt Kritikpunkte oder Vorwürfe.
00:32:56: Was sagen Sie dazu?
00:32:57: Du hast uns noch ein Hörerspiel mitgebracht aus der letzten Zeit und da hören wir mal kurz rein.
00:33:03: Als
00:33:03: ich angefangen habe war ich schwanger und Eicherwas war unheimlich
00:33:09: und
00:33:10: ich war hilflos.
00:33:13: Das war ein bisschen eine heftige Situation.
00:33:16: Haccha Rashida ibn Abdul-Rahman studiert damals schon an der evangelischen Hochschule, und zwar Management in der Sozial- und Gesundheitswirtschaft.
00:33:26: Auch mit dem zweiten – und mittlerweile sogar mit dem dritten Kind – gelingt es eher weiter zu studieren!
00:33:32: Wirklich
00:33:32: die Hochschulle ist sehr, sehr familienfreundlich.
00:33:35: im Fall dass sie
00:33:37: flexible
00:33:39: Vorlesungsformen anbieten zum Beispiel
00:33:41: bei Online-Sumkonferenzen
00:33:44: kann ich einfach meinen Babystil ganz normal und das ist sehr schön.
00:33:48: Beiträge machen ja auch was sehr Schönes, wenn man Themen abbilden kann.
00:33:53: Vermisst du manchmal das moderieren trotzdem?
00:33:56: Auf jeden Fall!
00:33:57: Also ich mache hier auch noch Bühnenmoderationen, mach auch hier bei Max Neo immer so ein Bühne-Moderationsworkshop für die Praktis Und es ist schon nochmal ein ganz anderes Leidenschaftslevel muss ich sagen weil Du bist so in der Situation drin, du bist so on fire.
00:34:14: Es macht Spaß das die Reaktion von den Leuten kommt.
00:34:17: also zum Beispiel moderier ich ja mit dem Matthias zusammen mit meinem Schwager den Metropol-Marathon jetzt auch wieder im Juni und da die Leute mit auf die Strecke zu schicken oder zu feiern dass sie es jetzt geschafft haben ihre zehn Kilometer einundzwanzig oder zweieinvierzig.
00:34:31: Das ist so cool!
00:34:31: Also das macht so dermaßen Spaß.
00:34:35: Das ist schon was anderes, als wenn du in deinem Studio sitzt und dann ein Beitragstext einsprichst.
00:34:40: Also ... das gibt einem deutlich mehr Adrenalin- und auch Glückshormone.
00:34:47: Allerdings muss ich sagen, dauernd könnte ich es nicht machen.
00:34:51: Vielleicht liegt's am Alter oder ich weiß nicht?
00:34:53: Ich find schon angenehmer, auch mal in Ruhe vor mich hinzuarbeiten und nicht dauerend unter Beobachtung zu stehen.
00:34:59: D.h.,
00:35:00: für dich ist das vielleicht eine gute Ergänzung.
00:35:04: Job, Beiträge machst und vielleicht eben ab und zu diese Bühnenmoderationsworkshops hier bei Max Neo oder auch die Bühne in Moderation zum Beispiel mit Ropoulmarathon.
00:35:14: Ja also es ist eine wunderbare Mischung.
00:35:17: ich finde im Moment ist das richtig gut wie ich das mache.
00:35:22: wenn ich da jetzt nochmal so drüber nachdenke.
00:35:26: Ja, das ist auch schön.
00:35:28: Dass du dann weiterhin auch hier bei Max Nioh immer mal wieder vorbei schaust und den Praktis weitergeben kannst, was du vielleicht früher mal gelernt hast?
00:35:36: Auf jeden Fall!
00:35:37: Ich bin auch immer echt begeistert, was die jungen Leute jetzt schon für ein Selbstbewusstsein haben.
00:35:46: Zumindest ist es mein Eindruck in dem Workshop.
00:35:48: Ich glaube ich war damals als Praktikantin noch nicht so geradeaus oder so ... Selbstbewusst oder hab mich getraut, auch mal eine Schwäche zuzugeben.
00:35:59: Oder so was?
00:36:00: Ich habe den Eindruck, dass die jungen Leute jetzt viel mehr von sich preisgeben ... Also ich sag das auch deshalb, weil wir in meinem Workshop immer die anderen Personen vorstellen.
00:36:13: Da interviewen sich zwei und dann sollen sie die andere Person vorstellen auf einer Bühne als würde hier der große Neues da kommen!
00:36:21: Und dann soll man also knackigsten Infos über zum Beispiel die Lena jetzt präsentieren und die Personen so richtig groß machen und feiern.
00:36:30: Und da kommen immer so tolle Geschichten raus, also bin jedes Mal begeistert und fahr dann immer hier mit meinem Fahrrad wieder nach Hause und denkt mir ah, war das jetzt wieder schön?
00:36:39: Also ja toll!
00:36:41: Ja ist immer schön hier immer die verschiedensten Leute kennenzulernen.
00:36:47: Wir sind jetzt da ja schon kurz vom Ende von der Podcastfolge und zum Schluss haben wir eine Grubrik, die heißt drei Tipps für Medieneinsteigerinnen.
00:36:55: Welche drei TippS würdest du den angehenden MedienmacherInnen mitgeben?
00:37:00: Wenn ihr euch zum Beispiel bewerben wollt bei einem Radiosender dann ruft ihr immer erst mal an sagt wer ihr seid was ihr gerne hier mal machen würdet und sagt vielleicht auch schon warum könnt ihr noch eine Mail hinterher schicken.
00:37:16: Aber wenn man sich da einfach schon mal persönlich gemeldet hat, also gilt eigentlich für alle Berufe, dann hat man da idealerweise schon einen guten Eindruck hinterlassen.
00:37:26: Dann auf jeden Fall Praktika machen, dass man weiß ist es wirklich was für mich?
00:37:30: Halt ich das durch?
00:37:32: Ist das wirklich mein Interesse?
00:37:34: Ist es auch möglich, dass mir mal jemanden ein Job anträgt, auf den ich keinen Bock hab?
00:37:38: Ich meine, es betrifft viele Berufer aber das kann dir im Journalismus auch öfters passieren vor allem wenn du vielleicht nicht so ein cooles Team hast, wie auch immer.
00:37:48: Also du musst dich vielleicht da auch mal durchbeißen und einen Ritter-Tipp ja lass dich auch nicht zu schnell entmutigen, wenn es nicht gleich klappt.
00:37:56: also das habe ich jetzt gerade nochmal für mich reflektiert nachdem ich dir das jetzt noch einmal erzählt hab wie das bei mir auch ein bisschen gedauert hat bis ich dann ein Volo gefunden habe und vielleicht zwischendurch auch erstmal ganz schön traurig war und vielleicht auch in Frage gestellt habe ob's wirklich wird.
00:38:11: Ja, also nicht gleich entmutigen lassen.
00:38:13: Und wir wollen die Podcast-Folge so beenden wie wir sie begonnen haben mit dem Ende von einem Freundebucheintrag.
00:38:19: Was ist für dich der beste Song?
00:38:21: Ich bin ja absoluter Rockfan und ich hab auch damals bei AFK Max Max Neo so viele coole Musik kennengelernt und es ist echt so dass ich noch auf ein paar Bands aus der Zeit damals hängen geblieben bin.
00:38:35: Der beste Song aller Zeiten Da fällt mir jetzt auf die Schnelle keiner an.
00:38:40: Ich sag jetzt einfach mal zwei Bands, die man sich auf jeden Fall anhören muss meiner Meinung nach.
00:38:47: Nothing but Thieves und Jimmy Eat World.
00:38:52: Dein Motto
00:38:54: wird schon werden!
00:38:56: Und dein Wunsch für die Zukunft,
00:38:58: dass die Familie gesund bleibt?
00:39:00: Sehr wichtig, auf jeden fall.
00:39:01: Vielen Dank Jasmin, dass du unsere Gäste warst im Freundinbuch.
00:39:05: ich danke dir auch Lena.
00:39:08: In der nächsten Podcastfolge habe ich Robin Hartmann zu Gast.
00:39:12: Er ist aktuell Landeskorrespondent in Sachsen bei Mitteldeutschen Rundfunk, kurz MDR.
00:39:17: Nach seiner Schulzeit hatte er im Bachelor Politikwissenschaft und im Master Medien Ethik Religion studiert.
00:39:24: Neben seinem Studium hat er Praktika in den verschiedensten Redaktionen gemacht – unter anderem hier bei Max Neo.
00:39:30: Er hat durch seine Praktiker gemerkt, dass er gerne beim öffentlich-rechtlichen Rund funk arbeiten möchte.
00:39:34: Deswegen hat er ganz viele Bewerbungen rausgeschickt Auswahlverfahren eingeladen worden.
00:39:40: Nachdem dieses Auswahlgespräch vorbei war, bin ich erst mal wieder nach Frankfurt zurückgefahren und hab dann auch den Anruf bekommen Hartmann Ich habe eine gute und schlechte Nachricht.
00:39:49: Die Schlechte ist Sie haben es nicht geschafft.
00:39:51: Die gute ist, sie sind der erste Nachrüger.
00:39:54: Ob
00:39:54: Robin es am Ende doch geschafft hat einen Volontariat beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk zu machen?
00:39:59: Das hört ihr in der nächsten Podcastfolge.
00:40:01: Da sprechen wir auch darüber warum er seinen Studienplatz in Eichstedt spontan abgesagt und stattdessen in Dresden studiert hat Und wie's dazu gekommen ist dass er ein paar poher Neuginäer einen Radiosender mit aufgebaut hat.
00:40:13: Außerdem erklärt Robin, warum er trotz seines Traums zum öffentlich rechtlichen Runtfunk gehen erstmal bei einer Agentur gearbeitet hat.
00:40:20: Wenn ihr die neue Podcast-Folge unbedingt anhören wollt, dann abonniert doch gerne unseren Podcast damit ihr sie direkt nach dem Release hören könnt oder ihr folgt uns auf Instagram.
00:40:29: Wir heißen da Radio Max Neo Dann seht ihr auch wenn die nächste Folge da ist.
00:40:33: Wir würden uns auch sehr freuen, wenn ihr uns Feedback gebt und unseren Podcast bewertet.
00:40:38: Feedback könnt ihr uns gerne per Mail schicken an podcastatmaxneo.de oder ihr schreibt uns einfach eine Nachricht auf Instagram an Radio Max Neo!
00:40:46: Wir freuen uns über eure Nachrichten – und damit
00:40:49: tschau macht's
00:40:56: gut!
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