Eintrag #44: Kerstin Beaujean
Shownotes
Kerstin Beaujean hat Theater- und Medienwissenschaft sowie Galloromanische Philologie und Psychologie an der FAU Erlangen-Nürnberg studiert. Währenddessen hat sie Arbeitserfahrungen bei verschiedenen Unternehmen gesammelt, unter anderem bei max neo, dem Deutsch-Französischen Institut und Siemens. Nachdem sie ihren Magister in der Tasche hatte, ist sie für ein Volontariat in die Schweiz gezogen. Knapp 17 Jahre lang hat sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Diogenes Verlag gemacht, unter anderem als stellvertretende Leiterin. Seit mehr als drei Jahren leitet sie nun die Abteilung "Presse- und Öffentlichkeitsarbeit/Veranstaltungen" beim Piper Verlag. In der Podcastfolge erklärt Kerstin, was man unter Galloromanischer Philologie verstehen kann und wie ihr Auslandssemester in Frankreich war. Außerdem erzählt Kerstin, wie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in einem Buchverlag aussieht und welche Aufgaben sie bei Lesereisen und Buchmessen hat.
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Hier könnt ihr mehr über Kerstin erfahren: https://www.linkedin.com/in/kerstinbeaujean/
Transkript anzeigen
00:00:00: AutorInnen sind natürlich auch Künstlerinnen und die Eigenvermarktung wird natürlich in Sachen Social Media immer wichtiger.
00:00:06: Auch wenn man sich selber vielleicht nicht mit diesem Begriff, mit dem Labelbrand irgendwie anfreunden kann gehört es doch dazu einen Bild von sich zu haben und zu wissen wie möchte ich den Wirken in der Öffentlichkeit?
00:00:27: Hallo, schön dass ihr auch wieder bei einer neuen Folge unseres Freundebuchs dabei seid.
00:00:32: Ich bin Lena Beck und zu Gast ist diesmal Kerstin Bourgen.
00:00:36: Sie leitet die Presse- und Öffentlichkeitsabteilung beim Pieperverlag.
00:00:41: Kerstinn hat Theater- und Medienwissenschaft sowie galloromanische Philologie und Psychologie an der FHU Erlangen Nürnberg studiert.
00:00:49: Nachdem sie ihren Magister in der Tasche hatte, ist sie für ein Volontariat in die Schweiz gezogen.
00:00:55: Knapp siebzehn Jahre lang hat sie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für den Diogenes Verlag gemacht – unter anderem als stellvertretende Leiterin.
00:01:03: In der Podcastfolge erklärt Kerstin was wir unter galoromanischer Philologie verstehen können und wie ihr Auslandssemester in Frankreich war!
00:01:13: Außerdem tauchen wir in die Buchbranche ein.
00:01:15: Kerstin erzählt zum Beispiel, wie die Presse und Öffentlichkeitsarbeit in einem Buchverlag aussieht und welche Aufgaben sie bei Lesereisen- und Buchmessen hat.
00:01:26: Hallo Kerstinn!
00:01:27: Schön dass du es geschafft hast, in unserem Podcast Freundebuch vorbeizuschauen und zu Gast zu sein.
00:01:33: Vielen Dank für die Einladung Lena.
00:01:35: Wir starten unseren Freundebucheintrag mit so klassischen Fragen – und zwar dein Name Ich
00:01:41: heiße Kerstinnen, Kirsten Bonjour
00:01:43: Dein Alter, dein Beruf.
00:01:46: Ich bin Leiterin der Abteilung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Veranstaltung in einem großen Buchverlag.
00:01:53: Der heißt Piper und sitzt im München.
00:01:55: Und Piper bringt wahnsinnig viele Bücher im Jahr heraus.
00:01:59: man kann sagen jeden Tag erscheint ein Piperbuch vom Genre Literatur Sachbuch Reiseabenteuer New Adult Populäre Unterhaltung ist für jeden was
00:02:08: dabei.
00:02:08: Da haben wir auch schon öfter mal Kontakt gehabt zum Pieper-Verlag mit Buchmesse, mit AutorInnen für Interviews oder auch so Rezensionsexemplaren.
00:02:17: Also Bücher die wir gelesen und dann bewertet haben bei uns im Programm.
00:02:22: Da freuen wir uns immer sehr, weil tatsächlich auf der Buchmesse früher ging es ganz anders zu und her gibt's gar nicht mehr so viele interviewer in Fragen.
00:02:28: also ihr seid immer herzlich willkommen!
00:02:31: Sehr gut, merken wir uns für die Frankfurter Buchmesser im Herbst.
00:02:34: Genau!
00:02:35: Dein Arbeitsplatz
00:02:37: Ist ein Büro in München, in Schwabing und in der Georgenstraße.
00:02:41: Ich blicke hier auf einen kleinen grünen Park und in meiner Abteilung arbeiten dreizehn Leute.
00:02:47: Der Berlinverlag gehört auch noch dazu und es sind sowohl Pressereferentinnen und Veranstaltungsreferentin.
00:02:54: Oh da kann ich gar keinen... eigenen oder einzelnen Namen nennen, sondern meine Vorbilder speisen sich eigentlich aus vielen Begegnungen.
00:03:01: Ich habe wirklich das Glück viele spannende Personen zu treffen und wie mit einer kleinen Schere schneide ich mir dann immer die Erlebnisse oder Aussagen heraus wo ich denke sie bringen mich in meinem eigenen Leben weiter.
00:03:13: zuletzt habe ich zum Beispiel Giselle Pelicot begleiten dürfen Die Medienarbeit hier in Deutschland gemacht und auch Veranstaltungen Und ich glaube, ich muss nicht erzählen was ihr wiederfahren ist.
00:03:26: Aber dass diese Frau ein Buch geschrieben hat das volle Hoffnung und Liebe ist, hat mich gelehrt, dass man aus jeder Krise wirklich wenn man sich entscheidet und die entsprechende Persönlichkeit natürlich hat gestärkt und auch fröhlich hervortreten
00:03:41: kann.
00:03:42: Wow!
00:03:43: Richtig cool, dass du mit solchen Frauen also solch starken Frauen zusammenarbeiten darfst.
00:03:49: Ja, das stimmt.
00:03:50: Also ich treffe wirklich Autor in den verschiedensten Kulörer, Herkunft und Prominenz.
00:03:56: Das ist wirklich ganz toll!
00:03:58: Dein Traumberuf als Kind.
00:04:00: Ich wollte schon immer zum Radio.
00:04:02: Also ich saß wirklich meinen Alter für Rätts vor der Stereoanlage, habe mit Kassette aufgenommen, saß mit dem Oxford Dictionary da und hab versucht die englischen Lieder Wort für Wort mir zu übersetzen
00:04:14: –
00:04:15: und da haben natürlich die Radiopersönlichkeiten und ModeratorInnen eine große Rolle gespielt!
00:04:20: Und auch die Nachrichten hatten mich schon immer fasziniert.
00:04:23: Also Radio war meine Leidenschaft….
00:04:26: …und ist es bis
00:04:27: heute.".
00:04:29: Nach der Schule war dir eigentlich direkt auch weiterhin klar, dass du zum Radio willst?
00:04:34: Ja.
00:04:35: Also ich habe direkt nach dem Abitur mich um ein Praktikum im Funkhaus Nürnberg bemüht Und das hat zum Glück auch geklappt.
00:04:43: Ich glaube, es hat drei Monate gedauert.
00:04:45: Das war für mich natürlich aufregend in die große Stadt kommend aus Erlangen dann des Nächten nach Nürnberg zu fahren oder den frühen Morgenstunden unter verschiedener Einblicke zu gewinnen.
00:04:58: und wenn man so will glaub ich therapeutisch gesehen kann man sagen dass das auch ein bisschen meine Schüchternheit bekämpft hatte.
00:05:05: also ich kann ja mal kurz schildern was ich da machen musste.
00:05:08: Also man ist zum Beispiel zur ersten Schicht, durfte ich mit Papas Auto nach Nürnberg fahren.
00:05:12: Hab dann erstmal Zeitungen bei der Tankstelle abgeholt die die Nachrichtenredaktion dringend durchforztet hatte.
00:05:18: Damals haben alle Nachrichten-Redakteurinnen auch noch geraucht weil sie so unter Druck stehen und diese Lebendigkeit im Radio da eigentlich viel geholfen.
00:05:28: Und dann wurde man für die Nachrichten auch zu irgendwelchen Lokalterminen geschickt sollte O-Töne einholen und saß dann irgendwie aufgeregt mit Stift und Zettel auf irgendeinem Brunnenrand, hat dann
00:05:40: angerufen
00:05:41: damit der O- Ton rechtzeitig ist noch in den Nachrichten schafft.
00:05:45: Und gleichzeitig durfte ich auch das Service-Telefon bedienen, wo so Blitzermeldungen reinkamen.
00:05:51: Ich kannte natürlich keine Straße in Nürnberg, musste immer nachfragen oder auch vermissten Meldungen von Tieren, irgendwelche Hunderrassen die ich noch nie in meinem Leben gehört hatte und dieses Nachfragen hat glaube ich mir persönlich sehr weitergebracht und diese lebendige Umgebung das Fragen stellen und sich trauen, noch dumme Fragen zu stellen.
00:06:13: Das ist mein größtes Gut, was mich bis heute durchs Leben
00:06:15: trägt.".
00:06:16: D.h.,
00:06:17: dein Praktikum im Funkhaus Nürnberg hat dich dann auch darin bestärkt weiter diesen Weg zu gehen in Richtung Radio?
00:06:24: Ja richtig!
00:06:25: Also ich wollte unbedingt Medienwissenschaft studieren weil der Radio-Gedanke war wirklich in meinem Kopf viele die Medienwissenschaft studieren wollen eher zum Theater oder sind Filmfreaks.
00:06:36: Meins war immer das Radio Und dann habe ich mich in Erlangen für das Geisteswissenschaftliche Studium der Medienwissenschaft französischen Literatur und Psychologie gewidmet.
00:06:48: Und hab während des Studiums, dass sehr theoretisch ist auch sofort dem Uniradio verschrieben.
00:06:55: Ich habe auch gelesen, ich glaube du hast ja nicht nur Theater und Medienwissenschaft studiert sondern gallo-romanische Philologie.
00:07:00: Und Psychiologiewert glaube ich auch noch mit dabei.
00:07:03: Genau das klingt fancy ne?
00:07:05: Ja voll!
00:07:06: Also ich war so Gallo-Romanische Philologie.
00:07:08: was ist das?
00:07:11: Ja ich glaube es ist einfach Romanistik.
00:07:13: also eben Magisterstudie musste man sich damals für ein Hauptfach und zwei Nebenfächer entscheiden.
00:07:18: So alt bin Und damals war das Studium auch viel freier.
00:07:23: Also man musste sich seine eigenen Informationen holen, es waren nicht so schulisch und mein Nachname ist zwar französisch aber der ist hugenottisch.
00:07:31: also ich musste leider Französisch wie jeder lernen.
00:07:33: Ich bin nicht zweisprachig aufgewachsen Und es hatte mir in der Schule aber immer schon Spaß bereitet und dachte ich, das kann ich doch.
00:07:41: Dann mache ich französische Literatur.
00:07:43: Das Grundstudium ist wie fürs Lehramt und dann im Hauptstudium unterscheidet sich was erstaunlich war dass die meisten Seminare auf Deutsch gehalten wurden sondern nur die Texte die man lesen sollte und musste, die waren auch französisch.
00:07:59: Das heißt wir haben ja am Anfang gehört dass du in der Buchbranche arbeitest?
00:08:04: Hast Du schon als Kind dann gerne gelesen?
00:08:07: Genau ich habe sehr gerne geliesen muss aber gestehen in die Buchbranche bin ich eigentlich per Zufall gerutscht würde sagen Ich war nicht die Leseratte wenn man diesen altmodischen Begriff verwenden will vor dem Herrn sondern Ja das war wirklich einfach Zufallen.
00:08:21: Der Kultur allgemein war ich immer sehr zugewandt
00:08:24: Und Französisch hat dir das dann auch gefallen, also die französische Literatur?
00:08:31: Ja, lernte ich da wirklich gut kennen.
00:08:34: Also ich hab dann ... Abbie war auch mit Fokus Französischen.
00:08:38: Da hat man so Farben von Jean-Déla Fontaine oder so gelesen.
00:08:42: im Studium wurde man mit Molière, Rousseau, Diderot konfrontiert, also mit ein bisschen philosophischen und psychologischen Ansatz.
00:08:51: Ich bin großer Ionesco-Fan, Samuel Beckett.
00:08:55: Das hat schon den Geist sehr erweitert und man hatte die Freiheit damals wirklich die Seminare zu besuchen, die einen interessiert hatten.
00:09:02: Und ich glaube das hat primär mein Menschenbild und ja den Intellekt ein bisschen weiter geformt, dass man sich da in Texte reinfremeln musste, die man zuerst vielleicht gar nicht verstanden hat.
00:09:16: Du hast ja an der FVU Erlang Nürnberg studiert, d.h.
00:09:20: Uni... Wahrscheinlich relativ theoretisch nehme ich mal an.
00:09:24: Hast du dann nebenbei so ein bisschen Praxis auch sammeln können?
00:09:28: Wie gesagt, also ich habe mir im Studium immer die Seminare gerade in der Medienwissenschaft ausgesucht, die sehr praxisnah waren.
00:09:35: wie funktionieren Nachrichten?
00:09:36: was sind Nachrichtenfaktoren?
00:09:38: war eine Radiosendung Die Geschichte der ID.
00:09:42: meine Magisterarbeit ging über CallTV.
00:09:45: Maxi kann er mal erinnern, also Telefon-basierte Mehrwertdienste.
00:09:49: es gab Fernsehsender wie Neun Live die Nebenwerbeeinnahmen neu entdeckt haben das interaktive Formate via Telefon auch nochmal eine interessante Zusatzeinnahmequelle sind und auch die parasozialen Interaktionen mit den Zuschauerinnen stärken.
00:10:06: Das heißt die Seminare habe ich mir schon irgendwie auch immer mit Praxisblick gesucht.
00:10:10: Aber um auch Theaterwissenschaft
00:10:13: etc.,
00:10:13: ein bisschen noch einen modernen Anstrich zu geben, habe ich hier und da Improteate gespielt.
00:10:19: Und eben mich sehr aber im Uniradio engagiert.
00:10:22: Das Uniradiolizis damals Uni Max.
00:10:25: Und Uni Max durfte auf damals AFK-Max, jetzt Max Neo ausstrahlen.
00:10:30: Es war eine Sendung von einer Stunde, die dann aber ausgeweitet wurde, auf vier Stunden.
00:10:34: Sendezeit bei AFK Max – das Tonstudio war aber in der Uni!
00:10:40: Ja, das ist heute noch ähnlich.
00:10:41: Mittlerweile heißt Unimax Funk Lust und hat auch noch zweimal zwei Stunden.
00:10:47: Hat sich anscheinend bewährt!
00:10:50: Jetzt bist du hier im Freundebuch zu Gast.
00:10:51: Das heißt, du bist eine ehemalige von AFK Max wie du es noch kennst und jetzt Max Neo.
00:10:57: Bist du dann durch das Uniradio auf Max Neo gestoßen?
00:11:01: Ja richtig... Eine prägende Nacht eben bei AFK max war die Unimax Nachtschlacht, da hatten wir mal Sendezeit bekommen.
00:11:10: Vierundzwanzig Stunden oder ich weiß nicht mehr, ob es wirklich so lang war, aber wirklich durchzusenden.
00:11:15: alle Studierenden die beim Uniradio gearbeitet haben, waren zugegen in den AFK-Max Räumen, haben sich die Nacht eben mit Live-Sendungen um die Ohren geschlagen, Pizza gegessen und gelacht und das war so lebendig!
00:11:29: Und dann habe ich mich während eines Semesterferien Praktikums dann auch für AFK Max entschieden um da ein bisschen ... ja, noch mehr Praxis zu gewinnen.
00:11:40: Also das Gute bei Uni-Radio war ja in einem medienwissenschaftlichen Studium.
00:11:44: man hat viel interessante Persönlichkeiten auch zum Beispiel vom BR und Studio Franken und Dozenten kennengelernt Man hat Sprechtraining bekommen andere Fertigkeiten Und die Spielwiese, die man bei AFK Max aber natürlich auch mit dieser Live-Erfahrung hatte.
00:12:02: Die konnte ich beim Uniradio nicht ausleben.
00:12:04: und das war noch mein großes Learning live den Nachrichten einzusprechen, Live-Sendungen zu moderieren bei AFk Max oder Max Neo.
00:12:11: Das heißt, dass hat dich dann auch nochmal ein Stückchen weitergebracht.
00:12:15: Ja, an meinem ersten Tag bei AFK Max musste ich zu Gräuter Fürth.
00:12:20: Auch Fürth kannte ich überhaupt nicht hatte von Fußball keine Ahnung.
00:12:24: also diese Qualität immer ins Wasser tagtäglich geschmissen zu werden und sagen das ist jetzt ein Thema da kümmert sie dich drum und tauchst mit Haut und Haaren für eine kurze Zeit rein versucht es wesentlichste rauszuziehen dass die Hörer ihnen vielleicht ja auch nicht wissen.
00:12:41: und da die Essenz wieder näher zu bringen, war nicht nur eine Schule fürs Leben sondern natürlich auch fürs moderieren und redaktionelle arbeiten.
00:12:50: Und weil du mich ja vorhin nach Vorbildern gefragt hattest also da zählen auch Kolleginnen von damals auf dem Uniradio dazu man schaute immer sehr auf Menschen die mehr konnten, die Videoschnitt konnten Die vielversierte moderierten, die ganz cool auf der Ramp irgendwie den Titel ansagen konnten.
00:13:09: Also das hat mich schon sehr geprägt.
00:13:13: Da muss man noch mal erklären für alle, die vielleicht noch nicht so sehr im Radio drin sind.
00:13:16: Das Ramp-Talk heißt praktisch der wenn man auf den Anfang von einem Song redet, der noch instrumental ist also bevor der Gesang drin ist und idealerweise kelt man sozusagen nicht die Ramp indem er dann spricht während schon der Gesangen einsetzt.
00:13:31: Ja das war der große Sport und das große Können.
00:13:34: Ich habe gesehen dass du während deinem Studium auch einen Auslandssemester glaube ich in Frankreich gemacht hast.
00:13:40: Genau, das gehörte zum guten Ton des Erasmusprogrammen durchzuführen.
00:13:45: Ich wollte eigentlich in den Süden nach Frankreich, nach Exemplement – es hat nicht geklappt!
00:13:48: Dann wollte ich nach Cannes und es wurde aber schließlich Korn in der Normandie wo die Alliierten gelandet waren.
00:13:53: Also... Die deutsche Vergangenheit mit ihrer schlechten Seite war da sehr zugegen, aber es war trotzdem eine tolle Zeit.
00:14:00: Und auch das würde ich nach wie vor sehr empfehlen weil's in Sachen Selbstständigkeit wahnsinnig weiter hilft.
00:14:07: D.h.,
00:14:07: du warst, da hast Du dann auch Vorlesungen dort rausgesucht?
00:14:10: Hast Du Vorlesung besucht und hast vielleicht auch ein bisschen die Gegend erkunden können?
00:14:15: Ja richtig!
00:14:16: Da konnte ich mehr in Sachen Filmwissenschafts studieren und habe da Seminare besucht.
00:14:21: Das waren dann die große Kunst erst mal englische Regisseurnamen zu identifizieren weil die Franzosen sprechen das ja immer ganz sonderlich aus.
00:14:29: Und dann ist man aber natürlich auch immer nach Paris oder Saint-Malo, Montse Michel gefahren Also das Grenz auch an die Britanie, das ist wirklich sehr schön da Und man lernte, dass das Wetter innerhalb von Sekunden umschlagen kann.
00:14:39: Also ein Regenschirm sollte man immer dabei haben im Norden Frankreichs.
00:14:43: Jetzt haben wir gehört du hast viel Radio-Erfahrung gesammelt?
00:14:46: Du hast studiert.
00:14:47: wie ist es nach dem Studium dann für dich weitergegangen?
00:14:50: Da habe ich erst mal noch kurz bei Siemens ein paar Wochen mich als Werkstudentin versucht und aber gleichzeitig mich nach einem Job um geguckt.
00:14:58: und es gab immer die Frage was willst du denn werden?
00:15:02: orientiere dich doch dran wo du die Zeit vergisst.
00:15:05: Also wo ist es egal, dass du mehr Stunden auf die eigentliche Aufgabe verwendest?
00:15:09: Weil's dir dermaßen Spaß macht.
00:15:11: Und da war meine Antwort immer im Tonstudio.
00:15:14: Im Tonstudium vom Uni-Radio bei AFK Max hab ich Stunden zugebracht und das war mir egal weil diese Magie ist da immer spürbar.
00:15:23: Und so habe ich mich erst mal eben beim Hörbuch verlagen oder bei Tonstudios beworben.
00:15:28: damals gabs auch einen großen Hörbuch Trend.
00:15:31: Ich war auch immer ein großer Hörbochfan.
00:15:33: so höre ich immer noch gerne.
00:15:34: Ich höre den ganzen Tag Hörspiele, die Straßenfeger, Krimis der Sechziger, Fünftiger wie Paul Temple oder Dicky Dick Decken.
00:15:41: Das ist die drei Fragezeichen.
00:15:43: Egal was!
00:15:45: Und dann wurde es aber schließlich der Diogenesverlag in Zürich, der ein Volontariat ausgeschrieben hatte und die hatten just auch Höherbücher in ihr Programm aufgenommen und dachte ich, das ist doch ganz ein gutes Zeichen und habe mich sozusagen nicht im Journalismus sondern an einer anderen Seite seitdem verschrieben nämlich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.
00:16:04: Und die redaktionelle Arbeit, würde ich übersagen hilft mir nach wie vor genau zu wissen was man gegenüber braucht.
00:16:11: Wie es ist wenn eine Deadline im Nacken sitzt etc..
00:16:14: Wie war's denn für dich?
00:16:15: Weil du hast ja, glaub ich, erwähnt, dass du aus Erlangen kommst.
00:16:18: Wie war es dann für dich von Erlängen in die Schweiz zu ziehen?
00:16:22: Ich nehm mal an, du bist wahrscheinlich nach Zürich dann gezogen oder...
00:16:24: Genau!
00:16:25: Ich bin erst einmal ein ganz kleines, möbliertes Zimmer gezogen weil das war eigentlich auf einen Jahr angelegt.
00:16:30: Das ist schlussendlich.
00:16:31: siebzehn Jahre wurden hätte ich auch nicht gedacht.
00:16:33: sowohl habe ich mich gefühlt in Zürch und in der Schweiz um beim Diogenes Verlag bei mir die Arbeit wirklich wahnsinnig Spaß bringt und brachte.
00:16:44: Also ich habe gar nicht lange voraus geplant und natürlich war zürich erstmal etwas ganz anderes in Größe.
00:16:50: Ich kann mich auch gar nicht mehr daran erinnern, wie lang es gedauert hat sich ins Schweizerdeutsch einzuhören.
00:16:55: also sprechen kann ich's leider nicht weil jedem Deutschen der da ankommt gesagt wird versuchst erst gar nicht.
00:17:02: aber verstehen tu ichs natürlich und wenn man aus dem süddeutschen Raum kommt ist das deutlich einfacher als wenn man mal aus den Norden kommt.
00:17:09: Die Stadt ist wunderschön, mit Bergsicht und sie klein verwinkelten Gassen sehr pittoresk.
00:17:15: Also ich will jetzt eher lang nichts zu Leide tun aber Zürich gewinnt ja schon in Sachen Lebensqualität und ich würde Zürch nach wie vor auch als eine meiner Heimatstädte weil ich da eben so lange war bezeichnen.
00:17:27: War es für dich das schwer erstmal Fuß zu fassen?
00:17:31: Weil man baut sich dann kompletten neues Leben im Prinzip auf.
00:17:37: Hier ist und in Zürich.
00:17:39: Da kennt man dann wahrscheinlich noch gar keinen?
00:17:42: Ja, das stimmt.
00:17:42: aber der Verlag die die KollegInnen da mit denen ich auch heute noch größtenteils befreundet bin haben es mir sehr einfach gemacht.
00:17:50: also da haben gleichzeitig viele junge Menschen aus Deutschland weil Deutschland ist zu neunzig Prozent der Markt für den Schweizer Buchverlag angefangen Und so hatte man gleich irgendwie eine Truppe bei Samm mit denen man auch die Feierabenden und Wochen enden verbringen konnten.
00:18:08: Aber natürlich bin jetzt vor drei Jahren nach München gezogen, vergisst man das es immer eine erhebliche Zeit braucht bis man sich in der neuen Stadt zurechtfindet, bis man neue Kontakte gefunden hat.
00:18:18: aber wenn ich an Zürich zurückdenke sehe eigentlich alles nur in schönen Regenbogenfarben.
00:18:24: Wie war denn dein Volontariat?
00:18:26: Das ist so ein bisschen Learning by Doing.
00:18:28: also da wird man auch wie beim Radio ziemlich schnell ins Wasser geschmissen Man kriegt Buchtitel zugeteilt für die man eben eine Bühne herstellen muss.
00:18:39: Also so wie man im Journalismus auch Inhalte vermittelt, muss ich jetzt dafür sorgen und musste dass Lise Müller erfährt das es ein neues Buch von Martin Souter gibt.
00:18:51: Und wie macht man das?
00:18:53: Indem man natürlich so wie wir's gelernt haben sie objektiv mit möglich an die Medien herantritt.
00:19:00: Guck mal, ein neues Buch von Martin Souter.
00:19:02: Es geht darum und es wollte ich nicht drüber schreiben.
00:19:05: Wollte ja keine Interview mit dem Autor machen Und die Veranstaltungsabteilung ist da separat gewesen.
00:19:12: Aber natürlich war dann eine enge Zusammenarbeit da.
00:19:15: Das heißt man hat für Öffentlichkeit und Sichtbarkeit gesorgt Und so hat man sich von Titel zu Titeln neue Erfahrungen gesammelt.
00:19:23: Das wichtige in meinem Job ist auch das Netzwerken Also dass man seinen Ansprechpartner auf der Medienseite kennt.
00:19:29: Ja, die Erfahrung hilft natürlich, dass es irgendwann leichter wird.
00:19:33: Dass man sich Strategien ausdenkt mit welchem Medien, mit welchen Bühnen kommt man am schnellsten ans Ziel?
00:19:40: Und dann ist das Volontariat ja sicherlich irgendwann zu Ende gegangen und du hattest dann das Angebot übernommen zu werden?
00:19:48: Ja ich hatte das Glück ziemlich schnell in Fristet zu werden also aus dem Volontariat schon viel frühsheitiger raus genommen zu werden und habe dann tatsächlich eine Festanstaltung bekommen.
00:19:59: Ich bin nicht für heute noch dankbar für das Vertrauen, wurde dann irgendwann auch stellvertretende Leitung der Abteilung.
00:20:07: Sind da nochmal andere Aufgaben dazu gekommen als stellvertrete Leitung?
00:20:12: Ja man ist natürlich nochmal selber ein bisschen wie als Pressesprecherin ins Blickfeld einen Rang nach vorne geraten Und man hat sich auch mehr um die jungen KollegInnen gekümmert, dass man die mehr anleitet.
00:20:26: Durch die lange Zeit wurde natürlich immer eine feste Ansprechpartnerin für Autorinnen und Geschäftspartnerinnen in den Haus.
00:20:33: Das heißt, die Aufgaben wuchsen.
00:20:35: Es ging dann auch irgendwann um Prozessoptimierung im Verlag, Change Management – also da kommen dann immer technische Website-Erneuerungen Themen auf ein Zu.
00:20:47: Das heißt, es sind dann nicht nur so die Bücher.
00:20:50: Sondern das sind da noch mal ein paar mehr Aspekte auch mit drinnen?
00:20:54: Ja
00:20:54: man sucht sich natürlich neue Herausforderungen und wenn man neugierig bleibt, kommen die Themen irgendwie zu rein.
00:21:02: Es ist dann auch so, wenn man davor ganz normal in der Presbteilung gearbeitet hat und dann die stellvertretende Leitung innehat, dass man zugleich auch öfter vielleicht mal interviewt wird von Medien, also oder sind es dann trotzdem weiterhin eher die Autorinnern?
00:21:19: Also meine Devise ist eigentlich dass man die Autorennen- oder Verlegerinnen sprechen lässt.
00:21:25: Hängt von der Bandbreite an Themen ran aber natürlich gibt man primär Branchenmedien hier und da mehr Statements.
00:21:32: wie lief das genau?
00:21:33: Wie habt ihr diesen Erfolg geschafft?
00:21:35: Da kommen schon immer mehr Fragen auf einen zu.
00:21:37: mein Job ist es eigentlich andere in den Mittelpunkt zu stellen und nicht mich selbst.
00:21:42: Also du bist quasi so die Hinterdenkulissen, die dafür sorgt dass der Auftritt
00:21:47: gut ist.
00:21:47: Genau ich bin die Vermittlerin.
00:21:50: es braucht auch ein gewisses Markenverständnis Verständnis von Brandmanagement.
00:21:54: also Autor-AutorInnen sind natürlich auch Künstlerinnen und die Eigenvermarktung wird natürlich in Sachen Social Media immer wichtiger.
00:22:02: Auch wenn man sich selber vielleicht nicht mit diesem Begriff mit dem Labelbrand irgendwie anfreunden kann gehört das doch dazu ein Bild von sich zu haben und so wissen, wie möchte ich den Wirken in der Öffentlichkeit?
00:22:14: Und dann geht es vom großen Bild was man zusammen mit dem AutorInnen, der vielleicht gerade einen Debüt geschrieben hat entwickelt.
00:22:22: Aber auch wie wirke ich braucht es da Medientraining.
00:22:27: ist man für die Bühne gemacht oder will man das gar nicht?
00:22:30: also da akzeptiert man natürlich sehr was der Künstler die Künstlerin dann auch wünscht.
00:22:35: Das heißt, ihr seid dann auch so ein bisschen Coaches gleichzeitig?
00:22:39: Ja wir haben das große Glück dass die meisten schon gutes Verständnis von sich haben.
00:22:44: Aber wenn jemand um die Welt gesegelt ist und noch nie im Buch geschrieben hat und noch nicht auf einer Bühne aufgetreten oder einen Vortrag gehalten hat oder in der Talkshow weiß wie er seine Abenteuer in drei Minuten gut vorbringt sind Tipps sicher hilfreich von Leuten die das schon öfter mitgemacht und mit beobachtet haben.
00:23:05: War denn für dich so ein Highlight oder Highlights aus deiner Zeit beim Diogenesverlag?
00:23:10: Oh, das ist schwer zu sagen.
00:23:12: Also war irgendwie alles ein High light.
00:23:15: Ist also die vielen AutorInnen, die man treffen darf von Martin Souter, Ingrid Noll, Dona Leon, Bernard Schling, Ian McEwen... Es gibt einfach zahlreiche Autorinnen aber auch mit den klassischen Themen wie Friedrich Dürrenmatt.
00:23:31: vielen Menschen umgeben, die mit großer Leidenschaft Bücher machen.
00:23:36: Sowohl die AutorInnen als auch die KollegInnen in Zürich selber.
00:23:41: Da arbeiten eigentlich alle wirklich sehr gerne und brennend für ihren Beruf.
00:23:45: Und das ist zum Glück beim Pieperverlag genauso!
00:23:49: Es ist dann eigentlich schon fast Voraussetzung dass man selber auch gerne liest.
00:23:53: also würdest du sagen da so ein Job für jemanden der zb Wer jetzt nicht wirklich viel mit Büchern und Lesen anfangen kann, dann eher spierig ist?
00:24:01: Ja das würde ich nicht anraten.
00:24:03: Weil ich fest davon überzeugt habe dass man das machen muss wofür das Herz schlägt weil man dann auch irgendwie besser ist.
00:24:09: natürlich kann man hier dann den nine to five Job irgendwie trotzdem machen wenn man sein Handwerk beherrscht aber der Funkenleidenschaft macht wirklich den Unterschied im Erfolg.
00:24:17: davon bin ich fest überzeugt.
00:24:20: Natürlich lese ich sehr viel, ich komme gar nicht so viel zum Fremdlesen.
00:24:24: Also das ist dann dem Urlaub und den Weihnachtsferien vorbehalten dass man auch mal in andere Bücher von anderen Verlagen rein lesen kann weil es hilft eben wie schon gesagt hat wenn man einen Eindruck vom Buch hat Man kann es viel besser vermitteln verkaufen Wenn man den Stil kennt die Tonalität kennt bis in den Inhaltsplot kennt.
00:24:45: Das lässt sich mit einer größeren Begeisterung vermittelt als wenn man einfach nur den schnöden Inhaltext hinten auf dem Buch runterliest.
00:24:52: Musst du denn auch manchmal so Genres lesen, die du vielleicht so nicht lesen würdest?
00:24:58: Du dir vielleicht eher weniger gerne magst?
00:25:00: Von mögen würde ich nicht reden aber von denen man anfänglich gar keine Ahnung hatte.
00:25:04: also Ich durfte gerade Peter Wohlleben kennenlernen.
00:25:09: Den kennt vielleicht einige durch das Sehenleben der Tiere oder durch seine Bäumebücher Und der hat sich dem neuen Thema der Bakterien gewidmet und ich wusste in meinem Leben vorher nicht wirklich was über Bakterie.
00:25:22: Jetzt weiß ich, dass Bakteriene wirklich auch etwas Gutes für uns Menschen sind und habe sehr vieler Lifehacks für den Alltag und weiß das Bakterium zum Beispiel mich dazu motivieren, Sport zu
00:25:33: machen.".
00:25:35: Boah, das
00:25:36: sketcht mich jetzt auch.
00:25:37: Jetzt denke ich mir auch so aus!
00:25:39: Das sollte ich definitiv lesen!
00:25:41: Ja schön!
00:25:43: Schon geschafft!
00:25:44: Auf der Spiegelbeste in der Liste.
00:25:46: Jetzt hast du schon angerissen, dass du vor drei Jahren nach München gezogen bist und jetzt beim Pieperverlag arbeitest.
00:25:54: Wie schwer war es denn für dich den Diogenes Verlag zu verlassen?
00:25:58: Das war eine schwere Entscheidung weil eben alles toll war.
00:26:03: aber ich dachte ich muss mich beruflich noch mal weiterentwickeln raus aus der Comfort Zone.
00:26:09: Ich bin nicht ein komplett anderes Metier eingestiegen sondern bin in der Buchbranche treu geblieben.
00:26:15: Aber jetzt darf ich beim Peeper-Verlagen größeres Team leiten und das Team ist wirklich ganz toll.
00:26:21: Ich habe sehr viel Glück mit meiner Verlegerin, mit den Kolleginnen hier und auch mit meinen Kollegen direkt im Team.
00:26:28: Und die Herausforderung der habe ich mich gerne gewidmet und ich merke auch dass es einem persönlich auch nochmal weiterbringt.
00:26:35: Du hast ja vorhin schon erwähnt, dass es natürlich schwieriger ist wieder in einer neuen Stadt anzufangen.
00:26:41: Bist du mittlerweile in München gut angekommen?
00:26:44: Ja!
00:26:44: bin sehr gut angekommen.
00:26:46: Ich bin auch viel unterwegs, also ich habe das Glück oft Redaktionen zu besuchen oder Autorinnen auf Lesereise zu begleiten.
00:26:53: Das heißt zweimal im Monat bin ich mindestens im Zug, also meine Bahnkarte glüht aber das macht meinen Job eben wahnsinnig abwechslungsreich.
00:27:02: insofern hab' ich vielleicht länger gebraucht und in München ohne Google Maps mich zurechtzufinden als einer der jeden Tag hier zugegen ist.
00:27:11: Aber nein!
00:27:12: Ich vermisse immer noch den Zürichsee.
00:27:13: im Sommer zum Baden, aber es gibt ja die Isar und das Öfteren entdecke ich mich bei dem Gedanken.
00:27:20: Ach ist doch auch sehr schön hier!
00:27:23: Das freut mich.
00:27:24: du hast ja vorhin auch schon angerissen so dass du Giselle Pelicot begleiten durftest.
00:27:30: Das heißt du bist zwar Abteilungsleiterin aber du darfst trotzdem immer noch Lesen mitmachen, weil also ich stelle mir zum Beispiel vor als Abteilungsleiterin dass man da eher so viele Management Aufgaben dann hat.
00:27:43: Genau, hat man auch das ist ein bisschen die Herausforderung, dass man einerseits ein Team führt und das strategisch auf die Bahn setzt und sich die größeren Gedanken macht aber gleichzeitig operativ einzelne Titel betreut immer noch und stetig im Kontakt ist mit den AutorInnen.
00:28:03: und genau ich immer noch einzelne Bücher wirklich selbst betreue, wobei ich sehr dafür bin fürs eigenverantwortliche Arbeiten meiner Mitarbeiterinnen.
00:28:11: Und trotzdem schwebe ich so überall drüber und habe den Anspruch halbwegs Bescheid zu wissen was los ist.
00:28:19: Das heißt machst du dann eher die Begleitung bei größeren Autor-Innen?
00:28:24: Weil ich mein Giselle Pelikot ist ja mittlerweile weltweit bekannt
00:28:28: Genau.
00:28:28: aber da wechsle ich mich auch mit meinen Kolleginnen ab.
00:28:30: Ich bin bei prominenten Autoren sicher öfter dabei, aber das schafft man alles gar nicht allein.
00:28:37: Das ist wirklich Teamwork und dann ist es mir auch wichtig, dass die Kolleginnen mitkommen für die Bücher, für die sie auch gearbeitet haben und dann... Es ist immer Team-Effort und das wird auch dementsprechend
00:28:48: honoriert.".
00:28:50: Wie ist das denn so auf der Lesereise?
00:28:52: Schaut man dann, dass in der Buchhandlung alles passt oder vielleicht gelesen wird oder in den Hallen?
00:28:58: Oder wie läuft das dann ab?
00:29:01: Das Ideal ist, dass man Lesungen auch mit Medienterminen verbindet.
00:29:04: Sprich, man fährt mit dem Auto oder der Autorin irgendwo hin und macht am Nachmittag ein paar Interview-Termine und geht dann abends entweder in die Buchhandlung Literaturfestivals oder Inhalen von zwei tausend drei tausenden Menschen und es so'n bisschen ... Die Ansprechperson für den Autor, die Autorinnen... Man isst auch manchmal Bodyguard.
00:29:27: Wenn eben zu aufdringliche Journalisten da sein sollten, gibt's natürlich nicht.
00:29:32: oder wenn die Fans lange irgendwie kanalisiert werden muss aber primär auch mit den Veranstaltern vor Ort.
00:29:39: Man weiß natürlich wie hat es der Auto?
00:29:41: Lieber was trinkt ihr auf der Bühne?
00:29:43: Braucht er jetzt mal Zeit für sich?
00:29:44: Worauf muss er sich fokussieren?
00:29:47: Vor allem bei internationalen AutorInnen wo es vielleicht noch eine Sprachbarriere gibt ist das immer nend wichtig.
00:29:53: also so ein bisschen Qualitätskontrolle Babysitter will ich es nicht nennen, aber Vertrauenspersonen
00:29:59: ein.
00:30:00: Jetzt haben wir vorhin ja auch schon mal über die Buchmesse gesprochen also die Frankfurter Buchmesser und in Deutschland ist auch die Leipzige-Buchmesse sehr wichtig.
00:30:08: Bist du da dann auch immer vor Ort auf den Buch messen?
00:30:11: Ja, mein Team und ich treffen da einerseits unsere GeschäftspartnerInnen.
00:30:16: Sprich wir sitzen da auf kleinen Stühlen an so einem Messestand, treffen Journalisten innen, treffen Veranstalterinnen und stellen denen das nächste Programm vor sprich wenn wir im Oktober in Frankfurt da sind sagen wir denen schon mal welche Bücher im Frühjahr erscheinen und versuchen da schon erst die... Deals, Vereinbarungen, Einladung in Interviews einzutüten oder wenigstens Interesse zu akquirieren.
00:30:40: Und gleichzeitig sind ja AutorInnen vor Ort und die begleiten wir dann auch zu ihren Auftrittspülen, zu Lesungen.
00:30:46: eben wenn es Interviewanfragen gibt versucht man noch schnell hier ein Interview zu vermitteln und zu geben.
00:30:53: Auch hier ist es wahnsinnig facettenreich und das Schöne ist, aber vor allem wenn die Endkundinnen dann die Messe stürmen.
00:31:00: Weil dann kriegt man ganz große Ohren weil wir sitzen natürlich primär hier auf unseren Schreibtischen oder kriegen bei Events manchmal mit wie Bücher so ankommen Und da in einem Messerstand manchmal zu lauschen.
00:31:11: Ach!
00:31:13: Bonnie Garmes die erscheint beim Pieper Verlag Das habe ich doch gelesen.
00:31:16: eine Frage der Chemie hat mir wahnsinn nicht gut gefallen oder die Signierschlangen zu sehen.
00:31:21: also Man kriegt so ein direktendes Feedback von den Leser-Innen und das ist wirklich sehr schön.
00:31:27: Und motivierend!
00:31:29: Das hört sich sehr toll an, also ich lese ja auch gerne Bücher falls es noch nicht rausgekommen ist.
00:31:34: Deswegen ist das auf jeden Fall sehr spannend zu hören wie das so hinter den Kulissen ist weil ich ja auf der anderen Seite bin.
00:31:41: Ich kann nur alle Motivieren zu lesen.
00:31:43: bitte lehst mehr.
00:31:44: Es ist gut als Eskapismus, es ist gut fürs Hirn, es schult die Fokussierung.
00:31:50: Ohne Bücher wüsste ich mittlerweile auch nicht mehr, was dich machen sollte.
00:31:55: Vermisst du das Radio manchmal?
00:31:56: Weil du ja auch am Anfang gesagt hast, dass du ja eine große Radiolibe hattest und immer noch hast?
00:32:02: Also ich vermisse es nicht hinter dem Mikrofon zu sein.
00:32:05: Wie gesagt im Paar Parallelen sehe ich eben durch die Inhaltsvermittlungen beim Radiomanz entweder in den Nachrichten oder eben Live-Magazinsendungen wo man ja auch Beiträge, Inhalt Musik vermittelt.
00:32:19: Aber wenn ich jetzt AutorInnen manchmal in ein Hörfungsstudio begleitet, dann würde ich schon gerne nochmal fünf Minuten eigentlich länger stehen bleiben und schauen mir neugierig aufs Mischpult.
00:32:28: Weil diese besondere Magie die schlägt bei mir immer noch ein!
00:32:31: Das heißt du bist dann eher so die Person, die dann im Auto sitzt und da vielleicht Radio hört oder am Frühstückstisch vielleicht?
00:32:40: Genau, also ich bin viel mit Rundfunkjournalistinnen im Kontakt und versuch da eben Beiträge oder Interviews zu vermitteln.
00:32:48: Aber als Privatmensch höre ich wahnsinnig viel Podcast so wie Deinen.
00:32:53: oder ja beim Aufwachen beim Nachhause kommen.
00:32:56: Ich muss... Wie die alte Regel ist immer sofort beim Aufwachendes Radio anstellen.
00:33:01: Ist die Welt noch so wie sie gestern Abend war?
00:33:03: Oder was ist passiert?
00:33:05: Das ist schön zu hören und da können wir auch direkt nochmal zu unserer Rubrik kommen.
00:33:09: Wir haben die Rubrik Drei-Tipps für Medieneinsteigerinnern, also welche drei Tipps würdest du angehen den Medienmacherinnen mitgeben?
00:33:17: Ich glaube ich würde mich so frühzeitig versuchen wie nur möglich auszuprobieren sei es in Form von Praktika oder einfach mal fragen darf ihr einen Tag vorbei kommen, um zu schnuppern.
00:33:29: Weil manchmal ist es ja schon eine Stimmung oder wie die Leute so agieren, die einem ein Bild vermitteln also einerseits neugierig sein und sich auszuprobieren andererseits immer andere Menschen einfach fragen was habt ihr gemacht?
00:33:43: Wie habt ihr's gemacht?
00:33:45: So kommt man nämlich auf verschiedene Facetten den man vorher vielleicht gar nicht auf dem Schirm hatte Und das dritte ist vielleicht schon seinem Ruf folgen Aber sich auch nicht versperren, wenn sie andere Wege auftun.
00:33:59: Man kann auch woanders dann glücklich sein.
00:34:02: und die Kernkompetenzen für mich ist es wirklich ein Handwerk, die man in verschiedenen medialen Berufen lernt nämlich eigentlich grob gesagt die Kompetenz der Kommunikation, die ist wirklich auf vielen Feldern anwendbar und ein hohes Gut!
00:34:17: Und wir wollen die Podcast-Folge auch so beenden wie wir sie begonnen haben mit dem Freundebuch eintragen und zwar Was Ist denn Für Dich Der Beste Song?
00:34:25: Elton John Josson.
00:34:27: Oh,
00:34:28: das ist schön!
00:34:30: Ja kurz und simpel und ich muss oft mit den Tränen kämpfen obwohl ich ihn schon so oft gehört habe.
00:34:36: Ja der Song ist wirklich ein Traum.
00:34:38: dein Motto?
00:34:40: Erst denken dann reden.
00:34:41: Das ist witzig weil Ich hab auch eine Podcast Aufnahme jetzt gerade gemacht Und es war genau dasselbe Motto
00:34:48: Ehrlich?
00:34:49: Es klingt vielleicht nicht so sympathisch Muss sich gestehen Und wahrscheinlich haben wir das hier auch nicht im Podcast befolgt, aber sich manchmal einen Schritt zurückzunehmen gerade in unserer aufgeregten Gesellschaft und auch mal zuzugeben.
00:35:02: Dazu habe ich vielleicht mir noch keine Meinung bilden können dazu kenne ich mich nicht gut genug aus ist in ja vielleicht in Zeiten von Social Media ein guter Tipp.
00:35:13: und sonst würde ich einfach sagen Nicht so viel nachdenken
00:35:17: dein Wunsch für die Zukunft
00:35:19: dass ich noch das lange machen kann, was sich gerade mache.
00:35:22: Dass ich die Neugier weiter beibehalten darf den größten Gewinn aus persönlichen Beziehungen und Begegnungen ziehe und natürlich was wahrscheinlich alle sagen Gesundheit, Gesundheit für die Familie
00:35:34: etc.,
00:35:34: also dass man sich eine Unbeschwertheit und Leichtigkeit im Herzen bei behalten
00:35:39: kann.
00:35:40: Super!
00:35:40: Vielen Dank Kerstin, dass du unsere Gästin im Podcast-Freunde Bo warst.
00:35:46: Vielen Dank auch Mein Motto macht dem Nachhinkang übrigens überhaupt keinen Sinn mit.
00:35:50: Er senken, dann reden und dann sage ich nicht zu viel nachdenken aber ihr wisst schon was ich meine.
00:35:55: Irgendeine Mischung aus beidem.
00:35:57: Ja!
00:35:58: Ich hab so viel verstanden.
00:36:00: Vielen Dank auf die Elena nochmal für das schöne Gespräch und die Einladung.
00:36:04: Und ganz liebe Grüße nach Nürnberg.
00:36:10: In der nächsten Podcast-Folge habe ich Isabel Pogner zu Gast.
00:36:13: Sie arbeitet aktuell im Studio Franken des Bayerischen Rundfunks, Isabel hat in Eichstedt Journalistik studiert und währenddessen immer wieder Praktiker gemacht – unter anderem bei den Nürnberger Nachrichten.
00:36:28: Nach ihrem Master hat sie ein Volontariat bei der mittelbayerischen Zeitung in Regensburg absolviert.
00:36:33: Dabei ist sie auch zu Kriegsbeginn bis an die Grenze der Ukraine gereist.
00:36:37: Es war totales Chaos, also die Straßen waren alle verstopft.
00:36:40: Die Leute sind wirklich über die Grenzen gelaufen.
00:36:42: Da waren Leute dabei, die drei Tage und Nächte durchgelaufen Sind nichts gegessen hatten, kaum was getrunken hatten.
00:36:48: Also da kamen Menschen an.
00:36:50: Die waren medizinische Notfälle, es war auch die Sanitäterinnen mit denen wir da waren.
00:36:54: Die haben sofort angefangen zu arbeiten und haben nicht mehr
00:36:57: aufgehört.".
00:36:57: Nach ihrem Volontariat ist Isabel zurück nach Franken gekommen und hat bei Nordbayern.de gearbeitet bevor sie zum BR gewechselt ist.
00:37:06: In der nächsten Podcastfolge erklärt Isabel, was sie am Journalismus gerne mag und warum sie sich nicht vorstellen kann im PR-Bereich zu arbeiten.
00:37:14: Außerdem erzählt sie, was ihr an ihrem Volontariat gefallen hat – und was nicht!
00:37:18: Und wie jetzt Ihr Arbeitsalltag beim BR aussieht?
00:37:22: Wenn ihr die neue Podcastfolger unbedingt anhören wollt, dann abonniert doch gerne unseren Podcast damit ihr sie direkt nach dem Release hören könnt oder ihr folgt uns auf Instagram.
00:37:32: Wir heißen da Radio Max Neo.
00:37:34: Dann bekommt ihr auch direkt mit, wenn die nächste Folge da ist.
00:37:38: Wir würden uns auch sehr freuen, wenn ihr uns Feedback gebt und unseren Podcast bewertet!
00:37:42: Feedback könnt ihr uns gerne per Mail schicken an podcastatmaxneo.de oder ihr schreibt uns einfach eine Nachricht auf Instagram an Radio Max Neo – wir freuen uns über eure Nachrichten.
00:37:54: Ciao macht's
00:38:01: gut!
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