Eintrag #45: Isabel Pogner

Shownotes

Isabel Pogner hat ab 2015 Journalistik in Eichstätt studiert und währenddessen Arbeitserfahrungen bei verschiedenen Unternehmen gesammelt, unter anderem bei max neo, den Nürnberger Nachrichten und dem Fraunhofer Institut. Nachdem sie ihren Master gemacht hatte, begann sie ein Volontariat bei der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg. Anschließend kam sie nach Franken zurück - für einen Job bei nordbayern.de. Seit 2024 arbeitet sie nun im Studio Franken des Bayerischen Rundfunks. In der Podcastfolge erklärt Isabel, was sie am Journalismus mag und warum sie sich nicht vorstellen kann, im PR-Bereich zu arbeiten. Außerdem erzählt sie, was ihr an ihrem Volontariat gefallen hat und wie es dazu gekommen ist, dass sie zu Kriegsbeginn bis an die Grenze der Ukraine gereist ist.

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Hier könnt ihr mehr über Isabel erfahren: https://www.linkedin.com/in/isabel-pogner-473713236/ https://www.br.de/nachrichten/autoren/isabel-pogner,9888652d-18e0-477f-9d58-46324ff40834

Transkript anzeigen

00:00:00: Es war totales Chaos.

00:00:01: Die Straßen waren alle verstopft, die Leute sind wirklich über die Grenze gelaufen.

00:00:05: Da waren Leute dabei, die drei Tage und Nächte durchgelaufen, sie nicht gegessen hatten, was getrunken hatten.

00:00:10: Also da kamen Menschen an, die waren medizinische Notfälle.

00:00:14: Es war auch die Sanitäterinnen mit denen wir da waren, die haben sofort angefangen zu arbeiten.

00:00:29: Hallo, schön dass Sie auch wieder bei einer neuen Folge unseres Freunde-Boosts dabei seid.

00:00:33: Ich bin Lena Beck und zu Gast ist diesmal Isabelle Pogner.

00:00:37: Sie arbeitet aktuell im Studio Franken des Bayerischen Rundfunks.

00:00:41: Isabell hat in Eichstedt Journalistik studiert und währenddessen immer wieder Praktiker gemacht – unter anderem bei den Nürnberger Nachrichten und beim Fraunhofer Institut.

00:00:50: Nach ihrem Master hat sie ein Volontariat bei der Mittelbayerischen Zeitung in Regensburg absolviert.

00:00:56: Danach ist sie zurück nach Franken gekommen und hat bei Nordbayern.de angefangen, bevor sie zum BR gewechselt ist.

00:01:02: In der Podcastfolge erklärt Isabel was sie am Journalismus gerne mag und warum sie sich nicht vorstellen kann im PR-Bereich zu arbeiten.

00:01:10: Außerdem erzählt sie was ihr in ihrem Voluntariat gefallen hat – und wie es dazu gekommen ist dass Isabel zu Kriegsbeginn bis an die Grenze der Ukraine gereist ist!

00:01:22: Hallo Isabel, schön dass du in unserem Podcast Freundebuch zu Gast bist.

00:01:25: Ja hallo danke für die Einladung!

00:01:28: Sehr gerne.

00:01:28: wir wollen dich natürlich am Anfang ein bisschen kennenlernen.

00:01:31: deswegen machen wir einen kleinen Freundesbucheintrag.

00:01:34: dein Name?

00:01:35: Isabel Pogner.

00:01:36: Dein Alter?

00:01:37: Dreißig.

00:01:38: Wir sind gleich alt.

00:01:41: Dein Beruf

00:01:42: Ich bin Journalistin von Weirischen Rundfunk.

00:01:44: Dein Arbeitsplatz?

00:01:45: Der Weirische Rundfunken in Nürnberg.

00:01:47: Deinen Vorbild

00:01:49: Da hab ich ein bisschen darüber nachgedacht, weil ich gar nicht von Anfang an gesagt habe.

00:01:54: Ich will Journalistin werden und deswegen hatte ich nicht so die eine Person, wo ich gesagt hab, ich will so werden wie diese Person.

00:02:00: Sondern ich hatte eher ganz viele Menschen, die mich auf den Weg begleitet haben und diese Vorbilder für mich waren.

00:02:07: Aber wenn ich drüber nachdenke, wer mich beeindruckt?

00:02:09: Und wer mich vielleicht inspiriert, würde ich sagen Dunja Hayali.

00:02:11: Dein Traumberuf als Kind ...

00:02:14: Ich wollte immer Biologin werden!

00:02:15: Und ich hab das sehr studiert einen Semester lang... Ah ja.

00:02:19: Aber es wurde dann doch der Journalismus?

00:02:22: Wo hast du das denn studiert, hier in der Region?

00:02:24: Genau!

00:02:25: In Erlangen an der FU.

00:02:26: Es war aber sehr wissenschaftslastig und die Biologie hat mich schon interessiert, aber Chemie und Mathematik und was dazu noch so gehört.

00:02:33: er nicht so sondern irgendwie habe ich dann doch gemerkt Sprache und auch der Kontakt zum Menschen ist vielleicht doch eher meins.

00:02:40: Das heißt, dann hast du dir gedacht, Journalismus könnte eher so meins sein.

00:02:46: Ja, also ich hatte das nicht von Anfang an im Kopf.

00:02:49: Das war eher so eine Art Ausschlussverfahren dass sich irgendwie gemerkt hat Biologie funktioniert nicht so ganz.

00:02:54: und dann habe ich nachgedacht was liegt mir denn eigentlich?

00:02:56: Und in der Schule waren Sprachen immer mein Ding.

00:02:59: deswegen irgendwas wo ich Sprache verwenden kann fand ich cool.

00:03:02: Ich konnte mir nie einen Bürojob vorstellen wo ich nur drin bin und irgendwie Excel-Tabellen bearbeitet.

00:03:07: das heißt es musste irgendwas sein wo ich rauskomme wo ich mit Menschen zu tun hab.

00:03:11: Und dann hat mir eine Bekannte von euch erzählt, von AFK Max damals und meinte hey mach doch da mal ein Praktikum das könnte so in die Richtung gehen was dir gefällt.

00:03:19: Und ihr wart meine erste journalistische Station.

00:03:23: Und nach dem Praktikum hier dachte ich mir ja irgendwie passt es ganz gut und so ging's los!

00:03:27: Ja das heißt, ihr hattest bei AFK max jetzt Max Nioh so gut gefallen dass du gesagt hast oh das kann ich mir beruflich vorstellen?

00:03:34: Ja voll gerade des Radio ist ein Medium das mir supergut gefällt und fühle mich sehr wohl.

00:03:40: Ich habe übrigens gekramt, weil du hattest mir geschrieben dass du nicht keine Aufnahme von damals hast.

00:03:45: Aber tatsächlich ich hab was bei uns gefunden.

00:03:48: Magst

00:03:49: du es mal hören?

00:03:49: Ja

00:03:50: unbedingt!

00:03:51: Grundsätzlich unterstützt die EU-Kommission zwar den Mindestlohn Die Anwendung würde aber auf ein Verhältnismässig höhere Verwaltungshürden für den Transitverkehr bedeuten.

00:04:00: Somit wäre eine reibungslose wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den EU Staaten behindert.

00:04:05: Die EU Kommission hätte bessere Maßnahmen für den sozialen Schutz und der gleichzeitigen Wahrung des Freien War- und Verkehrs gesehen.

00:04:12: Jetzt haben die deutschen Behörden zwei Monate Zeit, um auf das Schreiben der Kommissionen und die Argumente zu antworten.

00:04:19: Lässt sich keine Einigung finden, könnte die Kommission Deutschland wegen Vertragsbruch verklagen!

00:04:27: Oh Gott, das ist ganz schlimm.

00:04:28: Das ist wirklich ganz...

00:04:30: Aber man kann dann ... Ich finde es schön zu sehen, wenn man so eine Veränderung durchgemacht hat

00:04:35: auch.

00:04:36: Total crazy!

00:04:38: Also das ging mir schon immer so, dass Vorlesen mir ultra schwer fällt.

00:04:43: Inzwischen geht's, weil ich's inzwischen gewohnt bin aber das ist wirklich das was mir am Schwersten gefallen ist und Hört man ja krass raus, wie ich mich durch diesen Text durchkämpfe.

00:04:54: Ja, krass!

00:04:55: Nee, es ist inzwischen besser geworden.

00:04:56: Es war bei euch auch so alles was mit Vorlesen zu tun hatte Ultra der Kampf, weil als ich das erste Mal hier stand genau an dem Mikro oder da wo du stehst und das erste mal live eine Sendung moderieren durfte.

00:05:06: Wo glaube ich alle nicht so sicher waren?

00:05:08: Krieg die das hin?

00:05:09: Weil das andere eben schon ein Kampf war... Und ich freisprechen durfte, da habe ich gemerkt okay Da klappt's, wenn ich nicht irgendwie mich durch diesen Text durchhängen muss.

00:05:18: Sondern einfach sprechen kann ... Ja, aber das ist alles Übungssache.

00:05:21: also inzwischen klappt es besser.

00:05:24: Ich war damals als du hier warst noch nicht hier, aber mein Kollege der Dietmar kannte dich als Praktikantin und er hat mir auch erzählt so vorab auch dieses okay kriegt sie es hin und dann hast du entscheidend richtig gezeigt wie es funktioniert, als du da moderiert hast.

00:05:40: Ja, es ist so wild.

00:05:43: Aber spannend!

00:05:44: Danke fürs Rausruhen.

00:05:45: Sehr

00:05:45: gerne.

00:05:46: Welche Aufgaben haben dir am meisten Spaß gemacht?

00:05:48: Das moderieren?

00:05:50: Ich würde sagen das war schon immer das Rauskommen.

00:05:53: Das ist eine der Sachen die ich so toll an dem Beruf finde dass du einfach raus kommst und die Geschichten der Leute erzählt bekommen kriegst Dass du an Orte kommst wo du normalerweise nicht hinkommst.

00:06:04: Das was mir am meisten Spass gemacht hat.

00:06:06: Ich weiß nach einer Kollegin von hier Und ich hatte den Festival-Guide Wo wir verschiedene Festivals in der Region vorgestellt haben, dass sind wir einsommerlang dann auf den Festivals rumgesprungen.

00:06:16: Haben Bands interviewt und sind dort mit den Festivalgästen in Kontakt gekommen.

00:06:20: Das ist eigentlich das was ich damals klasse fand.

00:06:23: Ja!

00:06:23: Das

00:06:23: hört sich auch richtig cool an zu verschiedenen Festivals zu besuchen und da als Arbeit zu machen.

00:06:30: Voll

00:06:31: mega dass es die Möglichkeit gibt in dem Beruf so etwas zu machen.

00:06:35: Ja, du hast ja gerade schon erzählt, dass sich das dann so in den Berufswunsch bestärkt hat.

00:06:40: Weiter zu verfolgenden Journalismus?

00:06:43: Wie ist es denn für dich weitergegangen nach Afkamax oder jetzt Max Neo?

00:06:48: Genau also bevor ich bei Afkmax war, war schon klar Ich möchte ein Journalistikstudium anfangen.

00:06:52: Deswegen bin auch hierher gekommen weil das das Pflichtpraktikum war, was man am Anfang machen musste.

00:06:57: Da war ich mir aber noch nicht so sicher ob das überhaupt mein Ding ist.

00:07:00: Aber das Praktikum hat mich dann bestärgt.

00:07:01: und dann habe ich in Eichstädt angefangen mit dem Bachelor Und der war super cool.

00:07:06: In Eichstedt im Bachelor lernt man ja komplett alles Handwerkszeug, das man im Journalismus braucht.

00:07:11: Man lernt Schreiben, man lernt Radio und Fernsehen, zu den theoretischen Überbau... Ich wusste ehrlicherweise nicht so viel über Journalismus bevor ich angefangen habe.

00:07:23: aber je mehr ich gelernt hab, desto mehr hab' ich gemerkt.

00:07:25: Ja, das finde ich wichtig, gut, das liegt mir.

00:07:30: Das möchte ich machen!

00:07:32: Ich glaube, in Eichstadt ist ja auch so dass es viel Theorie ist und dann glaub ich in den Semesterfern gibt's ja eine Praxiswerkstätte.

00:07:40: Hat dir das gefallen?

00:07:41: Weil Hochschule ist ein bisschen praktischer!

00:07:44: Also ich finde, gerade in Eichstedt der Journalistikbettler ist sehr praktisch.

00:07:50: Klar es gab auch Theorie die fand ich aber total wichtig zum Beispiel Medienrecht.

00:07:54: Es glaube ich das was mir heute am meisten hilft dass sich einfach ganz klar weiß hey wenn ich ein Foto mache wer darf drauf sein wer darf nicht drauf sein wen muss ich Fragen, ob ich ein Foto machen darf.

00:08:04: Solche Sachen, das stört mich die Theorie gar nicht weil ich kann es ja trotzdem heute praktisch anwenden.

00:08:09: und ansonsten war's total viel Praxis auch unterm Semester.

00:08:12: also wir hatten irgendwie Schreibwerkstätten und wir hatten Radiokurse.

00:08:15: Wir hatten auch immer Dutzierende aus der Praxis.

00:08:18: vom BR waren mal jemand da.

00:08:20: deswegen hat mir alles super gefallen und super Spaß gemacht sowohl Theorie als auch Praxis.

00:08:27: Als ich studiert habe, war ich auch in Eichstedt bei einem Infotag und hab mich auch informiert.

00:08:32: Ich glaub da gibt's einen Auslandssemester während dem Studium.

00:08:37: Wo ist es für dich im Auslands-Semester hingegangen?

00:08:40: Das fand ich krass weil du musst ein Auslands Semester machen.

00:08:45: Manche hatten mehr Lust drauf, manche hatten weniger Lust drauf.

00:08:47: Ich hatte total viel Lust drauf!

00:08:49: Am Ende fanden alle super das wir das gemacht haben Total wertvoll ist und ich war in der Schule schon mal weiter weg, da war ich in den USA.

00:08:58: Deswegen habe ich so überlegt Ich brauche jetzt diese Erfahrung nicht mehr in einer komplett neuen Kultur zu sein.

00:09:03: Wo würde ich denn gerne mal leben?

00:09:05: Und ich bin total der Bergfan und wollte eigentlich schon immer gern mal in den Alpen leben aber in den deutschen Alpen Wusste ich nicht so, ob mir das da gefällt.

00:09:14: Deswegen habe ich überlegt, dass ich mich für die Schweiz bewerbe und bin nach Fribourg gegangen.

00:09:19: Das ist ein kleiner Ort, der ein kurzes Stück vor den Alpen ist.

00:09:22: Ich hab tatsächlich von meinem WG-Zimmer aus den direkten Blick auf die Berge gehabt.

00:09:26: Vorher war noch eine kleine Kulisse.

00:09:28: Die Berge, wunderschön!

00:09:30: Da war ich.

00:09:31: Und Franzises sprach ich tatsächlich also... ...ich hab auch ne neue Sprache gelernt.

00:09:35: Ah, also du konntest vorher kein Französisch und hast das vor Ort dann so mitbekommen?

00:09:41: Ich habe im Studium Französische gelernt.

00:09:44: Also ich hab Französischen Kurse belegt.

00:09:45: Das hat jetzt nicht gereicht für tiefe Gespräche aber ich sag mal so... ...für die Alltagsunterhaltungen in meiner WG hat es völlig gereicht.

00:09:54: Und ja da hab' ich's vertieft!

00:09:55: Inzwischen habe ich glaube ich alles wieder vergessen.

00:09:59: Genau.

00:10:00: Spricht man dort auch zum Teil Deutsch?

00:10:02: Oder ist das mehrere Ansprachen in Fribourg?

00:10:06: Die halbe Stadt spricht Deutsch, die andere Hälfte spricht Französisch.

00:10:09: Ich bin bewusst in die Stadthälfte gezogen, wo man Französische spricht und hab mir vorgenommen, viel Franzises zu sprechen.

00:10:16: Sonst lernt man's ja nicht.

00:10:17: Viele Kurse an der Uni waren auf Deutsch.

00:10:20: Manche waren auf Französischen.

00:10:22: Wie hat sich das Studium dann in der Schweiz von dem in Eistadt unterschieden?

00:10:27: Ich glaube, es geht vielen so wie mir.

00:10:29: Dass man im Auslandssemester jetzt nicht den vollen Fokus aufs Studium hat?

00:10:34: So war's bei mir auch!

00:10:35: Also ich hatte ein paar Kurse die waren ganz cool.

00:10:37: also in Eichstedt hatte ich glaub ich immer dreißig ECTS da bist du gut ausgefüllt.

00:10:41: Ich glaube in Fribourg hatte ich nur einen Anführungsstrichen zwanzig also ein Drittel weniger und da habe ich dann auch eher die Spaßfächer gewählt als ich hatte.

00:10:47: irgendwie was hatte ich denn alles?

00:10:50: auf jeden Fall hatte ich einen relativ großen Kurs wo wir einfach Videos gedreht haben.

00:10:54: das war so Praktischer Videokurs, es war sehr viel Praxis.

00:10:57: Genau also das war ein bisschen entspannter.

00:10:59: ich wusste ich muss jetzt hier nichts leisten sondern es war eher so die Erfahrung und das neue sehen und vielleicht auch so bisschen die andere Arbeitsweise kennenlernen von den SchweizerInnen wobei so anders ist jetzt nicht zu unserer.

00:11:11: Und nach dem Studium also nach dem Bachelor hast du da dann praktische Erfahrungen auch mal in Redaktionen gesammelt.

00:11:20: oder wie war das?

00:11:21: Ja, das habe ich während des Bachelors schon gemacht.

00:11:24: Dass sich in verschiedenen Redaktionen gearbeitet hat manchmal als Praktikum, manchmal als Freie.

00:11:30: Wir hatten einen Kurs in der Uni Da hatten wir jemanden von BR da Und ein paar Leute die den Kurs gemacht haben Haben dann quasi einen Praktikum gewonnen.

00:11:39: In Anführungsstrichen Das heißt Ich war während meines Bachelor's schon beim BR.

00:11:43: Ich hab bei der Welt als freie gearbeitet Küchen, Radio und Eichstätt gearbeitet.

00:11:48: Wo ich auch kleine Beiträge gemacht habe.

00:11:51: Ich hab ein Praktikum im PR-Bereich gemacht, weil mir das wichtig war.

00:11:55: Weil das ja die beiden großen Seiten sind.

00:11:58: Es war auch im Studium so ... Die eine Hälfte wollte Richtung PR gehen, andere in Richtung Journalismus.

00:12:03: Wenn ich in den Journalismus gehen möchte, möchte ich aber die andere Seite mal gesehen haben.

00:12:06: Das heißt, ich war beim Frauenhoferinstitut in Erlangen oder der PR-Abteilung.

00:12:13: Hab mir das angeschaut.

00:12:15: Und nach dem Studium wusste ich erst nicht so ganz, was ich jetzt mache.

00:12:21: Da hat gerade Corona angefangen und dann war es aber relativ schnell klar, dass sich in anfangs Strichen einfach den Master hinten dran hängen Und das war auch total toll.

00:12:33: Also Master in Eichstätt hat mir sogar noch mal besser gefallen als der Bachelor, weil es dann nochmal praktischer wurde, nochmal intensiver.

00:12:39: Der Kurs war dann auch total klein und wir waren dann zwölf Leute...

00:12:42: Wow!

00:12:43: Nur zwölfe Leute im Studiengang?

00:12:44: Krass!

00:12:46: Jetzt hast du sehr viele Unternehmen genannt.

00:12:49: Fangen wir mal beim BR an.

00:12:50: Du hast gesagt, du hast da ein Praktikum gewonnen.

00:12:53: Durftest du dir deine Redaktion auch raussuchen wo du deinen Praktikum machst?

00:12:57: Ja, also gewonnen.

00:12:59: an Anführungsstrichen habe ich die Teilnahme am Stadtradio in Nürnberg.

00:13:03: Da war ich auch dabei?

00:13:04: Ja cool!

00:13:05: Nicht im selben Jahr waren wir glaube nicht.

00:13:07: Okay wie kommst du dazu?

00:13:09: Ich höre über das Volontariat bei Max Neo, weil der Stadtradiot muss man vielleicht erklären ist ja vom BR eine Aktion wo hauptsächlich die volontär innen und halt ein paar zusätzliche Praktis quasi einen Radio komplett neu aufziehen

00:13:24: Und

00:13:25: diese Stadtradio wird über unsere Frequenz, also über Max Neumann gesendet.

00:13:29: Deswegen durfte ich sozusagen als Volontärin auch mit dabei sein.

00:13:33: Ja voll cool!

00:13:34: Genau das sind ja auch NN-Volontären manchmal dabei.

00:13:37: Also das ist so ein kleiner Medientreffer von Leuten aus Franken die irgendwie starten in die Medienbranche... Bei

00:13:43: uns waren sogar zwei Schweizer dabei.

00:13:45: Echt krass?

00:13:45: Okay.

00:13:46: Cool.

00:13:48: Genau, da wurde ich gefragt ob ich mitmachen will war auch total cool.

00:13:53: Ähm, und dann ... hab ich gesagt, ich würd gern länger kommen.

00:13:57: Meinten sie ja klar.

00:13:58: Und da durfte ich mir eine Redaktion aussuchen.

00:14:00: Ich dachte früher immer, dass ich in den Wissenschaftsjournalismus gehen möchte.

00:14:05: Deswegen hab ich die Wissensredaktion ausgesucht.

00:14:07: Radio-Wissen war ich noch zwei Monate.

00:14:10: Ist es heute anders?

00:14:11: Du sagst, du dachtest früher um ein Wissenschafts-Journalismus.

00:14:15: Heute eher nicht mehr so.

00:14:17: Interessiert mich immer noch total, aber bin ich jetzt offensichtlich nicht.

00:14:21: Ich bin jetzt im Studio Nürnberg für Mittel- und Oberfranken zuständig, also Regionaljournalismus.

00:14:27: Da mache ich total gerne Wissensbeiträge.

00:14:29: Also alles rund ums Krankenhaus finde ich super oder auch was an den Unis-und Hochschulen passiert irgendwelche neuen Projekte find ich super cool!

00:14:36: Also ich mag das total so komplizierte wissenschaftliche Sachen erklärt zu kriegen und dass dann im besten Fall nochmal so zu übersetzen, dass es jeder versteht der gar keine Ahnung von der Materie hat.

00:14:48: Aber ich glaube, richtiger Wissenschaftsjournalismus.

00:14:51: Da gibt es ja eigene Medien für die das irgendwie aufarbeiten.

00:14:54: Da bist du dann wirklich intensiv am Studienwälzen und ganz, ganz tief in der Materie.

00:14:59: Das bin ich jetzt nicht!

00:15:01: Aber finde ich cool.

00:15:02: also könnte ich mir auch vorstellen grundsätzlich?

00:15:04: Bei Radio Wissen was waren da denn deine Aufgaben?

00:15:08: Das war total cool weil der Leiter... Also die haben so Featurebeiträge, die so zwanzig bis dreißig Minuten lang sind Und der Leiter hat mir damals gesagt, ich kann mal probieren einfach selber einen zu machen.

00:15:20: Zu einem Thema, das mich interessiert und das habe ich dann gemacht.

00:15:24: Ich hatte damals Axolotl als Haustiere.

00:15:26: Ich weiß nicht ob du ... Ob dir das was sagt?

00:15:28: Das sind diese Wassermäuche die immer lächeln.

00:15:31: Dann hab ich vorgeschlagen dass ich über die was mach weil das total faszinierende Tiere sind aus verschiedenen Gründen.

00:15:37: zum Beispiel haben die krasse Selbstteilungskräfte wenn den Bein verlieren wächst es einfach nach und die können sogar Teile von Organe nachbilden.

00:15:43: also Es gibt Axolotl, denen haben andere Tiere die Hälfte vom Kopf weggebissen.

00:15:51: Solange sie noch lebensfähig sind, bilden die das nach.

00:15:53: Die können Augen nachbilden und Teile des Herzens nachbildet.

00:15:56: Wahnsinnig faszinierend.

00:15:57: auch wieder für die Forschung!

00:16:00: Da hab ich einen Beitrag zugemacht.

00:16:02: Das war das erste richtig große, was ich gemacht habe und mich krass in den Thema reingewühlt hat.

00:16:08: Alle Quellen, die ich gefunden hab irgendwie durchforstet hab, wo es dann auch mal widersprüchliche Informationen gab, wo ich rausfinden musste, was stimmt jetzt?

00:16:15: Was stimmt nicht?

00:16:17: Da durfte ich vom BR aus nach ... Ich glaub, das waren Hanno-Verfahren, weil sie da eine Forschungseinrichtungen zur Axel Lotteln hatten.

00:16:25: Und mir vor Ort die Tiere anschauen und mit den Forscherinnen ins Gespräch kommen.

00:16:29: Das war hammer, Hammer cool.

00:16:32: Ja und der lief dann auch deinem Beitrag?

00:16:35: Genau, der ist auch noch ich glaube nicht in der Naja.

00:16:38: vielleicht ist er sogar in der die Mediathek zu finden.

00:16:40: auf jeden Fall ist er noch findbar wenn man Axolotl BR eingibt.

00:16:44: Wie cool.

00:16:44: also.

00:16:45: Ich finde es richtig schön dass du als Praktikantin dieses Vertrauen bekommen hast so einen großen Beitrag zumachen.

00:16:51: Total, ja.

00:16:52: Also das finde ich eigentlich an allen Praktikumsstellen wo ich war total toll.

00:16:57: wenn man irgendwie einen jungen Journalist in die Chance gibt zu sagen hey probier's aus machs kann sein dass es nicht klappt dann ist es eben so.

00:17:03: aber so lernt man ja am meisten und ich glaube wenn ich solche Chancen nicht gehabt hätte dann wäre ich da auch nicht weitergegangen.

00:17:09: also motiviert ja auch total.

00:17:11: Jetzt hast du auch noch vorhin glaub ich die Welt erwähnt.

00:17:15: Das geht ja dann wieder eine ganz andere Richtung als beim BR oder?

00:17:21: Ja, das war auch eher so nichts Tiefes.

00:17:25: Das war eher weil ich da wen Krante der da gearbeitet hat und irgendwie mit dem in Kontakt war und er meinte so hey wir suchen weh'n der Talkshowberichterstattung macht.

00:17:33: Das kannst du einfach von der Couch ausmachen.

00:17:36: Und dann habe ich das paar Mal gemacht dass ich mir irgendwie mal Britt Ilner und wie sie alle heißen angeschaut hab und währenddessen quasi eine Zusammenfassung geschrieben hab Super cool und spannend, weil das eine ganz andere Arbeitsweise war.

00:17:51: Also da ging es ja wirklich darum super schnell zu arbeiten also quasi wenn die Sendung vorbei ist gefühlt ne halbe Stunde danach sollte der Artikel fertig sein Und die hatten dann ein Konzept.

00:18:00: also so Baukasten mäßig wurden die artikel aufgebaut und Da habe ich gemerkt oder gelernt richtig schnell zu Arbeiten und das hat mir aber auch total Spaß gemacht.

00:18:11: und vieles was Ich heute mache ist auch sehr schnelles arbeiten.

00:18:15: Deswegen war die Erfahrung super.

00:18:17: Aber das war jetzt nichts ... keine intensive Station, würde ich mal sagen, sondern eher so ein netter Einblick in die Aktualität.

00:18:24: Interessant!

00:18:25: Also hab' ich auch noch nicht gehört, dass man dann quasi von der Couch aus arbeitet.

00:18:29: Na muss du also?

00:18:30: Ja klar.

00:18:31: Vor dem Fernseher direkt.

00:18:33: Spannend!

00:18:34: Jetzt hattest du auch noch das Frauenhofer-Institut erwähnt, dass du mal in Richtung PR gucken wolltest.

00:18:40: Wie war das Praktikum für dich?

00:18:41: Weil PR ja doch ein bisschen anders ist als Journalismus.

00:18:45: Das Praktikum beim Fraunhofer war super, super schön.

00:18:48: Vor allem weil die Leute total nett waren.

00:18:50: Also das waren eher ältere Kolleginnen würde ich sagen da war ich so der junge Hüpfer und die haben mich aber total warm aufgenommen und mir alles gezeigt und ihre Arbeitsweise gezeigt.

00:19:00: Aber die Arbeitsweise war schon sehr anders zu dem was ich gewohnt war vor allem weil alles was wir gemacht haben also es war interne und externe Kommunikation einfach über die Sachen die am frauenhofer passiert sind irgendwie Kohlenforschungen, die da entwickeln oder andere Sachen.

00:19:18: Und alles was wir gemacht haben musste aber nochmal von verschiedenen Stellen abgesignet werden.

00:19:22: Also die WissenschaftlerInnen haben noch mal drüber geschaut, die Abteilungsleiterin der Leiter des Instituts dort und dadurch haben sich die Beiträge schon teilweise sehr verändert oder es wurden Sachen auch gar nicht veröffentlicht.

00:19:35: Das kannte ich so vorher nicht!

00:19:37: Klar war ich Praktikantin, ich habe sicher auch nochmal mehr produziert wo man vielleicht sagen würde Veröffentlichen wird's nicht unbedingt.

00:19:44: Aber ich mag es schon eher, dass ich quasi die Hand drauf hab was veröffentlichen wir und was nicht.

00:19:51: Und nicht das.

00:19:52: meine GesprächspartnerInnen sagen nee das bitte rausstreichen Das gefällt mir nicht oder so.

00:19:58: also klar ist es wichtig darüber zu reden und klar ist Es wichtig eine gute Arbeit zu machen und irgendwie nichts Falsches zu berichten.

00:20:04: aber unabhängiger Journalismus habe Ich gemerkt ist mir wahnsinnig wichtig und ist etwas wertvolles.

00:20:09: und das habe ich da noch mal gemerkt Ja, ich eben lieber im Journalismus bin als dann doch in der PR.

00:20:15: Es ist logischerweise irgendwie stark in eine Richtung

00:20:17: geht.".

00:20:18: Das hört sich auch so ein bisschen an weil du ja davor auch erzählt hast bei der Welt das sehr schneller Journalismus war dass wenn du sagst beim Fraunhofer-Institut, dass da so viele noch drüber geguckt haben, dann klingt es für mich als wäre das dann sehr langsam gegangen bis es veröffentlicht wurde?

00:20:34: Ja total!

00:20:35: Ich meine die hatten jetzt auch keinen Zeitdruck oder so.

00:20:37: Aber da waren die Veröffentlichungszeiträume schon etwas länger.

00:20:41: Da gab es auch total coole Projekte, die dann veröffentlicht wurden.

00:20:44: Zum Beispiel hatte ich die Möglichkeit oder habe ich den Auftrag bekommen, die Entwicklung von Computern aufzuarbeiten und da durfte ich mir ein Format ausdenken.

00:20:52: Und ich hab mir überlegt, dass ich die Geschichte der Computer als Ada Loveless erzähl.

00:20:59: Das ist so die erste Informatikerin kann man sagen.

00:21:03: Da habe ich einen Podcast ... zugemacht, den sie auch eigentlich so dann genommen haben.

00:21:07: Den ich so vertonen durfte und das war supergeil!

00:21:10: Das war meine erste Podcast-Erfahrung eigentlich.

00:21:11: also da habe ich auch total viel gemacht was Spaß macht.

00:21:14: aber eben trotzdem gemerkt so der freie Journalismus, der unabhängige Journalismus ist mehr meiner Richtung.

00:21:20: Du hattest vorhin des Kirchenradio in Eichstadt erwähnt?

00:21:23: Ich glaube Radio Kains heißt es.

00:21:25: Was ist das für ein Sender?

00:21:27: Genau das ist das Kirchen radio die Beiträge veröffentlichen rund um die kirche.

00:21:33: Was jetzt aber nicht heißt, dass ich da krasse Kirchen-PR machen musste.

00:21:36: Sondern in Eichstedt ist ja total viel Kirchliches und ...

00:21:40: Mit dem Bistum?

00:21:41: Genau.

00:21:42: Und es waren irgendwie Beiträge dazu was der CEVJM für ein Wochenendprogramm macht.

00:21:49: oder dann waren mal Politikerinnen in der Stadt die wir interviewen konnten.

00:21:53: also eigentlich war's normale Radioarbeit im Rahmen dieses Kirchenradios.

00:21:59: Ich hätte das wahrscheinlich nichts Antikirchliches dort sagen können Aber es war relativ normale journalistische Arbeit, würde ich sagen.

00:22:06: Es ist dann auch so, dass es sehr viel soziales und gesellschaftliches ist, was indirekt mit der Kirche zu tun hat?

00:22:15: Ja, auf jeden Fall.

00:22:17: Also ich würde sagen eigentlich was vor allem Lokalradio also vor allem haben sie so ein bisschen widerspiegelt was passiert in unserem Eichstädt in unserer Kirchenstadt Eichstedt.

00:22:25: aber es waren schon viele soziale Themen ja wo man einfach gezeigt hat hey da gibt's ein Problem.

00:22:29: was für Lösungsansätze gibt?

00:22:30: vielleicht dafür

00:22:33: Hat dir dann auch Spaß gemacht, dort zu arbeiten?

00:22:36: War ja auch mal wieder was anderes.

00:22:38: Bei dem Gegensatz wahrscheinlich zu Fraunhofer oder Welt- oder WR

00:22:41: hat mir total Spaß gemacht weil Radio irgendwie voll mein Medium ist.

00:22:45: also ich mag das was radio kann dass man irgendwie über weiß nicht über die Akustik.

00:22:51: dich in eine Geschichte reinzuziehen liebe ich.

00:22:55: Als Kind hab ich total gern Hörspiele gehört.

00:22:57: Ich weiß nicht, wie's dir ging?

00:22:58: Ja,

00:22:59: fünf Freunde.

00:23:00: Bevor

00:23:00: Bibi und Tina ... Das hab ich viel mehr gemacht als Fernzuschauen.

00:23:04: Also, ich saß lieber da und hab in die Luft gestarrt und mir das angehört.

00:23:07: Weil dieses ... Mir wird was erzählt!

00:23:10: Und es entstehen eigene Bilder.

00:23:11: in meinem Kopf fand ich schon immer toll.

00:23:13: Und dass selber zu machen also... Ich bin an einem Ort.

00:23:17: Und ich weiß aber der Zuschauer oder der Zuhörer, die Zuhöhrerin sieht das ja nicht.

00:23:21: D.h.,

00:23:22: ich habe die Aufgabe, Details, die wichtig sind um die Geschichte zu verstehen.

00:23:27: Zu erzählen und zu transportieren.

00:23:28: Und ich wähl das aus!

00:23:29: Ich erzeuge die Bilder in einem Kopf der Zuhörerinnen Hat mir schon immer so Spaß gemacht.

00:23:34: Ich weiß noch, wir waren da mal bei einer Eiche die irgendwo in Eichstedt stand und da ging es darum dass diese Messensoren gekriegt hat um zu messen wie gestresst dieser Eiche im Sommer ist.

00:23:46: Das musste man natürlich alles beschreiben.

00:23:47: Wie sieht diese Eiche aus?

00:23:48: Wir sehen die Wissenschaftlerinnen aus!

00:23:50: Wie funktioniert das mit den Messensornen?

00:23:52: also eigentlich ein relativ profaner Termin.

00:23:55: Aber man kann da so viel schildern und erzählen.

00:23:57: Und dann knarzt das Holz, du hast den Wind rauschen.

00:24:01: Das find ich toller einfach alles.

00:24:02: Ich glaub, das hat mir am meisten Spaß gemacht.

00:24:04: Jetzt wär ich auch gern bei dieser Eiche mit die Eiche anzuschauen!

00:24:08: Es war eine richtig große Eiche.

00:24:10: So ein Baum, den man gerne umarmen würde wahrscheinlich.

00:24:13: Ach schön... Du hattest wohl noch den Master Event, dass dir sehr viel Spaß gemacht habt, dass ihr zwölf Leute wart?

00:24:21: Jetzt war es natürlich irgendwann mit dem Master fertig Und du hattest ja sehr viele Praxiserfahrungen gesammelt.

00:24:28: Hast du dann ein Resümee für dich gezogen, so wo will ich hin?

00:24:32: Mir fällt gerade an, ich habe das vorhin falsch gesagt Corona kam nach meinem Master nicht nach meinem Bachelor.

00:24:36: Nach meinem Master wusste ich erst mal immer noch nicht so ganz wo ich hin wollte weil ich mir eigentlich alles vorstellen konnte.

00:24:43: Ich hatte zwischendurch immer so also ich wusste es soll Journalismus sein Und dann hatte ich immer Phasen.

00:24:48: Ich hab erst gesagt, ich will in die Zeitung, weil mir Radio und Fernsehen zu vergänglich ist ... Das versendet sich ja so schnell, wenn man so schön sagt!

00:24:56: Dann habe ich aber festgestellt, Radio macht mir total Spaß.

00:24:59: Meine ersten Fernseherfahrungen waren auch total cool.

00:25:02: also du schneidest dir auch Videoschnitt macht total Spaß.

00:25:06: irgendwie.

00:25:06: Kameraführung das ist auch alles super cool.

00:25:08: Also eigentlich konnte ich mir alles ein bisschen vorstellen.

00:25:10: Ich habe dann auch zwischenzeitlich überlegt ob ich vielleicht noch einen Doktor mache hab dann aber drüber nachgedacht, wo liegen meine Stärken?

00:25:16: Wo liegen meine Schwächen.

00:25:17: Meine Stärkungen liegen schon eher in der Praxis.

00:25:19: Also mich jetzt noch mal hinsetzen und wieder irgendwie Literatur wälzen und so hätte ich wahrscheinlich hingekriegt, aber hätten mir keinen Spaß gemacht.

00:25:27: Und ja, dann habe ich beschlossen, dass ich noch einen Volumach.

00:25:30: Weil ... Ich wusste schon total viel, aber ich dachte mir irgendwie, wenn ich mich für ein Medium entscheide, dann möchte ich das einfach nur mal voll lernen zwei Jahre mitnehmen, wo ich in das Medium eingearbeitet werde.

00:25:42: Bevor ich da reinstate und ... Das war dann die Zeit, wo Corona kamen.

00:25:49: Es war schwierig mit Bewerbungen, weil manche gar keine Voluntäre ausgeschrieben haben.

00:25:55: Ich wurde dann in Regensburg genommen bei der mittelbayerischen Zeitung, was ich mega cool fand.

00:26:00: Da hab ich mich ultra gefreut, weil die mittelbayerische Zeitung damals total weit war, Digitale Sachen angehen.

00:26:08: Also die hatten einen super guten Online-Auftritt, hatten da coole Content Management Systeme, haben Podcasts gemacht und Videos gemacht.

00:26:16: Die hatten ein eigenes Podcast & Video Studio als Lokalzeitung!

00:26:21: Da hab ich dann auch im Vorstellungsgespräch so ein bisschen abgeklopft.

00:26:24: Eigentlich macht mir alles Spaß, nicht nur Zeitung sondern auch Radio-Fernsehen.

00:26:28: Könnte ich das bei euch auch machen und die meinten ja klar total cool mach gern tup dich bei uns aus!

00:26:32: Und so war es dann im Wolo auch dass ich wirklich vor allem Zeitungen gemacht habe aber auch einen eigenen Podcast.

00:26:37: dann hatte und Videos bearbeiten durfte und das war super.

00:26:43: Wir haben auch ein Heurbeispiel da von deinem Podcast, den du bei der mittelbayerischen Zeitung gemacht hast.

00:26:48: Ich glaube dir hieß Mittel bayerische Zeitreise?

00:26:50: Genau!

00:26:51: Da war die Idee dass wir also... Der Kollege mit dem ich das gemacht habe ist total geschichtsbegeistert und wir haben mal so bisschen gestritten weil ich immer gesagt hab ich mag keine Geschichtspodcasts, weil ich das so langweilig finde wenn mir die ganze Zeit nur irgendwelche Daten um die Ohren geschmissen werden.

00:27:05: und dann hat er gefragt was bräuchte denn ein Geschichtspodcast Dass du dir den anhörst.

00:27:09: Dann hab ich gesagt, ich find's cool einfach zu erfahren wie war die Lebensrealität von normalen Menschen vor ... ... dreihundertfünfzig Jahren?

00:27:16: Und dann hat er gesagt ja, cool!

00:27:17: Dann lass das doch einfach mal machen.

00:27:19: und wenn wir jetzt reinhören bin ich gespannt ob man da schon einen Unterschied hört.

00:27:22: zur ersten Hörprobe.

00:27:24: Ja, bin ich auch gespannt.

00:27:26: Hören wir einfach mal rein.

00:27:27: Johannes kannst du mir jetzt sagen Jetzt vor eintausend vierhundertdreißig jahren Jetzt hier wo die MZ steht?

00:27:33: Wie hattest du ausgesehen?

00:27:34: Kannst du mir das sagen?

00:27:36: Ich glaube nicht Noch nicht.

00:27:39: Genau, das ist total schwierig sich das vorzustellen und deswegen dachten wir uns wie gehen das jetzt einfach mal Jahrhundert für Jahrhundert durch?

00:27:47: Also wir möchten euch jetzt vom Jahre Null bis zum Jahre... Vom Jahre Eins Richtig!

00:27:51: Das Jahr Null gibt's nämlich gar nicht.

00:27:53: Wir möchten euch vom Jahre eins bis zum jahre zweitausend mitnehmen Und zwar wollen wir in jeder Podcastfolge einhundert Jahre Geschichte besprechen und zwar nicht zu welcher Jahreszahl hat welcher Krieg stattgefunden sondern wir wollen uns anschauen.

00:28:07: Wir haben die Menschen damals getickt.

00:28:08: Was waren das für Menschen?

00:28:09: Wie haben sie gelebt, wie haben sich von uns unterschieden?

00:28:12: oder wie haben Sie sich vielleicht auch nicht von uns unterscheiden?

00:28:14: Also ich finde man hat einen Unterschied.

00:28:16: Sehr

00:28:16: gut!

00:28:18: Ich weiß nicht, wie du es siehst.

00:28:19: Ja

00:28:19: total also... Ich glaube da hört man schon, dass ich mich getraut habe ins Mikro zu sprechen und dass es irgendwie natürlicher klingt und nicht mehr so krampfig wird als das andere.

00:28:29: Fun fact, ich glaube dass der Johannes mit dem du da zusammengearbeitet hast.

00:28:33: Ich glaub er hat auch in Ansbach studiert und ich glaub zwei Semester über mir oder so.

00:28:37: also dann merkt man schon wieder wie klein die Branche ist das man irgendwie immer wieder jemanden kennt.

00:28:44: Wir haben vorhin auch als wir uns nach kurz unterhalten haben vor dem Podcast auch festgestellt dass du Isabel ja auch mit ihm zusammen arbeitest die meinem Jahrgang war beim Studieren.

00:28:53: Also Die Welt ist klein

00:28:55: Ja, der Johannes.

00:28:56: Das ist mein Freund übrigens!

00:28:58: Ah,

00:28:58: witzig!

00:28:59: Wir haben uns im Journalistik-Masterstudiengang in Eichstedt kennengelernt.

00:29:04: Er war im Bachelorn Ansbach und im Master dann an Eichstädt – der einzige Mann unter uns zwölf Studierenden.

00:29:10: Und er hat sich auch Kreuzung quer beworben und wir sind zufällig beide nach Regensburg gekommen.

00:29:15: also das war gar nicht geplant dass wir da zusammen das Volum hatten.

00:29:18: Witzig.

00:29:19: Der sitzt bei der fränkischen Landeszeitung Und wir hatten aber inzwischen auch schon mal wieder ein Kooperationsprojekt.

00:29:25: Auch zufällig, also die Medienbranche in Mittelfranken ist ... Irgendwann kennt man sich so ein bisschen würde ich sagen ja?

00:29:31: Ja wie witzig!

00:29:33: Ich glaube, ich war mit Johannes zusammen im ... Ich glaub beim Krassbau, das war der Campus-Magazin in Ansbach oder so.

00:29:42: Ich glaube so war es.

00:29:44: Das heißt du hast dein Volontariat bei der mittelbarischen Zeitung gemacht.

00:29:49: Du hast ja schon gesagt dass du viel machen durftest.

00:29:51: Wie hat es dir dann insgesamt gefallen?

00:29:54: Super gut.

00:29:55: Wobei man sagen muss, die mittelbayerische Zeitung wurde verkauft an die Passauer Neue Presse.

00:29:59: das war nach dem ersten Jahr dass ich dort war.

00:30:01: da haben sich ein paar Sachen geändert Da hat's mir nicht mehr so gut gefallen.

00:30:06: aber das erste ja das wirklich noch mittel bayerische mittel bayische war Das war total toll.

00:30:11: also wir hatten Also die Wollos waren alle super nett.

00:30:14: Ich glaube das ist auch total wichtig Dass man einfach eine Gruppe hat in der man sich wohlfühlt auch im Studium.

00:30:19: Und wir hatten verschiedene Stationen, wie es ja so üblich ist und überall durften wir total viel ausprobieren.

00:30:26: Natürlich bist du im Volontariat auch dazu da, um einfach in der Redaktion mitzuhelfen.

00:30:30: D.h.,

00:30:30: du musst schon auch viel arbeiten und viel machen und viel tun.

00:30:34: Aber immer wenn wir gesagt haben als Wohllos oder ich als Einzelperson, hey!

00:30:38: Ich hab eine Idee?

00:30:39: Wie wär's mit dem und dem?

00:30:40: Meistens dachte ich, dass die das ablocken.

00:30:42: Haben die eigentlich immer gesagt, finden wir cool, mach'

00:30:44: das.".

00:30:45: Ein Beispiel, was eigentlich so das Krasseste war als der Ukraine-Krieg losgegangen ist.

00:30:52: Der ging paar Tage und am ersten Wochenende danach hat sich ein großer Hilfskonvoi gebildet die an die ukrainische Grenze gefahren sind.

00:31:00: also das war eine Hilfsorganisation die mit ein paar Krankenwagen da hochgefahren sind aber auch mit ein Paar Lastwagen um medizinische Dinge aber auch sowas wie Klamotten und Decken da hochzubringen weil die Leute ja in ihrer Panik einfach durchs Land gelaufen sind, teilweise zu Fuß um weg von diesem Krieg herzukommen.

00:31:19: Ein paar Tage nach Kriegsstaat wusste ja keiner was passiert da?

00:31:22: Wie geht es weiter?

00:31:23: auch wir wussten nicht wie weit ist der Krieg denn in der Ukraine?

00:31:27: und Da haben dann ein Bolo-Kollege und ich gefragt hey Wir würden diesen Konvoi gerne begleiten geht das?

00:31:34: und wir waren uns sicher dass die sagen nee no way no chance.

00:31:38: Und das haben sie uns ermöglicht.

00:31:41: Das haben die uns ermöglicht, wir durften dann Live-Ticker zu machen.

00:31:46: Die haben das sogar so begleitet, dass immer jemand in der Redaktion saß, der Tag und Nacht das Korrektur gelesen hat was wir eingepflegt haben weil es natürlich ganz viel zwischen Tür und Angel war oder übernächtigt und wenn da mal ein Rechtschreibfehler rein rutscht, war immer jemand da, der das sofort ausbessert.

00:32:00: Sie haben von Regensburg aus das gemanagt.

00:32:03: irgendwann hatten wir mal kein Hotel.

00:32:06: Dann haben sie uns von Regenburg aus ein Hotel gemanaget und so.

00:32:08: also das sind Sachen Was die da für uns getan haben und auch für andere Volontärin, das war total cool.

00:32:16: Seid ihr dann wirklich bis mit in die Ukraine gefahren oder bis an die Grenze?

00:32:21: Also in die Ukraine durften wir nicht, durfte der Hilfskonvoi auch nicht.

00:32:25: Wir sind aber bis direkt an die Grenze gefahren Und wie gesagt man wusste ja nicht, wie weit geht der Krieg.

00:32:30: also in unseren Köpfen ging der Kriegsbis an.

00:32:32: die ukrainisch-polnische Grenze gingen gar nicht.

00:32:34: Haben wir dort gesehen Aber es war totales Chaos.

00:32:38: Die Straßen waren alle verstopft, die Leute sind wirklich über die Grenze gelaufen.

00:32:41: Da waren Leute dabei, die drei Tage und Nächte durchgelaufen sind nichts gegessen hatten, kaum was getrunken hatten.

00:32:47: Also da kamen Menschen an, die waren medizinische Notfälle.

00:32:51: Es war auch die Sanitäterinnen mit denen wir da waren, die haben sofort angefangen zu arbeiten und nicht mehr aufgehört.

00:32:57: Wir sind dann früher wieder gefahren, die sind da geblieben.

00:32:59: Die haben selber berichtet dass sie sich gegenseitig dran erinnern mussten.

00:33:03: hey du musst auch mal schlafen, du musst Schon krass das so zu sehen, würde ich sagen.

00:33:09: Und auch wir irgendwie ... Es gab keine Hotels, weil die ja alle hergekommen sind.

00:33:14: Das heißt, wir haben in irgendwelchen Lagerhallen geschlafen mit hundert anderen Leuten.

00:33:19: Also war total das Abenteuer, war total bedrückend.

00:33:22: War aber auch schon elistisch total spannend.

00:33:24: Weil wir dafür da waren, dass nach Regensburg ... zu transportieren und das so aufzubereiten, dass die Leute irgendwie verstehen was passiert da gerade.

00:33:33: Was geht da ab?

00:33:34: Wie geht es den Menschen, die da flüchten?

00:33:36: Ja, das stelle ich mir auch krass vor diese Erfahrungen dann auch zu machen.

00:33:40: Also finde ich voll krass, dass ihr diese wertvollen Erfahrung machen konntet.

00:33:45: Ja, absolut.

00:33:47: Voll bin ich auch sehr dankbar!

00:33:49: Jetzt hast du erzählt, dass das zweite Jahr nicht mehr ganz so Gut war, wie das erste Jahr, weil die mittelbarische Zeitung übernommen worden ist.

00:33:58: War für dich dann klar, dass du nach deinem Volo dann weggehen möchtest?

00:34:03: Ja, war klar, weil Podcast und Video erst mal abgeschafft wurden... Oh!

00:34:08: ...und ich aber für mich schon wusste, ich möchte gern Crossmedial oder Trimidial oder wie man es nennen möchte arbeiten Und nur Zeitungen konnte ich mir nicht vorstellen.

00:34:20: Und deswegen, als ich das Wolo dem Ende geneigt hab, habe ich mich dann umgeschaut, wo ich vielleicht ein bisschen crossmedialer arbeiten kann.

00:34:28: Wo bist du denn gelandet?

00:34:29: Das bin ich bei den Nürnberger Nachrichten gelandete, bei Nordbayern.de weil die auch eine Videoredaktion aufbauen wollten und ... Ich bin aber erst mal nicht in der Video-Redaktion gelandetes, sondern im Online-Team bei NordBayern.DE.

00:34:42: eben also die machen online Artikel.

00:34:45: Das hat mich dann aber auch dauerhaft gestört, weil ich immer noch kein Video machen konnte.

00:34:50: Da war ich, ich glaub, eineinhalb Jahre ungefähr.

00:34:54: Und nach einerneinhalb Jahren hab ich auch gesagt, irgendwie mir fehlt das, Cross-Medial zu arbeiten?

00:34:58: Bei Nordbayern.de ist man nicht so viel rausgekommen.

00:35:01: Das war viel Schreibtischarbeit und ich liebe ja gerade dieses Rausgehen mit Leuten sprechen was erleben meine Eindrücke mit zurückbringen, meine Audiotöne mit zurückbringen.

00:35:10: Dann habe ich auch nach Nordbayen gesagt okay, ich schalte es noch mal weiter ob ich vielleicht die Stelle finde wo ich das machen kann was mir so Spaß macht.

00:35:17: Die hab ich dann letztendlich beim BR gefunden

00:35:20: Ja, wo du jetzt auch noch immer noch arbeitest.

00:35:23: Genau!

00:35:24: Also du bist hier im Studium Nürnberg beim Bayerischen Rundfunk.

00:35:28: Nimm uns doch mal mit wie sieht denn so dein Arbeitseiltag aus?

00:35:31: Genau.

00:35:31: also es ist immer ein bisschen kompliziert zu erklären und viele bei einem bayerischen rundfunks sind sogenannte feste Freie Journalistinnen.

00:35:38: das bedeutet dass du nicht irgendwie von acht bis siebzen Uhr bezahlt wirst sondern das ist so ein bisschen gemischt.

00:35:44: ich habe zum einen Tage wo ich feste Schichten hab.

00:35:47: Wir haben ganz verschiedene Schichten, wir haben CVD-Schichten.

00:35:50: Also Chef

00:35:50: vom Dienst?

00:35:51: Chef vom Dienst oder die Nachrichtensprecherinnen.

00:35:54: Das sind Schichten ... Ich bin vor allem in der Schicht der Tagesreporterin.

00:35:58: Wo ich also an dem Tag zuständig bin für alles was so tagesaktuell passiert und das ist natürlich nicht vorhersehbar was passiert.

00:36:08: Es kann sein dass der Tag einigermaßen entspannt wird.

00:36:10: es kann aber auch sein dass weiß ich nicht dass irgendwo einen Anschlag gibt.

00:36:15: Neulich irgendwie war ein Verdi, die haben einen Brief mit einem unbekannten Pulver gekriegt.

00:36:19: Und dann wurde das ganze Gebäude evakuiert und ... Die Leute mussten durch so ...

00:36:26: Kontaminierungsstellen

00:36:27: ... Schleusen laufen genau!

00:36:29: Das war so'n Tag da war's eigentlich bis zum Nachmittag super entspannt und dann hieß es auf einmal Ja, Drohung beim Werdy-Gebäude.

00:36:37: Isabel, du musst da jetzt raus und live schalten und Fotos machen und dies und das.

00:36:42: Das kann sich sehr schnell ändern, aber das macht mir total Spaß!

00:36:44: Also es ist ja so ein Nervenkitzel irgendwie, dass man nie weiß was passiert... Das mache ich allerdings reichend da dann auch immer zwei drei Tage, dann braucht man auch mal eine Pause.

00:36:53: also die Schichten gehen auch immer zu drei Tage.

00:36:56: Und ansonsten arbeite ich wie so ne klassische freie Reporterin.

00:37:01: Entweder ich irgendwelche Themenvorschlag und sage, das und das wollen wir dazu einen Beitrag machen.

00:37:06: Oder die Redaktion auf mich zukommt und sagt, wir hätten das Thema.

00:37:10: hast du Lust, das zu machen?

00:37:12: Genau!

00:37:13: Und da werde ich dann aber auch pro Beitrag bezahlt und jetzt nicht irgendwie pro Tagessatz oder so.

00:37:19: Du hast ja gesagt als Tagessreporterin arbeitest du ab und zu.

00:37:23: Arbeitest du denn auch wirklich crossmedial also dass du sowohl für Radio- als auch Fernsehen was machst oder online?

00:37:31: Genau, also ich schon.

00:37:32: Das ist von Person zu Person unterschiedlich.

00:37:35: Ich als Reporterin im Studio Nürnberg für die Aktualität habe im Endeffekt immer ein Thema.

00:37:41: das wird dann den verschiedenen Formaten angeboten.

00:37:45: Also unsere Chefs vom Dienst sagen Wir machen irgendwas über die Eiche, die irgendwelche Sensoren kriegt.

00:37:52: Und dann können sie verschiedene Formate sagen ... Ach ja!

00:37:55: Das können wir uns bei uns total gut vorstellen.

00:37:56: im Fernsehen.

00:37:57: oder die Radio-Leute sagen, Mensch mach'n's da ne kleine Hörfunkreportage.

00:38:01: oder das Web sagt, schreib' uns ein Webartikel

00:38:03: zu.".

00:38:04: Oder die Formate auch sagen, es ist vielleicht nicht so ein bildstarkes Thema.

00:38:07: In der Regel mache ich aus einem Thema alles, also alle drei Sachen einen Fernsehbeitrag, einen Radiobeitrag und einen Webartikel mal aber auch nur einzelne Sachen davon.

00:38:17: Das heißt, je nach Redaktion sprichst du den Beitrag vielleicht auch ganz anders?

00:38:23: Weil die Zielgruppe vielleicht auch mal ganz anders ist.

00:38:26: Klar!

00:38:27: Alleine schon Fernsehen und Radio unterscheidet sich.

00:38:30: ja, weil du im Radio viel beschreiben sollst und musst – das musst du im Fernsehen natürlich nicht, da sieht man es – Ich habe, bevor ich beim BR war nicht so viel Fernsehbeiträge gemacht.

00:38:41: Zu bisschen bei der MZ.

00:38:42: aber das war eigentlich das was ich am meisten noch lernen musste wie ich im Fernsehen spreche und wie ich da meine Texte formuliere.

00:38:49: Und die muss man schon anders formulieren als im Radio.

00:38:52: Aber es ist ja auch total toll dass man eben ein Thema hat und das ganz verschiedene aufbereiten kann hier nach Medium.

00:38:59: Also das alles so kreativ die Arbeit

00:39:03: Es klingt auch sehr abwechslungsreich, deine Arbeit.

00:39:07: Total!

00:39:07: Also es glaube ich der abwechslungsreichste Job den ich mir so vorstellen kann in seinen sämtlichen Facetten ist auch anstrengend.

00:39:15: Ich kann mehr selber einteilen wie viel ich arbeite oder nicht und ich habe schon auch mal Tage oder Wochen wo ich sage hey... ...ich mache jetzt heute mal nix.

00:39:21: Ich fahre mal ein bisschen runter.

00:39:22: Heute Nachmittag zum Beispiel hab' ich überlegt mach ich noch was?

00:39:26: Mach ich nix?

00:39:26: Ich habe jetzt beschlossen heute Nachmittags nehme mich mir mal selber frei.

00:39:28: Ich arbeite den Rest der Woche durch Aber ja, also wahnsinnig abwechslungsreich.

00:39:33: Wahnsinnig kreativ!

00:39:35: Ich mag meinen Job sehr.

00:39:38: Das freut mich sehr das zu hören.

00:39:40: Jetzt hast du erzählt auch von sehr viel unterschiedlichen Medien und so weiter.

00:39:46: Deswegen passt jetzt vielleicht auch die Rubrik drei Tipps für Medieneinsteigerinnen ganz gut.

00:39:51: Welche drei Tippen würdest Du denn angehenden Medienmacherinnen mitgeben?

00:39:55: Das erste Tipp wäre, wenn man jetzt noch keine Redaktion hat, wo man irgendwie fest verwurzelt ist oder so.

00:40:03: Es gibt ja Leute die sind seit drei Jahren in der Redaktions- als freier Mitarbeiterin während des Studiums und da ist es relativ klar, dass man dahingeht.

00:40:11: das war bei mir nicht so ich war ja immer mal woanders Und so.

00:40:15: aus meinem Gefühl habe ich relativ lange gebraucht, bis ich jetzt den Job beim BR gefunden hab.

00:40:19: Ich hatte ja ein paar Stationen und ich glaube es geht viel, dass man sich denkt das ist total schwer da irgendwie reinzukommen und den coolen Traumjob zu finden.

00:40:28: Da wäre mein erster Tipp bleibt dran weil ich glaub wenn man Spaß hat und wenn man gut isst... Also wenn man Spaß hat, dann sorgt das ja oft auch dazu, dass man einfach gut ist.

00:40:37: Dann erkennt es die Leute und vielleicht wird's nicht auf die erste Bewerbung was.

00:40:41: aber ihr kommt rein und ihr findet euren Traumjob und ihr werdet auch gebraucht.

00:40:45: also Journalismus ist wichtiger denn je und die leute werden dringend gebrauchten bleibt einfach dran und irgendwann klappt's.

00:40:51: Tipp zwei wäre ganz viel Ja sagen!

00:40:56: Wenn man irgendwie ein Thema hat wo man sagt Boah Ist jetzt irgendwie interessiert mich eigentlich nicht so oder so.

00:41:01: Ich sag trotzdem ja, weil das hab ich oft, dass ich dem hab, wo ich mir denke, Schwierig ... Und dann sind die total spannend?

00:41:08: Oder sie sind gar nicht so spannend, aber man lernt Leute kennen, die sind total spannend.

00:41:11: also mit ganz viel Offenheit in den Beruf reingehen hilft.

00:41:15: und das Dritte wäre selbstbewusst zu sein.

00:41:18: Das hat mir mal irgendwer gesagt, ich glaub es ist ja grad so ein Ding bei Frauen, dass wir gern mal sagen hm weiß ich nicht traue ich mir nicht zu.

00:41:25: und mir hat irgendwer mal gesagt Trau dir das zu, mach das.

00:41:28: Und wenn jemand fragt hey in eine größere Wohlerunde oder Praktierunde wer möchte das und das machen dann traut euch zu sagen ich probiere es aus.

00:41:36: also kann immer noch sein dass es nicht klappt aber oft klappt's und man lernt total viel wenn man einfach mal ins kalte Wasser geschmissen wird und Sachen ausprobiert.

00:41:45: was sich wirklich nie hatte war dass jemand mal richtig sauer war weil irgendwas nicht geklappt hat sondern ich glaube die Leute finden es eher cool wenn man sich Sachen zutraut und helfen einem dann auch auf dem Weg dass man besser wird.

00:41:55: jetzt Wollen wir zum Ende auch noch mal den Freundebucheintragssitzung fortsetzen?

00:42:00: Jetzt, wo wir dich ein bisschen besser kennengelernt haben.

00:42:03: Was ist denn für dich der beste Song?

00:42:05: Also grundsätzlich höre ich total viel unterschiedliche Musik.

00:42:08: Deswegen ist es schwer mich da festzulegen.

00:42:11: Ich bin aber schon immer ein großer Ärzte-Fan und da mag ich den Song Deine Schuldtotal gern.

00:42:16: Ich finde die Message total schön weil's ja darum geht hey selbst wenn die Welt ein bisschen schwierig ist Wir können sie positiv verändern.

00:42:25: Also ich mag den Song privat ganz gern, aber vielleicht auch in dem Kontext.

00:42:28: Ich find Journalismus super wichtig und es ist wichtig dass wir den irgendwie weiter betreiben und dass wir uns da Mühe geben das möglichst gut zu machen.

00:42:35: Genau deswegen würde ich deine Schuld reinschreiben.

00:42:37: Was is denn dein Motto?

00:42:40: Mein Motto, das hab' ich vorhin ja schon so ein bisschen angedeutet, ist Ja sagen also nicht im Sinne von Salmiah und Armin sagen sondern mit so einer Offenheit an Themen, an Menschen, an Geschichten rangehen Auch an neue Aufgaben.

00:42:54: Und ich würde sagen, alles erst mal ausprobieren und dann kann man immer noch sagen taugt mir nicht.

00:42:59: Mein Wunsch für die Zukunft

00:43:03: ist das ganz viele Leute weiter in den Journalismus gehen weil ich finde der ist wahnsinnig wichtig, bleibt wahnsinnigt wichtig und wenn man sich anschaut was in der Welt so passiert es ist so wichtig einfach gut und seriös die Menschen zu informieren, dafür zu sorgen dass sich die Menschen in Meinung bilden können.

00:43:20: Und dafür brauchen wir gut ausgebildete motivierte Journalistinnen, die sich da reinhängen und Vollgas geben.

00:43:25: Deswegen wenn ihr da draußen das hört dann zieht einfach durch macht es.

00:43:29: Es macht wahnsinnig viel Spaß und ist eine so wichtige Aufgabe und Arbeit.

00:43:34: Das ist mein Wunsch.

00:43:35: Ach, das ist ein schöner Schlusswort.

00:43:37: Vielen Dank Isabel, dass du unsere Gäste hier im Podcast Treundebuch warst!

00:43:41: Vielen Dank für die Einladung hat sehr viel Spaß gemacht.

00:43:43: Wir haben auch sehr viel Spass gemacht.

00:43:48: In der nächsten Podcast-Folge habe ich Florian Brückner zu Gast.

00:43:51: Er moderiert aktuell die Morningshow bei SWR drei.

00:43:55: Zuvor war er schon bei den verschiedensten Sendern Angefangen bei Energy Nürnberg, dort hat er sein Volontariat gemacht und die Nachmittagssendung moderiert.

00:44:03: Danach war Flow bei Energy Berlin das Ding und dem Deutschlandradium.

00:44:08: Zwischendrin hatte auch noch in Leipzig und Madrid studiert.

00:44:12: Bei Energy Berlin hat er Annette kennengelernt, die bis heute seine beste Freundin

00:44:16: ist.".

00:44:16: Und dann hab ich natürlich mit Annette da drüber geredet und meinte so ey also ich habe keine Ahnung was der jetzt damit konkret meint Aber nur mal rumgesponnen, wir saßen dann bei einem

00:44:27: Weinchen und haben es zusammen.

00:44:29: Nur mal rum gesponnen.

00:44:30: der sagt er will ne neue Morningshow und braucht zwei Leute.

00:44:33: was machen wir denn?

00:44:35: Als ob?

00:44:36: also Quatsch Bullshit so niemals.

00:44:39: aber wenn ja natürlich machen wir das.

00:44:43: Ob Flo und Annette gemeinsam den Sender gewechselt haben das heute in der nächsten Podcast Folge.

00:44:49: da erzählt Flo auch wie es dazu gekommen ist dass er zwei Volontariate gemacht hat Warum die Zeit bei das Ding die Prägungste war, obwohl er dort nicht so lange war wie bei den anderen Sendern.

00:45:00: Außerdem erklärt er warum er erst so spät studiert hat und warum das Studium anders gelaufen ist als er es sich vorgestellt hat.

00:45:07: Wenn ihr die neue Podcast-Folge unbedingt anhören wollt dann abonniert doch gerne unseren Podcast damit ihr sie direkt nach dem Release hören könnt!

00:45:15: Oder ihr folgt uns auf Instagram, wir heißen da Radio Max Neo.

00:45:18: Dann bekommt ihr auch immer mit wenn die nächste Folge da ist!

00:45:22: Wir würden uns auch sehr freuen wenn ihr uns Feedback gebt und unseren Podcast bewertet.

00:45:27: Feedback könnt ihr uns gerne per Mail schicken an podcastatmaxneo.de oder ihr schreibt uns einfach eine Nachricht auf instagram an radio max neo.

00:45:36: Wir freuen uns über eure Nachrichten.

00:45:38: also tschau machts gut

00:45:42: Freundebuch Ein Medien-Podcast mit den Aluminium von Max Neo.

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