Eintrag #46: Florian Brückner
Shownotes
Florian Brückner hat bei max neo seine ersten Radioerfahrungen gesammelt. Anschließend absolvierte er ein Volontariat bei Energy Nürnberg und wechselte später zu Energy Berlin. Von da aus ging es zu DASDING, bevor Flo in Leipzig Politikwissenschaft studierte. Nachdem er seinen Bachelor gemacht hatte, begann er ein weiteres Volontariat - diesmal beim Deutschlandradio. Seit Mai moderiert Florian die SWR 3-Morningshow. In der Podcastfolge erzählt Flo, wie es dazu gekommen ist, dass er zwei Volontariate gemacht hat und warum die Zeit bei DASDING die prägendste war, obwohl er dort nicht so lange war wie bei den anderen Sendern. Außerdem erklärt er, warum er nicht direkt nach der Schulzeit studiert hat und warum das Studium anders gelaufen ist, als er es sich vorgestellt hat.
Abonniert unseren Podcast, damit ihr die nächste Folge nicht verpasst. Euer Feedback gerne per Mail an podcast@maxneo.de. Außerdem findet ihr uns auf Instagram unter @radiomaxneo. max neo ist ein Angebot der MEDIASCHOOL BAYERN, welches die Medienmacher:innen von morgen in den verschiedenen Bereichen wie Radio-, Online- oder Videojournalismus aus- und fortbildet. Habt ihr auch Interesse an einem Praktikum oder einer Mitarbeit? Dann schaut doch mal auf unserer Webseite vorbei: https://www.maxneo.de/
Hier könnt ihr mehr über Florian erfahren: https://www.swr3.de/crew/florian-brueckner-100.html
Transkript anzeigen
00:00:00: Es ist bis heute so, dass ich regelmäßig beim Arbeiten nach einem Take oder die Kopfhörer abnehme und mir denke es ist also sehr absurd.
00:00:06: Dass man dafür bezahlt wird das ist total schön.
00:00:08: Das ist ein krasses Privileg und ich bin extrem dankbar dafür, dass der Weg ein paar Zufälle Glück und vielleicht auch an der richtigen Stelle mal vielleicht die richtige Entscheidung getroffen irgendwie dazu geführt haben, dass sie das jetzt machen darf.
00:00:29: Hallo, schön dass ihr auch wieder bei einer neuen Folge unseres Freunde Buchs dabei seid.
00:00:34: Ich bin Lena Beck und zu Gast ist diesmal Florian Brückner.
00:00:38: Er moderiert aktuell die Morning Show bei SWR drei.
00:00:41: Zuvor war er schon bei den verschiedensten Sendern angefangen bei Energy Nürnberg.
00:00:46: dort hat er sein Voluntariat gemacht und die Nachmittagssendung moderiert.
00:00:50: danach war Floh bei Energy Berlin das Ding und dem Deutschlandradio.
00:00:54: Zwischendrin hatte er auch noch in Leipzig und Madrid studiert.
00:00:58: In der Podcastfolge erzählt Flo, wie es dazu gekommen ist, dass er zwei Voluntariate gemacht hat und warum die Zeit bei das Ding die prägenste war – obwohl er dort nicht so lange war als bei den anderen Sendern.
00:01:10: Außerdem erklärt er, warum er erst so spät studiert hat oder warum das Studium anders gelaufen ist, als er sich vorgestellt.
00:01:20: Hallo Flo, schön dass du im Podcast Freundebuch zu Gast bist.
00:01:22: Hallo Lena vielen Dank für die Einladung.
00:01:24: ich freue mich.
00:01:25: Wir wollen dich natürlich am Anfang kennenlernen.
00:01:27: wie bei einem Freundebuch Eintrag stelle ich dir jetzt einmal kurz ein paar Fragen damit wir schon mal einen kleinen Überblick über dich bekommen.
00:01:33: Ja Dein Name
00:01:35: Florian Brückner.
00:01:37: dein Alter
00:01:38: Frischdreien dreißig Jahre.
00:01:39: dein Beruf
00:01:41: Ich bin Radiomoderator.
00:01:43: Dein Arbeitsplatz
00:01:45: der SWR das Sendestudio von SWR drei in Baden-Baden.
00:01:49: Dein Vorbild?
00:01:51: Das ist eine schwierige Frage.
00:01:53: Ich habe die im Vorfeld gehört, weil ich andere Folgen gehört habe und ich weiß es nicht genau.
00:01:56: Also ich selber hab für mich so ein paar Leute von denen ich mir immer was abgeguckt habe mal hier und da einen Kollegen oder Kolleginnen wo ich gesagt das machen die gut.
00:02:05: aber selber so.
00:02:06: das große Vorbild für mich habe ich nicht.
00:02:09: Deinen Traumberuf als Kind?
00:02:11: Ich wollte früher Lehrer werden.
00:02:13: Da hatte man als Schüler einfach viel Ferien Und irgendwie hatte ich immer öfter frei als meine Eltern.
00:02:19: Also das Einzige, wie man sich das im Leben halten kann ist Lehrer werden.
00:02:23: Mein Bruder, lustigerweise meine beiden Brüder sind Lehrer!
00:02:26: Ich bin kein Lehrer geworden.
00:02:27: Ich bin der einzige, der es nicht gemacht hat und die beiden... also ich muss jetzt auch sagen, man hat leider nicht die ganzen Ferien frei.
00:02:33: Das ist eine ganz große Lebenslüge, die einem erzählt wird in der Schule.
00:02:36: Man muss dann am Ende auch ein bisschen ranklotzen Aber die haben schon viel frei.
00:02:39: Das kann ich auch bezeugen, mein Mann ist nämlich auch Lehrer.
00:02:43: Und er sitzt schon auf vielen den Ferien da und macht Schulzeug
00:02:48: aber
00:02:49: er fährt schon mehr weg als
00:02:51: ich.
00:02:52: Also Lehrer haben schon überdurchschnittlich viel frei?
00:02:54: Ja, aber es ist nicht soviel wie manche denken!
00:02:58: Also mehr als andere, aber nicht so viel wie man ihn unterstellt.
00:03:02: Richtig!
00:03:03: Genau.
00:03:03: Du kommst ja hier aus der Region glaube ich ne?
00:03:05: Ja Wie bist du dann auch zu Max Neo gekommen?
00:03:08: oder damals hießt noch Afka Max bei dir?
00:03:11: Genau das war Afka max.
00:03:12: Es gab eigentlich zwei kleine Zufälligkeiten die dazu geführt haben.
00:03:16: Einmal kannte die Mutter eines guten Freundes den ehemaligen Chef von hier.
00:03:21: Die kannten wirklich weiß ich was da, die Connection war irgendwie eine Theatergruppe oder sowas.
00:03:25: Und ich wusste nach der Schule, ich möchte jetzt auf jeden Fall erst mal nicht mehr in so eine Frontal-Lehrsituation.
00:03:30: Ich hatte die Faxen komplett dicke und wollte auf jeden fall nichts machen wo ich jetzt irgendwo dastehe und jemandem zuhören muss und lernen muss sondern ich wollte irgendwie was anderes machen arbeiten irgendwie... ...und das mit dem Reden hat irgendwie ganz gut funktioniert und es war immer etwas was mir in der Schule viel Spaß gemacht hat.
00:03:47: Ich habe keine Referate gehalten, war dann auch in der Schülervertretung mit aktiv und so Und hab mir dann gedacht, ja, dann ist doch vielleicht Radio irgendwie gar nicht so schlecht.
00:03:54: Und diese Mutter eines Freundes hat das dann zusammengebracht und gesagt, ey da gibt's diesen Sender in Nürnberg!
00:04:00: Kannst du mal gucken?
00:04:01: Und parallel dazu hat lustigerweise eine gute Freundin von mir hier im Praktikum gemacht... ...und die war stinkbegeistert und hat gemeint dass es super man kann hier direkt alles machen.
00:04:09: probier das mal aus.
00:04:10: und dann habe ich mir gedacht das mache ich mal.
00:04:12: Das heißt das war auch deine erste Berührungspunkte mit Radio bei AFK Max
00:04:19: Also mit richtigem Radio schon.
00:04:20: Ganz viele erzählen an diese romantischen Geschichten, dass sie schon früher irgendwie aus einer Bettdecke und einem Gartenstuhl sich ihr eigenes Studio zu Hause gebaut haben.
00:04:27: das habe ich nicht gemacht.
00:04:28: wir hatten aber so ein Aufnahmegerät, irgendwie so einen Kassettenrekorder-Ding mit zwei Kabel-Mikros dieses bunte Quatschspielzeug.
00:04:37: da nehne ich mich schon dunkel dran, als wir es gemacht haben.
00:04:39: aber ich glaube das hab' ich damals nicht radio genannt sondern da war ich einfach fasziniert davon Keine Ahnung, wie so ein Mikro gerülbst hat und dass er uns rückspielen konnte.
00:04:46: Dann konnten wir sich seinen eigenen Rülbser noch mal an.
00:04:47: Das fand ich halt auch witzig, glaube ich, wenn ich heute noch witzige.
00:04:50: Und das war der erste Berührungspunkt mit Audio würde ich sagen.
00:04:55: Und dann Radio war dann schon hier.
00:04:58: Wie hat es für dich angefangen?
00:04:59: Erstmal Moderationsmeldungen schreiben und bis dann wahrscheinlich auch längere Zeit dann auch hier gewesen oder?
00:05:07: Genau!
00:05:07: Das war dann von Mitte September... ...Zw.
00:05:12: Bis planmäßig eigentlich Ende des Jahres.
00:05:14: Es kam dann ein bisschen anders, sprechen wir vielleicht auch noch mal drüber aber das war so der Plan.
00:05:18: erstmal so ein paar Monate und Wenn man irgendwo neu hinkommt Dann ist das ja erst einmal alles ganz neu und ganz groß Und man weiß nicht wer sind die Leute die einem hier begegnen?
00:05:27: Und dann sind da irgendwelche Menschen und machen radiosendungen und ich darf jetzt dabei sein.
00:05:32: und dann durfte ich kleine Nachrichtenmeldungen schreiben.
00:05:35: ... hatte dann mein Herz halt mit bis zum Hals geschlagen.
00:05:38: Dann sitzt du da im Studio und siehst dann, okay jetzt ist es ... ... fünftig, jetzt ist neunundfünfzig, okay?
00:05:42: Und um ganz machen wir die Nachrichten, dann läuft dieser Nachrichten-Jingle... ... man stirbt vor Aufregung und redet viel zu schnell und verhasbelt sich und so,... ... und versucht einigermaßen dadurchzukommen.
00:05:52: Aber macht dann halt zum ersten Mal irgendwie im Radio Nachrichten bei irgendwelchen Leuten,... ... bei denen man denkt diese sind richtig gestandene Moderatorinnen und Moderatoren... ... und machen das seit Jahren.
00:06:02: Und dann lernt man im Laufe der nächsten Wochen und Monate ja okay, das sind halt auch!
00:06:05: Nur Leute, die hier vielleicht schon mal zwei Wochen vor mir angefangen haben.
00:06:09: Aber halt ein bisschen mehr Routine haben und so ging es dann los.
00:06:11: Und dann halt irgendwann eigene Sendungen.
00:06:13: War's auch so wie du dir das vorgestellt hast?
00:06:16: Weil du hast ja auch gesagt, dass du früher immer gerne geredet hast, Referate gemacht hast.
00:06:21: Hat dir es dir dann auch Spaß gemacht hier beim Radio?
00:06:24: Also mega viel Spaß!
00:06:25: Es ist bis heute so, dass ich regelmäßig beim Arbeiten nach einem Take oder so die Kopfhörer abnehme und denke... Absurd, dass man dafür bezahlt wird.
00:06:33: Das ist total schön!
00:06:34: Das ist ein krasses Privileg und ich bin extrem dankbar dafür... ...dass der Weg ein paar Zufälle Glück und vielleicht auch an der richtigen Stelle mal vielleicht die richtige Entscheidung getroffen irgendwie dazu geführt haben das ich jetzt machen darf.
00:06:47: aber ich glaube ich hatte gar nicht so eine richtige Vorstellung davon wie das sein würde weil am Ende des Radio super kompliziert man muss da ganz viel Technik und solche kleinen Sachen machen und gleichzeitig sauer einfach weil wenn man das irgendwann mal kann dann ist es eigentlich egal, wo man das macht und immer das Gleiche.
00:07:04: Das so zu verstehen, dass was im Laufe der Jahre kamen, was ich am Anfang noch gar nicht auf dem Schirm hatte.
00:07:10: Du hast erzählt, du durftest auch eigene Sendungen hier machen?
00:07:14: Waren das dann auch Sendungen, wo du selber das Konzept dir überlegt hast?
00:07:18: oder waren das wirklich so normale Sendungen mit Inhalten die die Redaktion dir zugeliefert haben?
00:07:25: Beides.
00:07:26: Also es gab natürlich diese tagesaktuellen Sendungen, ich krieg's gar nicht mehr so hundertprozentig zusammen aber da hat man dann natürlich ein bisschen redaktionell gearbeitet.
00:07:33: geguckt.
00:07:33: was ist gerade los?
00:07:34: Es gab Veranstaltungs-Tipps aus der Region, es gab vielleicht mal irgendwelche Meldungen über irgendwelchen Künstler Musikmoderationen die man mit reingenommen hat und aktuelle Geschehnisse die so ein bisschen bunter waren für die Moderation geeignet waren die man an so'n Tagesprogramm untergebracht hat.
00:07:51: Aber das war so... Mir so richtig geblieben ist, was halt diese Freiheit, die es hier also damals bei AFK Max heute Max Neo gab.
00:07:59: Das dann einfach ein guter Freund von mir bis heute Daniel Klaus der war auch schon hier im Podcast und ich.
00:08:04: wir haben dann halt also wir haben uns hier kennengelernt und haben dann festgestellt Jo wir haben irgendwie beide Bock darauf das zu machen Wir haben uns irgendwie... Damals die Träume waren groß und man dachte wie schwer kann das sein eine Late Night Radio Sendung zu machen?
00:08:16: Das kann doch nicht so schwer sein!
00:08:17: Das machen jetzt einfach.
00:08:18: Und da haben wir den damaligen Chef so bisschen belabert Und der dann, und das fand ich jetzt besser als einfach so Schulterzucker gesagt ja macht halt aber brennt das Studio nicht ab.
00:08:27: Das kriegen wir hin!
00:08:28: Und dann sind wir halt abends hier mal hergekommen und haben unsere eigene Radiosendung mit einem eigenen Konzept gemacht also ein Konzept in sehr großen Anführungszeichen.
00:08:36: Wir waren frisch gebackene achtzehn kam aus der Schule und haben gedacht Ja jetzt gehört uns die Welt und jetzt können wir das einfach Haben dann unsere eigene kleine Late Night Show uns quasi überlegt Und dann halt immer, ich glaub zweiwöchentlich abends sind wir hier reingekommen und haben alle möglichen Meldungen gemacht.
00:08:56: Wir haben versucht irgendwie Beiträge zu bauen und das mit so einer krassen Unbedarftheit.
00:09:01: Also wenn man das jetzt heute machen würde, glaube ich über ganz viele Sachen nachdenken.
00:09:06: Man hat ja nicht nur ein Thema im Radio sondern auch immer einen Dreh dazu.
00:09:11: Keine Ahnung, ein neues Trikot wird vorgestellt für einen ersten FC Nürnberg oder sowas.
00:09:15: Das kann man natürlich vorstellen, das kann man erzählen oder was hatten wir kürzlich.
00:09:18: Jetzt mal kurz überlegen was im Beispiel Hitze ist.
00:09:21: Sommer.
00:09:22: ganz viel wird über die Hitze geredet und man kann natürlich erzählen es ist heiß So, aber dann ist die Meldung schon zu Ende.
00:09:29: Und dann ist der Dreh dann immer gewesen so dass wir überlegt haben okay aus welcher Perspektive können wir denn das Thema neu packen?
00:09:34: und das sind jetzt alles so Gedanken die sind jetzt total präsent weil sie jetzt wichtiger sind in dem berufen an der stelle in der ich es jetzt mache.
00:09:40: aber die waren damals noch so völlig ranzständig sondern wir haben einfach gesagt ok wir machen einfach mal und wir halten uns für total witzig und lustig und probieren uns einfach mal ein bisschen aus.
00:09:51: Es war super cool und hat total viel spaß gemacht.
00:09:55: diese Leifangst innerhalb von wenigen Wochen total pulverisiert, weil man sich dachte okay es geht irgendwie immer weiter.
00:10:02: Es versendet sich und wenn du mal Quatsch geredet hast dann hast du halt mal quatsch geregelt.
00:10:05: im schlimmsten Fall reagiert mal irgendjemand aber im Großen und Ganzen stirbt niemand und das ist gut.
00:10:12: Das ist sehr cool.
00:10:12: schade dass wir keine Aufnahme davon mehr haben.
00:10:15: Ja das ist irgendwo in den Tiefen des Eltern verschwunden.
00:10:19: also siehts das was los?
00:10:20: Das war so ein Name, den Daniel und ich in einem nicht ganz nüchternen Moment irgendwann mal... Wir haben es für Grenz genial gehalten.
00:10:26: Das war's los!
00:10:27: Das ist ja ein super Name!
00:10:29: Und das waren unsere Radiosendungen die wir damals hatten.
00:10:33: Es waren irgendwie unterschiedlichste Sachen.
00:10:34: Wir haben bei Leuten angerufen, wenn wir Telefoninterviews gemacht haben, dann versucht ihr zu Call ins aufzurufen also dass halt höherer Beteiligung kommt.
00:10:42: Das weiß ich auch noch genau.
00:10:43: Da saßen wir abends hier draußen schwarze Nacht, zweiundzwanzig Uhr dreißig.
00:10:47: Wir waren eine halbe Stunde auf Sendung und hatten dann irgendein Sohn-Call im Thema und haben dann halt aus Quatsch gesagt, wir rufen jetzt einfach mal auf, dass sich jemand meldet.
00:10:54: Und dann war oben auf dem Senderrechner stand so ein riesengroßes leuchtendes, es sah fast aus wie so'n Taxi-Shield...
00:11:01: Ja ich kenne das noch ja!
00:11:03: Du konntest ja im Radio nicht das Telefon klingeln lassen?
00:11:05: Weil das hörste da natürlich in der Sendung, deswegen war das ein visuelles Zeichen wenn da niemand anruft.
00:11:09: Und plötzlich blinkt dieses Teil, aber wir beide gucken uns an, du könntest überhaupt nie von uns hören.
00:11:14: Menschen und die rufen Jetzt an und die wollen was dazu sagen, was wir gerade erzählt haben.
00:11:19: Das war ein supergeiler Moment.
00:11:21: Bis heute ist das geblieben, weil eigentlich voll die absurde Situation im Radio.
00:11:25: Du stehst in so einem kleinen Kämmerlein irgendwo im Studio und sabbelst irgendwas ins Mikrofon.
00:11:31: Und dann fragst du, wollt ihr morgens Herzhaft frühstücken oder lieber was Süßes?
00:11:36: Müsli- oder lieber Wurstbrot?
00:11:38: Ruf mal an, sagst du die Telefonnummer... ...und dann dauert es drei Sekunden.
00:11:42: Dann meldet sich heise Michi aus Mannheim!
00:11:44: Also ich hab Bock auf Herzhaften.
00:11:46: Okay, lustig.
00:11:48: dass wir so miteinander kommunizieren können.
00:11:49: Das ist irgendwie fasziniert mich bis heute.
00:11:52: Ja, das ist schon cool was man da bewegen kann auch teilweise?
00:11:57: Ja, es stimmt.
00:11:58: also ich glaube das macht dann nochmal ein ganz neues Thema auf.
00:12:02: Dass man sagt, es gibt ja ganz viel Radio was überhaupt nichts bewegt und was ich glaube ich auch nicht zu bewegen will sondern eher im Gegenteil.
00:12:09: eine gute Freundin von mir sagt immer wenn sie so einen Song hört und sie findet, dass er so gar nichts mit macht Stört nicht beim Bügel, ne?
00:12:17: Und ich glaube das ist so was ganz viele Sender auch haben.
00:12:21: Dass sie einfach nebenbei dodeln können.
00:12:23: Das soll durchhörbar sein und das hat natürlich mit der Art und Weise zu tun wie die ihr Geld verdienen.
00:12:28: weil wenn dann halt irgendwann die Medianalyse anrufen und sagt hallo welchen Sender haben Sie in den letzten Wochen gehört?
00:12:33: und sagen ja ich höre mal den weil da stört mir die Musik am wenigsten und es ist aber keine Ahnung wie lange hören sie denen.
00:12:38: ah hör schon mal morgens auf von zehn bis um elf läuft er.
00:12:41: Dann ist das halt gut, weil lange Verweildauer und das bedeutet am Ende des Tages die können ihre Werbung teurer verkaufen.
00:12:48: Und das ist natürlich voll wichtig für sie.
00:12:49: ein kürzer Lebensgrundlage.
00:12:51: Das was aber der blöde Nebeneffekt ist es dass irgendwie so ganz viele Radiesender halt einfach irgendwie sehr gleich klingen.
00:12:57: Das stimmt
00:12:58: ja.
00:12:58: Die wollen nicht so viel bewegen.
00:12:59: Es gibt auch welche, die wollen etwas bewegen und das ist auch sehr cool, dass wir eine Medienlandschaft haben, die es ermöglicht, dass solche Sender existieren können
00:13:07: Das stimmt.
00:13:08: Jetzt hast du vorhin gesagt, dass du, ich glaube, ob September oder so ... Damals war das ein Elf bei Max Neo, und es war geplant, bis Ende des Jahres dort zu sein.
00:13:17: Du hast grad von der Late Night-Sendung erzählt, wie viel Spaß gemacht hat.
00:13:22: Da will man wahrscheinlich auch nicht weg, ne?
00:13:23: Von der Sendung die weiterzumachen.
00:13:26: Nee!
00:13:26: Ich glaub wir haben sie dann sogar noch ein bisschen weitergemacht.
00:13:29: Weil also was das am Ende abgekürzt hat bei mir war, dass sich dann eben eine Möglichkeit aufgetan hat zum nächstgrößeren Sender zu wechseln.
00:13:37: Also ich hatte dann ... Da ist dann der Kontakt entstanden zu Energy, Energy Nürnberg und ich hab mit dem damaligen Programmdirektor von Energy Alex Hayek, der war auch schon ... Genau jetzt nationaler Programmdirektor.
00:13:49: Shout-out an Alex, das ist ein bisschen mein Radiopapper nach wie vor.
00:13:52: Wir sind immer noch in Kontakt, es wird sich zum Geburtstag gratuliert und er ist super lieber Kerl, sehr caring ist es einfach sehr gut, in dem was er macht.
00:14:03: War damals schon in dem noch kleineren Rahmen richtig gut und ist das nach wie vor und hat das Herz auf jeden Fall eine richtigen Stelle.
00:14:09: Und ich bin ihm extrem dankbar weil der dann halt gesagt hat so hey wir brauchen gerade neue Leute!
00:14:13: Wir haben dich gehört das klingt super.
00:14:15: hättest du nicht Bock bei uns weiter zu machen?
00:14:17: Und da habe ich erst mal gedacht wow krass energy hammer.
00:14:22: und hab dann dort erstmal ein Praktikum gemacht und dann glaube ich nebenbei auch nur so bisschen diese late night hier Und dann lief es aber halt in so einen Volontariat bei Energy rein langsam.
00:14:31: Dann wurde das hier weniger mit AFK Max, Max Neo.
00:14:34: Das heißt du hast erstmal bei Energy mit einer Praktikung gestartet und dann ist es in eine zweierige Ausbildung gegangen?
00:14:42: Genau!
00:14:43: Das war der Anfangstil, erst mal dort als Praktikanter zu starten und das war irgendwie ein total schöner Übergang weil was nicht so ein radikaler Bruch war.
00:14:52: also zu den Prakti-Aufgaben die man hier bei Max Neo hatte... zum Beispiel total regelmäßig dazu gehört, dass man zu Pressekonferenzen geht.
00:14:58: Wenn irgendwie Klubspiel ansteht oder irgendwo eine neue U-Bahnstation öffnet wird oder sowas dann gehst du zur Presse Konferenz holst ein paar Töne stellst vielleicht ne kluge Frage wenn Du Dich traust weil es natürlich auch immer ist das aufregendste der Welt.
00:15:09: ich traue mich bis heute nicht, wenn da irgendwie so nen Sportjournalist steht und ich habe ja keine Ahnung Und dann fragt der Sportjournaalist irgendeine Klugefragung Ja sie haben ja letzte Woche den und den aufgestellt hat jetzt im Training nicht so performant wie erklärte müssen Saison zu machen.
00:15:21: Ich nehme für mich da selten raus, dass ich jetzt auf jeden Fall so schlaube eine Frage zu stellen, wo nicht alle anderen mit den Augenrollen sagen.
00:15:27: Oh Gott ist der doof!
00:15:29: So und diese Aufregung von damals die gab es eben hier dabei Max Neo Und die gab's aber dann auch total bei Energy.
00:15:36: weil dann ist man erst mal als praktisch zu den gleichen Pressekonferenzen geschickt worden.
00:15:39: Deswegen war der Übergang sehr smooth.
00:15:41: Nur das man dann halt gemerkt hat okay Da sind einfach nochmal ein bisschen mehr Leute Das ist noch einmal ein bisschen größer Die haben eine gewisse Reichweite.
00:15:49: Damals war, glaube ich auch, Energie im Lokalradiumarkt hier sehr erfolgreich als Marktführer sogar.
00:15:55: Und man hat dann natürlich da zum ersten Mal wirklich Leute um sich gehabt die das so richtig... Also die halt Moderatoren so wirklich als Vollzeitberuf machen und da durfte ich dann irgendwann einsteigen und habe dann, glaube Ich auch Alex so bisschen genervt und hab gesagt, ey!
00:16:10: Ich würde gerne ans Mikro moderieren.
00:16:13: und dann durfte Ich glaube es war dann auch irgendwann mal abends so einzelne kleine Sendungen, zumindest erstmal fahren.
00:16:20: Also so Knöppe drücken und Song A in Song B rein mischen und sowas.
00:16:23: Und irgendwann hat er mir erlaubt okay da darfst du dazwischen nochmal das Mikro aufmachen und so einen kleinen Three Element Break machen und sagen so... Die neusten von David Getter schönen Abend.
00:16:32: kurz noch zehn.
00:16:32: hier ist Energy.
00:16:33: So mehr nicht!
00:16:34: Das war meine erste Moderation im Privatradium.
00:16:38: Und so ging das los.
00:16:39: und dann irgendwann ab Februar im Jahr danach ging dann das Wolo los Knapp bezahlt, musste zu Hause bei Moody Wohnen.
00:16:48: Ich bin jeden Tag mit den öffentlichen in die Arbeit gefahren und eineinhalb Stunden aus Erlangen aber eine wunderschöne Zeit.
00:16:56: also hat es auch viel Spaß gemacht.
00:16:57: und ja das hat dann auch so die nächsten kleinen Schritte aufgemacht.
00:17:02: Du hast jetzt schon erzählt du durftest diese Three Element Breaks machen.
00:17:06: Während dem Volor dürftest du da auch relativ schnell dann auch schon größere Sendungen machen.
00:17:11: oder warst du vielleicht eher für die Nachrichten eingeteilt?
00:17:14: Oder war das ein buntes Potpourri
00:17:16: Bisschen was von beidem eigentlich.
00:17:17: Also es war in erster Linie schon buntes Portpourri, das liegt einfach daran dass quasi der große Nachteil den diese budgetorientierten Privatradiosender haben für die einzelne Personen die dann dort arbeitet auch ein sehr großer Vorteil sein kann.
00:17:30: also du musst dort wirklich alles machen weil's einfach wenig Leute gibt.
00:17:35: also du muss Nachrichten machen du musst lernen zu schneiden Du musst vielleicht nochmal einen Werbespot produzieren und die Produktion bisschen machen Du musst redaktionell arbeiten und musst auch moderieren.
00:17:44: Aber all das darfst du eben auch machen, weil es ist nicht so viele Leute gibt dir das Vollzeitmachen.
00:17:50: Und ich hatte dann das große Glück dass da ein zwei Slots in der Moderation frei wurden, weil ein paar Leute gegangen sind und dann Alex irgendwie gesagt hat weißt du was Floh?
00:17:59: Wir müssen jetzt die Nachmittagssendung neu besetzen bis zwar noch im Volo aber hättest Bock.
00:18:03: Dann habe ich gesagt ja klar auf jeden Fall!
00:18:06: Und dann hab' ich die nachmittagssendungen bekommen und durfte die moderieren, die hieß damals noch Energy Interaktiv.
00:18:12: Der Name kam glaube ich aus einer Zeit, als man das noch für deutlich interaktiver gehalten hat.
00:18:15: Als es dann am Ende war also eine sehr bisschen so hey ist es nachmittag der Tag ist halt geschafft.
00:18:20: Drive Time ihr fahrt vielleicht schon ein Feierabend und wir reden nochmal zusammen über die Themen des Tages.
00:18:25: So was euch heute vielleicht bewegt in der Region?
00:18:29: Und das war dann schon der Schwerpunkt.
00:18:31: Also am Anfang waren so ein bisschen Nachrichten noch mit dabei und auch andere Sachen aber dann war relativ... Also sobald ich dann diese Sendung fest hatte, war das halt eigentlich der Arbeitsalltag und ich war dann der Nachmittagsmoderator.
00:18:41: Du hast ja erzählt, bei Max Neo war es der Late Night Sendung und dass ihr da schon relativ, sag ich mal freie Hand hattet.
00:18:49: Jetzt bei Energy gibt's auch Werbekunden die dahinter stehen
00:18:53: usw.,
00:18:54: wie war das für dich?
00:18:55: Also konntest du trotzdem noch ein bisschen eigene Themen einbringen oder war das dann schon sehr so?
00:19:01: Ja mach mal dies, mach mal das an der Sendung
00:19:04: Total.
00:19:05: Also, das war natürlich so ein bisschen reglementierter das Ganze und du konntest nicht mehr komplett frei drehen.
00:19:10: also vielleicht ist es ganz gut dass wir keine mitschnitte von das was losgefunden haben weil also wir waren halt gaga im radio und das gab halt keinerlei korrektiv ja nämlich noch dunkler an eine geschichte wo dann irgendwann auch mal der damalige programmschiff uns aufs dach gestiegen ist weil wir halt irgendwas on air gesagt haben wo er dann Beschwerden gefürchtet hat und so.
00:19:27: also das war deutlich weniger reglementiert als das da natürlich schon bei energy war.
00:19:32: Aber klar bringt man eigene Themen mit.
00:19:33: Also mein Lieblingsmoment und das ist eigentlich bis heute geblieben, mein Lieblingsmoment in so einem Arbeitsalltag ist die Redaktionskonferenz weil da sitzt man zusammen und so radio.
00:19:42: Leute sind oft dann gerne mal alles ein bisschen überdreht und jeder hält sich verwitzig und viele sind es auch.
00:19:46: Und dann trägt man halt so die Themen des Tages zusammen.
00:19:49: Es folgt immer so einen festen Prozedere.
00:19:50: Am Anfang ist ganz häufig gibt's irgendwie so'n kleinen Newsüberblick.
00:19:53: was ist heute nachrichtlich wichtig?
00:19:55: Was machen wir?
00:19:55: Wir haben eine Morningshow gemacht.
00:19:56: Gut, was macht der Vormittag?
00:19:58: Was macht er Nachmittag?
00:20:00: Welche weiteren Themen gibt es noch, was habt ihr gefunden?
00:20:03: Und dann bringst du halt irgendwelche Dinge mit und sagst dann halt keine Ahnung.
00:20:06: Wir hatten irgendwann mal so eine Geschichte das in einem Tierheim einen Leguan entlaufen ist.
00:20:11: So ein anderthalb Meter langer.
00:20:13: Im Nürnberger Tierheim ist ein Leguan nicht laufen.
00:20:15: Dann haben wir gesagt, ey witzig!
00:20:17: Wir rufen einfach mal irgendwo an und sagen dass dieser Leguan dort gesichtet wurde in der Kleingartensiedlung Und sagen, dass sie jetzt auf jeden Fall erstmal alle Bewohner von dieser kleinen Garten sind.
00:20:27: Die sollen jetzt allen in den Gartenschuppen gehen und die Tür verrammeln weil sich der Lego-Anleitz rumläuft und das ist gefährlich.
00:20:32: Und es hat also okay eine bescheuerte Meldung, die man einfach vorlesen könnte.
00:20:35: aber dann haben wir uns gesagt ja komm, das machen wir!
00:20:38: Das ist auf jeden fall witzig... ...und dann war ich halt der Eumel, der sich ausgegeben hat so ja hallo Brückenmeier vom Tierschutz am Nürnberg.
00:20:47: Da ist der Leguan nicht laufen, er ist in ihrer Kleingartenkolonie.
00:20:49: Da müssen sie mal schauen, dass alle Leute informieren, die da in ihren Schuppen nahe müssen, weil der darf dann nicht nahe und so wie was?
00:20:55: Der Leguan!
00:20:56: Hä?!
00:20:56: Bei uns kann man doch nie hören!
00:20:58: Und dann hat man halt schon... also ein bisschen gaga gemacht.
00:21:02: Dafür war damals auf jeden Fall ein bisschen Platz um da drauf rumzudenken.
00:21:06: Man sieht eine Meldung und überlegt, wie kriegen wir die ins Radio, das es irgendwie lustig ist.
00:21:12: Also warum macht man das?
00:21:13: Das ist ja immer die Frage.
00:21:15: Und das ist einerseits so die Leute sollen sich lustig fühlen und irgendwie unterhalten fühlen, die einhören.
00:21:20: Und gleichzeitig natürlich mitnehmen... Also der Kern darf nie vergessen werden, da ist ein Leguan entlaufen.
00:21:26: Das ist am Ende schnell erzählt.
00:21:29: aber wenn du das in den Nachrichten hörst dann vielleicht merken sie es sind paar Leute.
00:21:32: Aber wenn du dann hörst okay und bei Energy haben Sie dann die Leute in der Kolonie Sonnenstern verarscht weil sie gesagt haben dass der Leguan hingelaufen ist.
00:21:40: natürlich bisschen fies Aber man löst dann immer wieder auf.
00:21:43: Und meistens lachen die Leute auch drüber und sagen, ihr seid ja lustig!
00:21:47: Ihr seid bescheuert und hier ist Musik.
00:21:50: Ich bin begeistert wie gut du auch Dialekte nachmachen kannst.
00:21:53: Ja, fränkisch ist natürlich der Heimat-Dialekt.
00:21:55: Aber
00:21:56: vorhin auch bei
00:21:59: Osschmannheim... Das Schwab ist tatsächlich beruflich aber das darf jetzt kein Schwabe hören weil wenn man einen Dialekt nachmacht der nicht der eigene ist Da kriegt man gerne mal Komplimente für von vielen, die es gut mit einem meinen.
00:22:13: Aber es gibt auch immer Leute, die dann sagen... Bro das ist nicht schwäbisch!
00:22:18: Ich guck Schwäbische an.
00:22:21: Ja ich bin trotzdem beeindruckt.
00:22:22: Danke, danke
00:22:23: fürs Balsam von meiner Seele.
00:22:25: Wir haben auch ein Hörbeispiel glaube ich von Energy da.
00:22:28: Das können wir uns jetzt einmal anhören.
00:22:30: gespannt Unser Thema, was habt ihr immer falsch gesagt?
00:22:36: Also welche Wörter oder Redewendungen habt ihr mal falsch ausgesprochen?
00:22:40: Einfach weil euch niemand gesagt hat wie das richtig heißt.
00:22:42: Lisa hat uns zum Beispiel gerade geschrieben, Lisa hat bis vor dem halben Jahr gedacht es heißt nicht an einem Strang ziehen sondern an einen Strand ziehen.
00:22:51: Finde ich eigentlich viel schöner!
00:22:52: Leute wir müssen einfach alle gemeinsam an einen strand ziehen und dann kriegen wir dieses Problem gelöst.
00:22:58: Sehr gut, zero siebentausend viermal die Vier drei mal die fünf Das ist die Nummer wenn ihr auch so eine Geschichte habt.
00:23:03: Milena ist jetzt dran!
00:23:04: Da war ich mir nicht sicher.
00:23:05: Ich glaube, es ist schon aus deiner Berliner Zeit.
00:23:07: Wenn man die Nummer auch hört, das müsste dann schon Berlin gewesen sein?
00:23:11: Das war
00:23:11: das was danach kam von EnergyNumberg zu EnergyBerlin gewechselt.
00:23:15: So große Radio-Kette und die haben in Berlin ihre Zentrale und da habe ich wieder eine Abendsendung übernommen.
00:23:21: Mitternacht war Ende also ging um zwanzig Uhr los, zwanziger bis mitternacht die EnergyLate Night.
00:23:26: Und das war so ein typisches Thema was wir da hatten halt immer irgendwie einen Call In Und es hat da auch echt immer ganz cool funktioniert.
00:23:32: Es hat Spaß gemacht, also das ist natürlich auch so ein klassisches Radiothema über dass man immer wieder mal reden kann.
00:23:37: So einmal im Jahr kann man das aus der Schublade ziehen und sagen ja heute ist nicht so viel los, machen wir einen Call in, reden mal über irgendwelche Sachen... ...und das war dann die Energiezeit aber so bisschen repräsentativ.
00:23:46: Also ungefähr hat sich's bei Energien Nürnberg auch schon angehört.
00:23:50: Wie ist es denn dazu gekommen, dass du von Nürmberg danach Berlin gewechselt bist?
00:23:55: Das ist eigentlich eine ganz lustige Geschichte!
00:23:58: Ich hab zwei, ein halb drei Jahre oder so was hier in Nürnberg moderiert und hab dann dort auch meine damalige Freundin kennengelernt.
00:24:05: Und dann bin ich mal auf Reisen gegangen weil ich mir dachte okay du hast jetzt Schule gemacht danach bist direkt hier einen Arbeitsalltag und drei Jahre durchgezogen und habe gesehen ganz viele von meinen Freundinnen und Freunden haben dann irgendwie das Studium angefangen und sind dann irgendwie nochmal ins Ausland gegangen und ich hatte auch dieses Bedürfnis.
00:24:19: ich möchte auch noch etwas von der Welt sehen.
00:24:20: Ich habe jetzt hier nur die ganze Zeit gearbeitet und irgendwie wird es jetzt mal Zeit und hatte natürlich in der Zeit noch ein bisschen Geld angespart Und hab dann ein halbes Jahr lang bin ich auf Reisen gegangen.
00:24:31: Währenddessen hat sich der Wunsch in mir gefestigt, eigentlich glaube ich möchte ich jetzt mal weg von zu Hause und möchte mal in die große weite Welt rausziehen auch dauerhaft.
00:24:41: Das hat sie mittlerweile total verändert.
00:24:43: Ich finde Berlin zum Kotzen.
00:24:45: aber damals fand ich Berlin... Total schön, Sehnsuchtsort.
00:24:48: Ein paar Freunde haben schon dort gewohnt und unter anderem auch meine Freundin ist dorthin gezogen.
00:24:53: Ich muss nach Berlin, ich will da jetzt hin... Da geht ja auch mehr und vielleicht mache ich jetzt einfach mal was komplett anderes.
00:25:00: Als ich von meiner Reise zurückkam, meinem Chef Alex gesagt habe, hier bin ich aber ich bin auch schon wieder auf dem Sprung.
00:25:08: hat er mir natürlich erst mal eine imaginäre Watschen gegeben und gesagt, du Depp.
00:25:11: Jetzt haben wir den extra diesen Vertrag frei gehalten nach deiner Reise.
00:25:15: Kannst das doch nicht machen?
00:25:16: Aber wir hätten dann Angebote aus Berlin arbeiten können in unserer Zentrale bei Energie Berliner im Hauptstandort.
00:25:23: erstmal gesagt weiß ich nicht so genau wollte eigentlich studieren habe mich für Kulturwissenschaften eingeschrieben gehabt oder beworben zumindest.
00:25:31: aber Es war dann am Ende eine glückliche Fügung, dass es dieses Angebot von Energie gab.
00:25:35: Weil ich den Studienplatz nicht bekommen habe.
00:25:37: Also mein NC war zu schlecht.
00:25:40: Das war auch so ein bisschen gescheitert mit dem NC bei Kulturwissenschaft in Berlin.
00:25:45: Dann sollte das wohl doch nicht sein.
00:25:47: Das bin ich auch ehrlich gesagt im Nachhinein ganz froh drum.
00:25:50: und so kam der Weg zur Energy Berlin weil mir hauptsächlich die Stadt wichtig war und er stand dort hinzugehen Und dann hat sich das schön aufgetan, dass ich da diese Late Night Show übernehmen darf.
00:26:02: Die hat vorhin eine andere Kollegin moderiert und die hat aufgehört und dann wurde sie frei.
00:26:06: So gesagt okay Flo passt dazu den setzt man dahin.
00:26:09: machen wir so.
00:26:10: Wenn ich das jetzt höre ne?
00:26:11: Das ist so wenn man sich mit Zeit versetzt selbst zu ehr checken.
00:26:15: Man hört sich dann und denkt Boah ey fahr mal so fünf sechs Ebenen runter du bist da ja das is zwanzig Uhr Die Leute hören dich sind vielleicht irgendwie der im den Tach in den Knochen schrei die doch nicht so an.
00:26:26: Aber damals war man so klein und hätte nicht von.
00:26:28: äh, heute reden wir über das.
00:26:30: Jetzt machen wir richtig Alarm!
00:26:31: Aber so verändert sich es im Laufe der Zeit.
00:26:33: Du bist ja hier in Erlangen aufgewachsen.
00:26:36: Das heißt du hattest deinen Social Life natürlich auch hier.
00:26:40: wie schwer oder reicht es dir dann auch gefallen in Berlin so Fuß zu fassen?
00:26:45: Ich würde sagen, das ging eigentlich ganz gut Weil so die Verbindungen hierher einfach dann schon sehr, sehr stabil und stark waren.
00:26:52: Und ich wusste das bleibt also es ist nach wie vor so dass meinen Freundeskreis in Erlangen... Das ist mein Kern-Freundeskreise.
00:26:59: Ich wohne da jetzt seit fünfzehn Jahren nicht mehr aber wir fahren nach wie vorher jedes Jahr ein zweimal gemeinsam im Urlaub.
00:27:05: Ich bin jetzt für die Aufnahme auch wieder da und sehe die ganzen Leute und das ist halt so.. Also die bleiben!
00:27:10: Die Leute, das wird sie ja auch nicht mehr verändern und das is irgendwie so voll das schöne Gefühl weil Das ist was in meiner Jugend für mich immer ein Thema war, dass so Freundeskreise mal gewechselt haben und man will irgendwie dazugehören.
00:27:20: Und das ist voll schön da jetzt zu wissen, ey, das ist wie eine zweite Familie.
00:27:24: Wir haben auch einen kleinen, kein eingetragenen Verein oder einen Mini-Verein für Brettspiele und so gegründet...
00:27:30: Ah!
00:27:30: Da würde ich mich wohl fühlen.
00:27:32: Ja
00:27:32: es ist wirklich sehr, sehr schön, extrem schön.
00:27:36: Ich bin dafür super dankbar, dass da alle mit einem Engagement dahinterstehen, dass das für alle so nen Wert hat.
00:27:43: Total wichtig im Leben, so ein stabiles solides Umfeld zu haben und irgendwie zu wissen, da komme ich her.
00:27:49: Und ein Stück weit gehöre ich da auch hin.
00:27:51: Und was dazwischen passiert ist gar nicht so wichtig.
00:27:53: man knüpft dann nach drei Monaten die man sich nicht gesehen hat einfach wieder an und es geht gar nicht darum dass man sich die ganze Zeit hört oder sieht sondern das ist irgendwie so ein müheloses Miteinander.
00:28:03: Das ist voll schön und das ist geblieben.
00:28:05: und damals weil die Frage ja war wie der Anschluss war ... in vielen Punkten ganz gut, weil es ein zwei Freunde von mir gehabt haben die dann auch dahin gezogen sind und mit denen ich dort sein konnte.
00:28:14: Meine Freundinnen damals waren natürlich da.
00:28:15: das hat's noch mal erleichtert... Dann war das das erste Mal WG-Leben und man stützt sich eh mit offenen Augen und Ohren ins ganze Leben rein.
00:28:22: Und wenn man dann so jung ist und dann in Berlin unterwegs ist, dann ist das natürlich eh irgendwie also jede Straße entlang zu laufen bis blankes Entertainment.
00:28:29: Wenn man aus Bayern kommt und dann allein mal nach zwanzig Uhr einen Supermarkt geht, ist das schon für einen wahnsinnig aufregend!
00:28:37: Ja, das waren so die positiven Seiten.
00:28:39: Das war so bisschen negativ wahr.
00:28:41: Die Tatsache... ...dass ich dann halt durch diese Arbeitszeiten, die ich hatte, fünfzehn bis dreinzwanzig Uhr, die letzte Stunde von der Sendung immer vorproduziert,... ...das sich dann halt abends eigentlich raus war unter der Woche.
00:28:54: Ich hatte mal eine Vier-Tage-Woche?
00:28:55: Das war sehr schön!
00:28:56: Weil ich in Freitag immer frei und dadurch auch viel Zeit immer andere Leute zu besuchen oder selber Besuch zu bekommen Berlin zu genießen.
00:29:03: Aber unter der Woche war ich halt So ein bisschen.
00:29:06: tagsüber hängt man rum und ich habe dann auch echt viele Tage einfach so verbummelt.
00:29:09: Und nix gemacht, bin erst um elf aufgestanden, dann ausgiebig gefrühstückt, dann war es dreizehn Uhr, jetzt brauchst du auch nichts mehr machen bis zur Arbeit gehts.
00:29:15: Dann nochmal irgendwie eine Folge von der Serie geguckt oder sowas und dann gehst du arbeiten und das ist so... ja siehst du ein bisschen mau angefühlt.
00:29:24: Ja das kann natürlich auch einser machen weil oft andere ja so ne nine to five-trop sag' ich mal haben, der halt wirklich morgens um acht oder neun beginnt und dann sechzehn, siebzehn Uhr Feierabend haben.
00:29:35: Wenn du halt noch in der Arbeit bist?
00:29:36: Genau ja.
00:29:37: Es gab also diverse Abende wo ich dann irgendwie gesagt habe, seit ihr vielleicht im dreinzwanzig Uhr sitzt ihr da noch zusammen und dann hat viele Leute gesagt eher nicht schreibt nochmal wenn du raus bist aber dann hast du schon um zwanzig dreißig eine halbe Stunde vor Feier abend die Nachricht.
00:29:49: von dem bekommen er übrigens wir gehen jetzt nach Hause wusste wieder scheiße ist wieder so ein netten Abend verpasst natürlich auch in der arbeit.
00:29:56: also ganz viel soziales leben spielt sich dann natürlich auch hin und um die arbeit ab.
00:30:01: Und da hast du dann am Anfang noch viele Leute gesehen, wenn ich dann irgendwie um ja, vierzehn, dreißig, fünfzehn Uhr gekommen bin.
00:30:06: Da hast du natürlich nochmal kurz eingecheckt mit den ganzen Leuten die da waren, die du mochtest und gesagt sagst hey hi, stelle dich zu sehen.
00:30:11: aber diese sind halt zwei Stunden später selber in Feierabend gegangen und dann war für mich gerade mal so kurz vor Mittag und da wusste okay jetzt müssen wir nochmal eine halbe Stunde machen und dann geht irgendwann die Sendung los und das war natürlich schon ein bisschen manchmal ein bisschen einsam.
00:30:27: War das dann auch der Grund, warum du irgendwann von Energy Berlin wieder weggegangen bist?
00:30:32: Es hat so ein bisschen mit reingespielt in diese Grundstimmung.
00:30:35: Also es gab jetzt nicht so diesen einen Grund, dass ich gesagt habe Ich muss jetzt hier weg!
00:30:39: Sondern es war einfach.
00:30:40: nach zweieinhalb Jahren In dieser Schicht hatte ich das Gefühl Jetzt ist es okay, jetzt ist es irgendwie auserzählt.
00:30:46: Da standen wir quasi vor der Frage machen Geht's das gleiche Call-In Thema nochmal ein drittes Mal weil man lässt sich noch ein bisschen durch rotieren und irgendwie Hatte sich aus erzählt.
00:30:55: Also das war eine mega, megashöne Zeit und ich bin da super dankbar für weil sowohl die Sendung hat mega viel Spaß gemacht.
00:31:01: Weil also das ist ja... Kann ich im Nachhinein eigentlich kaum glauben dass da so ein damals ich war zwanzig oder sowas das um einen zwanzigerjährigen High-O-Pie diese Verantwortung gegeben wird diese Sendung allein zu machen?
00:31:11: Das wurde Energie Berlin Stuttgart Nürnberg Hamburg und München.
00:31:16: genau Da wurde es ausgestrahlt.
00:31:19: Es haben echt viele Leute irgendwie mitbekommen Und ich war halt Junge, Anfang zwanzigjähriger Typ.
00:31:25: Der gerade so ein bisschen Radio gemacht hat und dann gesagt, du machst das jetzt einfach
00:31:28: mal.".
00:31:28: Und klar!
00:31:29: Da sind auch noch Musikredaktionen im Hintergrund und da war auch noch ein Redakteur mit an der Sendung beteiligt.
00:31:34: aber im Großen und Ganzen stand ich da alleine rum.
00:31:37: Das war super cool plus auch dieses ganze Drumherum.
00:31:41: also wenn es ja irgendwie bei einem Privatradio ist, ein kleiner Verschwornerhaufen.
00:31:45: Es ist übersichtlich.
00:31:46: man kämpft gegen die großen öffentlich-rechtlichen und man sagt wie behaupten uns hier in Berliner Markt?
00:31:50: Das ist doch geil.
00:31:52: Natürlich auch wilde Feiern, weil Privatradio-Feiern sind die besten feiern.
00:31:56: Das ist einfach so... Die machen das clever und sagen hey wir wollen unser Sommerfest auf einem Spredampfer sein!
00:32:02: Wir wollen einen Dampfer der auf der Spree fährt und dann fahren wir zum Sonnenuntergang auf Möggelsee und drehen eine Runde und lassen wir uns gut gehen.
00:32:09: Und viele sagen okay wie sollen wir das bezahlen?
00:32:12: Dann sagt das Privat Radio wir schalten Werbespots für die!
00:32:15: Und dann kriegen wir das Geld so quer finanziert!
00:32:18: Das ist halt sau.
00:32:18: clever Vom Sommerfest wusstest du schon immer, wenn an Werbespots für irgendeinen Club oder irgendein Bar verdächtig häufig liefen.
00:32:26: Aha!
00:32:27: Aha heute also im House of Weekend mit dieser Weihnachtsfeier sein.
00:32:32: Das war schon immer ganz lustig und die sind natürlich dann auch immer relativ gründlich aus dem Ruder gelaufen.
00:32:36: Also das war ich denke mal zwar in einem Alter wo man ordentlich aufm Putz haut beim Feiern und einfach eine sehr gute Zeit hat.
00:32:44: Deswegen, das war wirklich eine richtig, richtig schöne Zeit.
00:32:47: Die sowohl privat und was das Ganze drumherum bedeutet hat es ganz menschliche als auch das professionelle mir mega viel gebracht hat weil... Auch wenn die längste Moderation am Stück bei Energy gerne mal nur dreißig Sekunden ist machst du das halt dann über Jahre die ganze Zeit und immer und immer wieder Und das ist ein megawertvolles Training.
00:33:06: Also so ne Ramp trittst Du dann immer.
00:33:08: Das funktioniert dann.
00:33:12: Also Ramp müssen wir vielleicht ganz kurze Tränen für die, die nicht im Radio-Business sind.
00:33:16: Das ist quasi der Instrumentalteil vor einem Song wo noch nicht gesungen wird und man macht die Moderation idealerweise so dass man auf diesen Instrumentalteil quatscht und wenn man aufhört dann fängt der Gesang direkt an.
00:33:29: Große Magie!
00:33:30: Stimmt das hat sie mir ja vorher nachdem wollte ich schon immer zum Radio gefragt.
00:33:34: Das war das was mich schon immer fasziniert hat.
00:33:37: Ich hab noch ein paar Momente vor Augen, als ich im Auto saß mit meinen Eltern und mir dachte wie machen die das?
00:33:44: Dass die wissen wann der anfängt zu singen.
00:33:47: Und genau bis dahin reden und dann noch sagen so einen wunderschönen Nachmittag und kommt gut in euren Feierabend hier ist Energie.
00:33:53: Dann geht da gesanglos und sagt, ah, wenn es doch tauberei!
00:33:56: Aber dass man das lernen und üben kann war mich nicht bewusst.
00:33:59: Das ist auch ein Countdown.
00:34:00: im Studio runterläuft, hilft natürlich auch.
00:34:03: Ja, das war dann eigentlich so aus diesem Gefühl heraus.
00:34:05: So es reicht jetzt auch und ich könnte mir etwas Neues vorstellen ist da ein bisschen die Kreativität angesprungen.
00:34:09: Ich habe überlegt was könnte denn noch kommen?
00:34:12: Und ich hatte ja vormittags voll viel Zeit und bin dann tatsächlich auch paar Mal einfach zur Uni gegangen.
00:34:17: also ich bin zur FU rausgefahren nach Dalem in Berlin und hab mich in irgendwelche Vorlesung Wirtschaftspsychologie oder so reingesetzt und dachte so ich will mein Gefühl fürs Studium bekommen und ist das was für mich?
00:34:28: weil das hatte ich bis dahin noch nicht gemacht und hab mir dann bei diversen Unis mal so ein paar Studiengänge angeguckt.
00:34:34: Und war aber noch nicht so richtig was dabei, und irgendwann ... das war im Urlaub da war ich mit ein paar Freundinnen auf Kreta.
00:34:43: Da hat mich einen ehemaliger Kollege von Energy Nürnberg bei Facebook damals noch angeschrieben.
00:34:49: Und er hat gemeint so ey check mal deine facebook Nachrichten Max Lotter hier ein ehemalerer Kollege von uns auch aus Energy Nörnbergzeiten den kannte ich nur vom Namen so bis wir hatten uns ein zweimal gesehen.
00:34:59: Der hat dir geschrieben, der will was von dir.
00:35:02: Und dann habe ich so hey okay und guck rein.
00:35:04: und dann ist Max Lotter inzwischen stellvertretender Programmchef bei das Ding vom SWR... ...und er hatte mir dann halt eine lange Nachricht geschickt von wegen so ey wir so hey Flo vielleicht kennst du mich noch bin mittlerweile beim SWR an der Unterfunktion bei das ding und wir suchen immer wieder neue Leute und vielleicht kennste mich ja von damals noch.
00:35:23: ich wollte es einfach mal fragen ob das für dich irgendwie interessant sein könnte dass wir uns mal unterhalten.
00:35:28: Und dann war ich also völlig geplättet, weil ich mir dachte das ist ja ein riesen Glücksfall.
00:35:32: Also natürlich mega schön dass der mich schreibt und da habe ich gesehen wo sitzen die denn eigentlich?
00:35:37: Oh Baden-Baden!
00:35:40: Das ist natürlich dann ein kleiner Bruch gewesen aus Berlin darunter.
00:35:43: aber so kam das dann, was der mich dann letztlich gefragt hat und wir dann da runter konnten.
00:35:50: Du durftest auch die Morningshow direkt machen.
00:35:53: ne
00:35:53: Das war auch dann quasi nochmal das obendrauf Gutzielein, wenn man so will.
00:35:58: Also meine noch heute beste Freundin Annette habe ich über Energy Berlin kennengelernt.
00:36:03: Die hat dort ihr Wolo gemacht als ich die Abend-Sendung hatte und wir haben dann schon angefangen diese Sendungen in Doppelmoderation zu machen.
00:36:12: Wir haben das gar nicht groß abgesprochen mit den Chefs weil wir irgendwann gemerkt haben.
00:36:15: also wir haben es irgendwann mal ausprobiert Wir haben festgestellt, es funktioniert gut.
00:36:19: Am nächsten Tag sind wir auf Leisensohn in eine Redaktion gekommen und haben gefragt, ob irgendjemand was dazu sagt.
00:36:24: Hier könntest du nicht einfach ein Doppelmoderation machen, spinn dir!
00:36:26: Das ist ne Einzelsendung, macht das so wie gedacht aber es hat kein Interessiert.
00:36:30: Kein hat irgendwas gesagt und dann machen wir das jetzt wohl so.
00:36:35: Immer wenn sie in meiner Schicht mit mir eingeteilt war, war sie halt mit im Studio und wir haben so eine klassische Doppelseitkriegmoderation gemacht.
00:36:42: Dann kam eben dieses Angebot von Max Lotta oder diese Gesprächseinladung.
00:36:47: Und dann hab ich natürlich mit Annette da auch drüber geredet und meinte so, ey ... Also, ich hab keine Ahnung was der jetzt damit konkret meint.
00:36:56: Aber nur mal rumgesponnen.
00:36:57: Wir saßen bei einem Weinchen im Gabens zusammen und haben gesagt, ey, nur mal umgesponden!
00:37:01: Der sagt er will ne neue Morningshow und braucht zwei Leute.
00:37:04: Was machen wir denn dann?
00:37:06: Als ihr gesagt ja als ob, also quatscht Bullshit so niemals.
00:37:10: aber wenn ja natürlich machen wir das Aber will, also nie im Leben.
00:37:15: Und dann sitze ich bei Max unten in Baden-Baden und wir unterhalten uns und dann sagt er irgendwann so ja unser eines Morningshow Team Wir machen ja durchgehend mit dem einen Team die wollen jetzt reduzieren, wir wollten jetzt ein zweites Team dazu setzen und das eine Team macht dann zwei Wochen im Monat und wir suchen jetzt gerade ein zweites Team, bräuchten da natürlich noch jemand.
00:37:32: Zweitens als Doppelmoderation.
00:37:33: aber wir könnten uns das mit dir ganz gut vorstellen.
00:37:36: Okay, funny!
00:37:38: Ich hätte da jemand an der Hand.
00:37:40: Und dann ist Max in dem Moment auch einfach aufgestanden, ist zum Fenster gegangen und gesagt jetzt wird mir gerade hier ein kleines bisschen warm.
00:37:46: Und ich habe das erst später verstanden was er damit meinte.
00:37:48: weil es ist ein unglaublicher Eck da zwei Leute zusammenzubringen die irgendwie matchen weil du ja schon gut zusammen passen musst.
00:37:54: Du musst dich gut verstehen, du musst so die Themen und die Moderationshaltung angeht
00:37:59: usw.,
00:37:59: muss auf einer Wellenlänge sein, muss humortechnisch dich im Idealfall auch wirklich aufrichtig gegenseitig lustig und unterhaltsam finden und gut miteinander klarkommen.
00:38:07: Weil sonst ist das in so ner Morningshow Für einen Vibe sehr schlecht.
00:38:12: Das merkt man dann, das merken alle Hörerinnen und Hörere auch wenn es aufgesetzt ist.
00:38:16: Und für einen selber ist es halt auch total blöd sich da morgens um vier in so ein Sender zu schleppen Wenn man weiß oh nee jetzt sehe ich die Schnäpfe wieder den ganzen Tag oder den nervigen Kerl.
00:38:24: Das hilft total wenn man sich versteht.
00:38:26: Also erst mal was.
00:38:26: ein riesen Riesen großer Glücksfall für Annette und mich dass Max uns da gefragt hat Und dann war es aber andersherum.
00:38:33: auch ein riesengroßer Glücksfall für Max und für das Ding, die dann quasi mit uns so das Komplettpaket holen konnten.
00:38:40: Ja...und so ging das dann los!
00:38:42: Dann sind wir da runtergekommen und waren so komplett unbedarft, haben gesagt okay, dann Hallo Baden-Baden?
00:38:48: Dann kommen wir jetzt mal aus Berlin darunter und haben versucht in der Stadt ein bisschen einzuleben um uns da schön zu machen.
00:38:55: Das waren dann die ersten Schritte beim öffentlich rechtlichen
00:38:58: War die damals auch noch bei Energy Berlin?
00:38:59: Nee, seitdem zusammen runtergegangen sozusagen.
00:39:02: Ja
00:39:02: genau!
00:39:03: Die hat ihr Wolo dann... Ich weiß nicht, ob sie das am Ende irgendwie verkürzt hat aber wir sind auf jeden Fall zeitgleich runter.
00:39:08: kann auch sein dass es quasi dann zeitlich gut gepasst hat mit dem Ende ihres Wolos.
00:39:13: Wir haben dann irgendwie so ein Probearbeiten einmal gemacht hatten dann so ein paar Probetage dort und sind dann ich glaube ab April dort eingestiegen.
00:39:21: April-Achzehn
00:39:22: ja wir können ja mal reinhören in eure Morning Show.
00:39:25: da gibt's auch ein Hörer Beispiel davon
00:39:28: Mama's daughter von Miley Cyrus, hier ist sie das Ding-Morning-Show mit netten Fluren.
00:39:31: Weißt du was ich schade finde?
00:39:32: Es gibt ja gute Nachtgeschichten, warum gibt es eigentlich keine guten Morgengeschichten?
00:39:36: Warum gibt es niemanden der morgens neben meinem Bett sitzen mir irgendwas Schönes vorliest zum Aufwachen?
00:39:40: Ich glaube wenn man morgens nebendier steht würde man eher sagen oh ich habe mich im Zimmer geschuldigungen Was sind
00:39:48: Sie?!
00:39:48: Der Typ könnte das schön machen.
00:39:49: mit seiner Stimme finde ich.
00:39:50: dem würd' ich morgens gerne zuhören, Khalid!
00:39:53: Dann is er mit Talk und er lasse den Morning Show.
00:39:56: Ja, Anette ist halt einfach ein witziger Mensch.
00:40:00: Genau und dann habt ihr die Morningshow bei das Ding gemacht?
00:40:04: Ich glaube ungefähr so anderthalb Jahre?
00:40:07: Genau!
00:40:08: Tatsächlich eine relativ kurze Zeit.
00:40:09: Das war also mit...die prägendeste Zeit.
00:40:11: eigentlich würde ich sagen beim Radio.
00:40:14: Also eineinhalb Jahre ist eine extrem kurze zeit.
00:40:17: Das geht eigentlich super schnell.
00:40:19: Also ich habe bei der letzten Sendung da noch einen Ehrer.
00:40:22: Und das ganze Team kam ins Studio.
00:40:26: Wir waren nur eineinhalb Jahre da und es war so kurz, trotzdem war das so intensiv weil das für so viele irgendwie so... Das hat so gut gepasst für alle!
00:40:34: Wir sind runtergekommen, Annette und ich sind dann auch zusammen gezogen.
00:40:37: also wir haben zusammen gewohnt, wir waren beste Freunde und haben ne Wohnung zusammen gehabt, so ne schöne große Altbauwohnung mitten in Baden-Baden die wir uns zu zweit ganz gut leisten konnten Und es sind dann da immer zum Sender gemeinsam raufgefahren, hatten ja auch eigentlich immer die gleichen Schichten und wir beide sind dann total gut zusammengewachsen.
00:40:55: Das Team auch!
00:40:56: Wir sind halt irgendwie so ganz unvoreingenommen reingegangen und dachten so ey das ist bestimmt wie bei Energy dass hier alle Freundinnen und Freunde sind und alles sich gut verstehen.
00:41:03: und dann haben wir Partys gefeiert bei uns und haben die Leute zu uns eingeladen und gesagt hier gibt's keine Kneipe im Baden-Baden weil es ein langweiliger Rentnerort ist.
00:41:11: okay dann ist jetzt einfach unsere Wohnung die Kneipe und dann waren da ständig Leute da Und wir haben im Sommer Wanderung gemacht, in den Schwarzwald gegangen zum Abschied.
00:41:19: Da habe ich dann so eine Hütte gemietet noch mal irgendwo oben in den Bergen und hab alle Leute eingeladen die ich da lieb hatte und hat zusammen Musik gemacht.
00:41:25: Das war wie ein langer Fiebertraum einfach die Zeit da!
00:41:32: Und es hat sogar keine Rolle gespielt, dass Baden-Baden die höchste Rentnerdichte in Deutschland hat.
00:41:36: Was alle Städte angeht und das da natürlich nix geht.
00:41:40: Wir um Punkt zwei in zwanzig Uhr drei bei unserer Hausparty unsere Einwärmungsparty natürlich die Polizei vor der Tür hatten weil wir viel zu laut waren.
00:41:48: Also all das hat gar keine Rolle gespielt, weil mir das so doll ans Herz gewachsen ist und ich das so schön fand.
00:41:53: da und Annette auch die ist dann noch deutlich länger geblieben als ich aber... Das ist bis heute gebliebend immer wenn ich dahin komme Ganz wohlig und warm.
00:42:03: Und irgendwie kennt ihr ja vielleicht auch, wenn man an so einem Ort ist ... wo man das Gefühl hat, ich weiß nicht genau was es ist, aber es ist ein Match.
00:42:10: Es fühlt sich gut an hier.
00:42:12: Hier hab ich das Gefühl... Das passt irgendwie.
00:42:15: Wo man sich gar nicht rational erklären kann.
00:42:17: Man sieht das und denkt sich eigentlich passt das überhaupt nicht.
00:42:20: Vieles davon finde ich im Kopf eher blöd.
00:42:22: Aber mein Herz sagt trotzdem ... So ist das da ein bisschen?
00:42:27: Ja.
00:42:28: Hast du dann ... Die Suche nach deinem geeigneten Studienfach, war die erfolgreich dann?
00:42:36: Also ich habe dann auf jeden Fall was studiert.
00:42:38: Ich weiß nicht ob es im Nachhinein hundertprozentig das Richtige war oder ob es nicht noch etwas anderes hätte geben können bestimmt aber es war dann okay.
00:42:47: also ich glaube ich versuche mich irgendwie so eine Akzeptanz zu üben und sagen so wie's kommt passt dann schon irgendwie.
00:42:53: Ich hab dann Politikwissenschaft in Leipzig studiert.
00:42:58: Das ist jetzt vielleicht auch ein bisschen verwirrt, weil eigentlich wenn ich mich da unten sowohl gefühlt habe.
00:43:01: Warum bin ich dann nach eineinhalb Jahren schon wieder abgedüst?
00:43:03: Ja berechtigte Frage.
00:43:05: das hatte so ein bisschen damit zu tun dass sich also ich hatte ja eigentlich schon vorhin nach als ich nach berlin gegangen bin hatte Ich schon fortzustudieren.
00:43:12: Kulturwissenschaft hat nicht geklappt weil entsee.
00:43:16: Dann war ich bei energie berlin unzufrieden oder was ist unsufrieden?
00:43:19: aber mir irgendwann gedacht es reicht hab mich in uni vorlesungen gesetzt um zu gucken ah vielleicht doch studieren.
00:43:23: und bevor ich dann konkret so irgendwas kam Kam das angebot von das ding.
00:43:28: Und dann war ich da eineinhalb Jahre, hab die Morningshow gemacht und der Zauber des ganz neuen war weg.
00:43:35: Das war so ein bisschen Alltag.
00:43:37: Dann kam irgendwann diese Erkenntnis, es kommt nicht der Moment wo das Leben vor dir steht und sagt jetzt studierst du!
00:43:45: Ich schieb dich in die Uni rein, sondern das musstest du selber entscheiden.
00:43:49: Sonst passiert das nicht.
00:43:51: Und dann ... war ich twenty-fünf.
00:43:54: Und haben mir gedacht okay aktuell geht das noch gut?
00:43:58: Aber spule ich jetzt nochmal zwei, drei Jahre vor und dann bin ich irgendwann mal so achtundzwanzig Ende zwanzig.
00:44:04: Und dann nochmals ein Studium anzufangen mit Leuten die teilweise so knapp zehn Jahre jünger sind.
00:44:08: Das geht auf jeden Fall ist aber vielleicht für die Experience nicht mehr so cool.
00:44:13: Ich wollte schon das wenn ich studiere dass sich dann auch wirklich nach einem Studium anfühlt und ich das Gefühl habe so yo!
00:44:18: Ich schwimm hier mit Fischen im Teich diese ungefähr meinesgleichen sind.
00:44:22: Deswegen hab' ich dann relativ Kurz entschlossen gesagt, okay ich mach das jetzt.
00:44:27: Schweren Herzens also ja muss sagen es war natürlich auch hat natürlich auch mit reingespielt dass nach anderthalb Jahren morning show dass man sich gedacht hat ok bin jetzt auch nicht super super böse nicht mehr so früh aufstehen zu müssen.
00:44:39: aber Das hat mir dann auf jeden fall gefehlt so dieses umfeld dort.
00:44:44: Also die entscheidung dann Ich bin da nach leipzig gegangen in der politikwissenschaft studiert und das war das was ich vorhin meinte mit Dass es nicht noch was anderes hätte sein können.
00:44:52: Ja Also das war random letztlich.
00:44:55: Ich hatte Lust auf eine nach Baden-Baden, auf etwas wieder aufregendere Stadt und habe mich schon immer irgendwie für Politik interessiert und fand es spannend.
00:45:02: Und dachte mir ja jetzt kann ich Schaden dann noch so ein bisschen Background zu bekommen.
00:45:06: wie geht man das ganze eigentlich wissenschaftlich an?
00:45:08: Wie funktioniert so ein gesellschaftliches Zusammenleben eigentlich?
00:45:11: Das war mit allgemeinem Interesse, dass vielleicht nicht so spezifik wird als wenn ich jetzt Forstwissenschaften studiere oder sowas.
00:45:18: Dann hab' ich das einfach gemacht und genommen worden war klar, okay.
00:45:22: Goodbye Baden-Baden hallo Leipzig.
00:45:24: und dann auch raus aus dem
00:45:26: Radio.".
00:45:26: Hat dir das Studium gefallen?
00:45:28: Spaß gemacht?
00:45:28: Auch wenn das Studienfach vielleicht erst mal nur ok war?
00:45:33: Ja ich würde sagen es war okay.
00:45:35: also es war jetzt nicht so dass ich da durchgelaufen bin und mir dachte so ey das eröffnet mir jetzt neue Gedankenwelten und ist so richtig super sondern es waren viele Dinge dabei die ich irgendwie spannend fand.
00:45:45: Es sind halt die Menschen hauptsächlich.
00:45:47: Also das was jetzt bleibt nach wie vor, sind so gute Freundschaften, die sich da dann geschlossen haben dass ich ein paar Menschen bis heute so mit durchs Leben ziehe dankbarerweise und es war einfach deutlich anders als gedacht weil ich hatte mir das so richtig aufregend vorgestellt wie in einem kleinen College Film, dass ich dann auch im Campus laufe.
00:46:05: Hier winkt die erste Gruppe, wo man sich anschließen kann.
00:46:07: Und dann geht man dort in den nächsten Club und so, wer weiß ich, geht an irgendein Sport ... Unisport-Sachen macht damit oder lernt bei der Partie irgendwelche Leute kennen das erweitert sich der Freundeskreis.
00:46:17: ganz toll.
00:46:18: also war es halt überhaupt gar nicht weil die Uni irgendwie viel größer war.
00:46:22: und dann waren dann irgendwie so gefühlt Politikwissenschaften Leipzig waren auch alle ein bisschen so viele waren dabei.
00:46:29: die halt wo ich das Gefühl hatte ich bin irgendwie zu uncool Ich bin nicht politisch genug da muss man irgendwie aktiv sein in irgendeinem Kollektiv, muss sich politisch betätigen.
00:46:38: Sonst gehört man nicht zu den Cool-Kids und ... In diese ganze Gemengelage ist dann nach einem halben Jahr einfach die Pandemie reingeschäppert.
00:46:47: Ich hab
00:46:47: Ende zwei, neunzehn angefangen, hatte ein normales Wintersemester als ersti, das so vorbeigerauscht ist wie noch was weil man natürlich mit den ganzen neuen Eindrücken da komplett durchfliegt.
00:46:59: ja und dann ist es nach.
00:47:01: Genau in den Semesterferien ist die Pandemie losgegangen und dann war Studieren zu Hause im WG-Zimmer ohne Hose am Laptop sitzen.
00:47:08: Hm, das hört sich anders an als man sich das vorstellt?
00:47:14: Das war sehr anders ja!
00:47:15: Und dann war aber der nächste Punkt bis heute geblieben ist neben den ganzen Leuten Spanisch.
00:47:22: Ich habe dann die Zeit genutzt um Spanische zu lernen Und hab dann auch da die ganzen Kurse gemacht und das alles online belegt.
00:47:30: Ich habe immer wieder gehardert, mit dieser Entscheidung wegzugehen vom Radio.
00:47:34: Da dachte ich, war das dumm?
00:47:36: Jetzt hast du irgendwie schon was auf so einem guten Weg und hast dir die Morningshow gemacht bei einer jungen öffentlich-rechtlichen Welle und irgendwie gutes Feedback bekommen.
00:47:44: War doch alles toll!
00:47:45: Warum hast du das gemacht?
00:47:46: Du Dödel!
00:47:50: Aber in den Momenten, als ich in den spanischen Kursen saß ... Und dann gemerkt habe ich so, hey du kannst jetzt mehr sagen als ola una cerveza por favor.
00:47:58: Sondern du kannst anfangen Leute zu verstehen und eigene Sätze zu bilden.
00:48:03: Ich hab gesagt okay das hat sich auf jeden Fall gelohnt dass es... So viel Zeit wirst du nie wieder in deinem ganzen Leben haben um das zu tun um dich mit sowas zu beschäftigen solange ja bin dann auch nach zwei Semestern spanisch lernen, wenn mich dann für den Erasmus beworben und bin da tatsächlich als in die Pandemie so langsam wieder ein bisschen am Ausfäden war.
00:48:23: Bin ich nach Madrid gegangen und hab dann ja in Madrid gewohnt und studiert und dort gelebt und das war also so schön.
00:48:30: Das war so cool!
00:48:30: Und dann halt auch soweit weg von Radio und von allem anderen.
00:48:33: Also ich habe hier und damals noch irgendwie so zwei kleine Audioproduktionen gemacht für eine Online-Klitsche und so ein bisschen nebenbei Geld zu verdienen.
00:48:41: aber im Großen und Ganzen war ich dann daraus Und das war so, so schön dann einfach da Vollzeitstudie zu sein und im Ausland zu leben.
00:48:49: Die Sprache zu lernen.
00:48:50: Man ist in einer neuen Stadt.
00:48:51: also das war die beste Zeit im Studium auf jeden Fall.
00:48:55: Dann war ja natürlich was irgendwann wieder zurück in Deutschland.
00:48:58: hast du deinen Bachelor gemacht?
00:49:03: Denke ich mal, bist du wieder zurück zum Radio oder?
00:49:05: Weil wir das ja auch vermisst hast.
00:49:06: Ja genau!
00:49:07: Also bei einer der Überlegungen während des Studiums war auch so... Ich kann ja nochmal ein bisschen rechts und links gucken.
00:49:11: was gibt es vielleicht noch sonst noch für irgendwelche Dinge die ich machen kann wenn ich sage ich möchte irgendwie etwas Sinnvolles was auch mit Kommunikation zu tun hat irgendwie zusammenbringen.
00:49:21: Und das war dann halt durch die Pandemie und dadurch dass man halt in einem sehr kleinen Kreisen unterwegs war war das einfach sehr reduziert.
00:49:28: Und dementsprechend bin ich dann aus dem Studium raus und dachte so, ja okay.
00:49:31: Jetzt habe ich keine richtigen Praktika gemacht.
00:49:33: Ich hatte ein kleines aber das war irgendwie auch ein bisschen lame... ...und da dachte ich mir vielleicht einfach wieder dahin zurück!
00:49:41: Dann war ich tatsächlich auf einer Jobplattform um zu gucken.
00:49:45: Das war eine Jobplatform für Geisteswissenschaftlerinnen.
00:49:48: Um zu gucken in welche Richtung kann man damit eigentlich gehen?
00:49:51: Was machen die denn
00:49:52: da?!
00:49:53: Die erste Ausschreibung, die ich oben gesehen hab Deutschlandfunk in Köln sucht Volontärinnen und Volontäre.
00:49:59: Okay, das ist nämlich als Zeichen des Universums.
00:50:02: Bewerb mich auf jeden Fall!
00:50:04: Da habe ich dann beim... Beim Deutschlandfunkt bzw.
00:50:06: Deutschlandradio eigentlich.
00:50:08: So heißt es korrekt.
00:50:08: Die übertreibenden drei Sendern den Deutschlandfung, Deutschlandfumkultur und Deutschlandfund Nuva habe ich mich beworben dort nochmal ein Wolo zu machen.
00:50:16: Und ähm ... Das hat geklappt.
00:50:18: Ja krass!
00:50:19: Ich glaube, ich hab noch nie gehört dass jemand zweimal eine Tariate gemacht
00:50:22: hat.
00:50:24: Da haben ja auch viele Leute gesagt, warum machst du das denn?
00:50:26: Du hast doch schon Wohle und hättest so viel Arbeitserfahrung.
00:50:28: Aber irgendwie hatte ich einfach sehr großen Respekt vor dieser ganzen öffentlich-rechtlichen Blase und dachte mir jetzt nur, weil ich jetzt anderthalb Jahre bei das Ding war heißt es nicht dass ich das Spiel jetzt schon durchgezockt habe und dass sich jetzt genau weiß wie der Hase läuft.
00:50:41: und das
00:50:42: ist vielleicht dann nämlich ein ganz guter Einstieg da rein, auch weil... Und das hat sich tatsächlich als wahr rausgestellt.
00:50:48: Jeder Sender hat seine eigenen Logiken.
00:50:50: In so einem Volo ist das ein halbjähriger, zweijähriger Ritt durch diese Anstalt, wo man verschiedene Redaktionen kennenlernt und danach konnte ich beim Deutschlandfunk durch die Kantine laufen und den Grüß August machen weil du in jeder Redaktion irgendwelche Leute kennst.
00:51:06: Weil du vier Wochen bist du damit im Sport oder in der Kultur oder bei dem aktuellen und dann kennst du irgendwann die ganzen Leute und das ist natürlich für die Zeit danach dann super praktisch wenn es darum geht okay Was machst du denn jetzt eigentlich?
00:51:17: Wo dockst du
00:51:18: an?".
00:51:19: Und war dann natürlich irgendwie so ein bisschen was Bekanntes dabei.
00:51:21: Also, das moderieren habe ich jetzt da nicht neu gelernt auf eine gewisse Art und Weise aber auch wieder schon weil... Ich meine wir haben das gerade gehört wie man bei Energy oder bei Das Ding klingt.
00:51:29: So klingt der Deutschlandfunk jetzt natürlich nicht.
00:51:32: Aber ja, wofür es halt wirklich sehr schön war, war einfach nochmal einen neuen Einstieg zu finden in den öffentlich-rechtlichen Bereich.
00:51:41: Du hast auch ein Hörbeispiel mitgebracht.
00:51:44: vom Deutschlandfunkt.
00:51:45: können wir uns mal anhören.
00:51:46: Deutschlandfunk, Informationen am Abend.
00:51:50: Heute mit Florian Brückner einen schönen Abendin und es hat tatsächlich etwas von einem Showdown was sich da in diesen Minuten im Weißen Haus abspielt.
00:51:59: der dänische Außenminister und seine Amtskollegien aus Grönland sind zu Gast in den USA wobei dieser Besuch mit der üblichen Gastfreundlichkeit wenig zu tun haben dürfte.
00:52:09: die USA wollen grün land haben.
00:52:11: das sei entscheidend für die eigene Sicherheit so die Position der US-Regierung.
00:52:16: dass auch Grönland und sein Mutterkönig reich Dänemark der Einwörtchen mitzureden haben, das scheint Trump genauso egal zu sein wie das Völkerrecht generell.
00:52:25: Alles außer die US-Kontrolle über Grönlands ist inakzeptabel!
00:52:29: Das hat Trump heute kurz vor dem Gipfeltreffen ins Internet gepostet.
00:52:33: Interessant dich nochmal so ganz anders zu hören... Ja?
00:52:36: Also ein bisschen ernst da.
00:52:38: Das steht dir aber auch gut finde
00:52:40: ich.
00:52:40: Dankeschön!
00:52:41: Wie ist es für dich das zu hören also...?
00:52:43: Ja,
00:52:43: ich finde du hast eine gute Nachrichtenstimme und ich find das aber spannend weil das so ein bisschen lockerer klingt.
00:52:49: Das hat nicht diese ganz, ganz ernste Ansprache dieses Steife.
00:52:54: Aber es ist irgendwie so ne lockere Art das zu vermitteln auch vom textlichen her.
00:52:59: Danke ja!
00:52:59: Das ist irgendwie dieser schmale Grad den ich dann versucht habe beim Deutschlandfunk zu finden dass der Durchschnittshörer vom Deutschlandfunkt über siebzig.
00:53:06: wenn du da sagst Wegen dem Außenministertreffen waren die Straßen gesperrt, dann kriegst du auf jeden Fall sechsundzwanzig Hörermails.
00:53:12: Weil Du wegen Mitte Dativ verwendet hast und das ist also nicht diesen gepfeffert diese Mails.
00:53:18: Gleichzeitig ist es auch schön weil Du genau weißt Du kannst so ein paar Sachen voraussetzen.
00:53:22: Du kannst einen gewissen Anspruch bei den Höreren und Hörern voraus setzen Dass sie Bescheid wissen über aktuelle Themen Und das was so los ist in der Welt.
00:53:31: und gleichzeitig dachte ich mir Ich will mich jetzt auch nicht Akustisch komplett verkleiden.
00:53:36: Ich bin das nicht, wenn ich da jetzt so stehe und was komplett Steifes mache.
00:53:40: Deswegen darf vielleicht schon wieder ein bisschen Vorbilder, weil ich erfolgen.
00:53:44: gesagt habe, hab' ich nicht.
00:53:47: Es gibt Leute die präsentieren Nachrichtensendungen so dass du... In keiner Sekunde das Gefühl, dass es unseriös ist.
00:53:54: Aber du den trotzdem viel besser folgen kannst weil sie viel mündlicher klingen als so eine ganz steife Tagesschau aus den Neunzigern vielleicht.
00:54:01: So Christian Sievers zum Beispiel vom Heute Journal oder Marietta Slomka auch Dunja Hayali ich finde die machen da super gut.
00:54:06: Oder hier Ingo Zamparoni von den Tagesthemen Die schaffen's quasi die so ein bisschen so ne kleine Geschichte zu erzählen und innerhalb von wenigen Sätzen die Spannung aufzumachen die in bestimmten Nachrichten schlummert Weil jede Nachricht hat irgendwie so ne gewisse Fallhöhe Und das fand ich immer super schön und super interessant, um zu gucken.
00:54:23: Was ist denn jetzt der Punkt den ich rausnehmen kann für meine Moderation am Anfang?
00:54:29: Hat viel Spaß gemacht!
00:54:29: War echt richtig cool.
00:54:31: Ja, jetzt haben wir am Anfang von der Podcast-Vogel schon gehört, dass du nicht mehr in Deutschland Radio bist sondern dass du mittlerweile wieder zurück beim SWR bist.
00:54:41: Richtig!
00:54:41: Back to the Roots also zumindest die Mittelwurzeln quasi.
00:54:46: Jetzt bei SWR drei.
00:54:48: Wieder eine Morningshow zusammen mit Sabrina Kemmer die mittlerweile auch eine gute Freundin geworden ist, die Kommuneratorin.
00:54:55: Das hat sich dann so ergeben nach dem Ende des Volontariats bin ich beim Deutschlandfunk als Juniorprogramm Mitarbeiter eingestiegen.
00:55:02: das ist quasi so ein Anschlussvertrag den es dort gibt für die Leute die dort volontieren meistens angedockt an eine oder vielleicht mal zwei Redaktionen und soll quasi den Leuten, die aus dem Wolo kommen, die Möglichkeit eröffnen einfach nochmal ein bisschen mehr Arbeitspraxis zu sammeln in der Redaktion noch ein bisschen tiefer einzusteigen und da ein bisschen dabei zu bleiben.
00:55:21: Und im Zuge dieser Junior-Programmitarbeit kamen nochmal der Kontakt zur SWR III auf und eben da auch eigentlich eine ähnliche Situation wie bei das Ding dass Neues Morning Show Team gesucht wurde Und die Chefin von SWR drei, mit der habe ich bei das Ding schon zusammengearbeitet und so kam dann erstmal der sehr lose Kontakt.
00:55:42: Und dann auch klassisches Bewerbungsverfahren einfach geguckt ja, könnte ich mir das vorstellen oder nicht?
00:55:46: Hab mich dann beworben und es hat gepasst und von beiden Seiten kamen dann dieses Signale so Ja wir können uns das irgendwie gut vorstellen zusammen.
00:55:53: Musste natürlich auch noch mal ein bisschen drüber nachdenken ob das mit dem frühen Aufstehen also wenn um dreiehundvierzig der Wecker klingelt, dann ist das einfach wirklich sehr zornig.
00:56:00: Da hab' ich dann gedacht okay... Es ist ja nicht jeden Tag!
00:56:03: Ist in zwei Wochen im Monat.
00:56:05: Das passt für mich.
00:56:06: Und ja, es ist die komplett richtige Entscheidung gewesen.
00:56:09: also es fühlt sich sehr gut an und auch irgendwie schön so sehr mündlich wieder Radio zu machen.
00:56:14: Also so gerne ich das beim Deutschlandfunk gemacht habe und wer weiß vielleicht gibt's halt die Möglichkeit beides miteinander zu kombinieren?
00:56:18: Das ist dann für die Zukunft vielleicht ein Szenario aber dass es irgendwie schon so bisschen mehr die Radioheimat.
00:56:25: So bis in das mündliche Schnacken wie einem der Schnabel gewachsen ist und sich jetzt nicht so komplett in eine Rolle reinbegeben.
00:56:32: Ich finde es total spannend, weil ich kenne das zumindest hier aus der Nürnberger Radio-Landschaft.
00:56:36: Dass es so ein festes Morningshow Team gibt die halt immer durchziehen.
00:56:42: und klar wenn die mal im Urlaub sind dann kommt eine Vertretung.
00:56:46: aber ihr habt wirklich immer so Wechsel drin?
00:56:48: Ja das machen viele mittlerweile so weil es immer mehr Leute gibt die sagen nicht möchte dass nicht Vollzeit machen.
00:56:53: also Es gibt Leute wie Wolfgang Leica Mozart, der kurz nach der Kreidezeit bei Antenne Bayern die Morning Show moderiert.
00:57:01: Ich frag mich, wie er das macht?
00:57:03: Respekt!
00:57:03: Ich könnte es nicht.
00:57:04: und bei ganz vielen Sendern geht's eben so Wechselteams, die dann sagen zwei Wochen Team A, zwei Wochen team B um einfach zu sagen wir entlasten euch ein bisschen.
00:57:12: Das funktioniert dann so ganz gut.
00:57:13: aber das musste natürlich auch.
00:57:15: Du brauchst die Leute und du brauchst natürlich auch irgendwie den Personalstock, um das stemmen zu können.
00:57:20: Und natürlich muss das auch finanziert werden.
00:57:21: Das ist dann für kleine Sender einfach sehr schwierig irgendwann.
00:57:26: Da haben wir ein Hörbeispiel, da können wir mal reinhören.
00:57:29: Das haben wir uns nicht ausgesucht!
00:57:32: Oh Gott, oh Gott, er erschreckend gut.
00:57:34: Entschuldigung hier, es ist erst wieder drei Morgen im Show,
00:57:36: sieben, fünfzehn.
00:57:37: Wirklich?
00:57:37: Guten Morgen.
00:57:38: Dieses Wochenende – deswegen haben wir jetzt so schön gesungen – kommt ein Theater-Stück
00:57:42: über den
00:57:43: Wahl-Themi Raus.
00:57:46: Das wird in Hamburg aufgeführt jetzt am Wochenende, es heißt und das ist kein Scherz.
00:57:50: Timmy
00:57:51: die Hope stirbt zuletzt!
00:57:53: Es ist nicht das einzige Ereignis über dass wir dringend kein Theaterstück brauchen in dieser Welt da es jetzt auch in den letzten Tagen viel passiert.
00:57:59: ganz aktuell natürlich die Geschichte mit der roten Karte für Follower & Ballogun dem US-Spieler und dem Anruf von Donald Trump bei FIFA Chef Gianni Infantino.
00:58:11: Macht es dir Spaß, das wiederzumachen im Morningshow?
00:58:13: Ja total.
00:58:14: Total!
00:58:15: Also... Das Aufstehen die ersten zehn Minuten des Tages stellt so alles in Frage was du da tust weil wenn du um drei ufundvierzig aus dem Schlaf gerissen wirst dann bist du erstmal wirklich... Du fühlst dich als wärst du vom Laster überfahren worden und dann bist aber wach Und irgendwie ist das dann ein schönes Gefühl.
00:58:30: ich setze mich dann aufs Fahrrad und radel zum Sender Sie zu Kolleginnen und Kollegen, der Umgang ist einfach vollherzlich.
00:58:39: Man umarmt sich zu begrüßen und sagt, dann trink mir erst mal einen Kaffee... Und dann geht's los!
00:58:43: Man hat vor der Sendung eine enge Taktung, eine halbe Stunde gehen wir ganz kurz den Sendeplan durch als wir sind fünf Stunden lang und eher.
00:58:50: Wir haben vor einer halben Stunde einmal alle Themen durchzuackern und gucken, da ist noch ne Frage offen und sag da lasst mal den zweiten Ton rausnehmen das stellen wir nochmal oben.
00:58:58: Baut man dann nochmal ein bisschen neu?
00:59:00: Man ist auch viel so am Machen während der Sendungen.
00:59:03: Aber mir gefällt diese Taktung.
00:59:04: Ich mag das dann so auf Strom zu sein und diese Spannung drin zu haben, ja es steht und fällt mit den Menschen.
00:59:14: Und da hatte ich jetzt wieder krasses Glück dass es mit Sabrina halt echt ein Match ist und wir uns gut verstehen on and off air Es ist ein bisschen kreativer.
00:59:21: also so weird das klingt beim Deutschlandfunk ...hast du die tieferen Themen und du beschäftigst dich mit dem, was die Welt gerade wirklich mindestens zusammenhält.
00:59:29: Und halt wirklich eine NATO-Gipfel muss stattfinden.
00:59:32: Koalitionsausschuss machst du auf jeden Fall in deiner Nachrichtensendung... ...und du bist wirklich in den tiefsten Themen drin!
00:59:38: Aber da ist nicht so viel moderative Kreativität gefordert weil du natürlich also das, was wir da vorhin gehört haben des Hörbeispieles denke ich mir dann schon selber aus und überleg mir meine Moderation.
00:59:48: aber es ist eigentlich immer klar wie ich an ein Thema rangehe.
00:59:52: Man hat dann da seine Konferenz und meldet sich irgendwann der Korrespondent aus Berlin.
00:59:55: Und sagt zu dem Koalitionsausschuss mache ich dir noch ein Stück, kriegst du dann, kommt so siebzehn dreißig an?
01:00:01: Dann macht er einen Beitrag dafür!
01:00:03: Du weißt okay auf den stellst du dich ein, den moderierst du irgendwie an.
01:00:07: Aber das was wir jetzt zum Beispiel hier mit dem Wahl gehört haben... ...du hast halt mehr Kreativität in dem Job.
01:00:13: nochmal weil du weißt.
01:00:15: ok es gibt diese Meldung über dieses Theater-Stück.
01:00:18: wie kriegen wir das in die Sendung?
01:00:19: Okay, wir machen einfach die Top drei quasi der Theaterstück auch.
01:00:22: Die überhaupt nicht gewartet haben, die wir definitiv nichts sehen wollen dieses Jahr und so wird es dann irgendwie angegangen und macht einfach irgendwie sehr viel Spaß.
01:00:30: Es ist schön zu wissen okay das bringt im Idealfall da auch Menschen ein bisschen zum Schmunzeln und man ist irgendwie gut vorbereitet.
01:00:38: und das Lustigste eigentlich immer in der Redaktion läuft natürlich auch das Programm.
01:00:41: Wir haben eine große Glasscheibe im Studio und das lustigste ist immer so leicht aus einer Sekunde Zeit versetzt draußen Wenn man eine Moderation macht oder einen Gag macht und so kurz zur Scheibe schaut, dann sieht die Redaktionsassistentin oder sowas anfängt zu lachen.
01:00:55: Weil sie uns gerade zugehört hat.
01:00:58: Das sind immer die schönsten Momente, weil man denkt, wenn es ihr jetzt geht, sitzen vielleicht auch Leute im Auto auf dem Weg in die Arbeit und lachen drüber was man für ein Quatsch erzählt hat.
01:01:07: Und das ist schon super schön!
01:01:10: Jetzt habe ich nur noch eine Frage.
01:01:12: Was machst du denn die anderen zwei Wochen im Monat?
01:01:14: Tatsächlich waren einfach die letzten Wochen super viel zu organisieren, mit Umzug und so weiter.
01:01:20: Und da ein bisschen reinkommen und Sachen zu machen.
01:01:22: aber der Plan ist schon das dann wieder so ein Stück weit aufzustocken und dadurch dass ich jetzt beim SWR in freier Mitarbeit bin kann natürlich auch nochmal andere Sachen nebenbei machen.
01:01:34: Entweder ich stocke dann beim SW R noch ein bisschen auf und arbeite da dann nochmal ein paar Tage als Freie in einer anderen Redaktion vielleicht mit oder...und das wäre auch sehr schön!
01:01:43: Ich gebe Die andere Zeit wieder zum Deutschlandfunk, weil die sitzen in Köln.
01:01:46: Ich mag Kölnen auch sehr gerne, auch so persönliche Bande gibt's dahin und das wäre natürlich irgendwie schön.
01:01:51: also ein bisschen den Spagat zu schaffen einerseits Kölne zu haben als einen Ort und natürlich Baden-Baden als den anderen.
01:01:57: dann hätte man so ein bisschen Großstadt leben auf der einen Seite bis ins beschauliche Baden Baden Leben auf der Anderen die Heimat hier in Erlangen Und das wär dann irgendwie so'n Modell was ich mir ganz gut vorstellen könnte.
01:02:08: Das ist aber gerade noch so bisschen In the Making.
01:02:10: Ich drück die Daumen dass sich das gut fügt
01:02:12: Vielen Dank.
01:02:13: Wir haben am Ende von der Podcastfolge noch die Rubrik Drei Tipps für Medieneinsteigerinnen.
01:02:18: Was wären denn so deine drei Tipps, die du geben würdest?
01:02:22: Nicht zu viel auf Feedback geben als das wiederholt sich nach einem gewissen Turnus dann immer.
01:02:27: Also heute sagen dir die Leute Rede langsamer und dann sagt ihr morgen eine Rede schneller und irgendwann kommt es dann wieder zurück.
01:02:33: also ich krieg auch immer wieder das Feedback dass ich zu schnell rede und das werde ich glaube ich nicht mehr so komplett los werden.
01:02:40: das ist meine so redig.
01:02:43: Deswegen ist das am Ende nichts, was einem so radikal im Weg steht.
01:02:47: Geduld haben und bereit sein auch mal ein bisschen excuse my French Scheiße zu fressen.
01:02:54: also es gibt sicher angenehmere Arbeitssituationen als für vierhundertfünfzig Euro netto zwei Jahre zu volontieren.
01:03:01: aber am ende ist dass vielleicht auch mit der Möglichkeit verbunden danach etwas tolles zu machen.
01:03:06: deswegen habe ich mich dann dafür entschieden und bereu es auf jeden Fall kein Stück.
01:03:11: das war richtig richtig gut.
01:03:13: Und der Bauch.
01:03:14: Wenn man ein komisches Gefühl hat, wenn man merkt irgendwie habe ich dann Störgefühl das sieht alles gut aus und mein Kopf sagt mach das mal aber der Bausch sagt äh!
01:03:23: Dann auf jeden Fall nochmal eins, zwei Nächte schlafen wenn der Baus sich immer noch quer stellt.
01:03:27: don't do it.
01:03:28: Das ist meistens der beste Weg.
01:03:31: Danke für deine drei Tipps.
01:03:33: und zum Ende gibt es noch das Ende von einem Freundebuch Eintrag.
01:03:36: Was ist für dich der beste Song?
01:03:39: Der beste Song Der beste Song ist von Noah Kahn und heißt Stick Season.
01:03:45: Schon mal gehört, dein Motto!
01:03:49: Zu früh ist auch nicht pünktlich.
01:03:51: Dein Wunsch für die Zukunft?
01:03:53: Mehr Versuchen zu verstehen und weniger versuchen zu sortieren einzuordnen zu urteilen.
01:04:01: Vielen Dank Floh.
01:04:02: dass du zu Gast warst hier im Freundebuch
01:04:05: Richtig gerne hat Spaß gemacht vielen dank
01:04:07: Ja danke hat Spaß.
01:04:10: In der nächsten Podcast-Folge habe ich Marc Pöpherny zu Gast.
01:04:14: Er ist Moderator und Redakteur bei Radio Gong-SiemenundneinzigEins in Nürnberg, davor hatte er einen Volontariat in Rheinland-Pfalz bei Antenne Pürmasens und zwei Brücken gemacht.
01:04:24: Ich will nicht lügen aber unter den Sechzig Stunden bin ich glaube keine einzige Woche immer im Volontariaten nach Hause gegangen weil natürlich diese ganze redaktionelle Arbeit kommt ja dann on top noch drauf Pressekonferenzen, Interviews, gebauten Beiträge.
01:04:36: Dann musst du dir irgendwas ausdenken für einen Gewinnspiel und Instagram-Post
01:04:41: usw.,
01:04:42: also diese ganze Arbeit blieb an uns drei
01:04:44: Hängen.".
01:04:45: Marc erzählt in der nächsten Podcastfolge nicht nur von seinen Radiorefahrungen – er berichtet auch davon wie früher seine Arbeit im Handwerk und in der Industrie ausgesehen hat.
01:04:55: Außerdem erzählt er warum er sein Job gekündigt und sein Auto und Motorrad verkauft hat!
01:05:00: Und wie ihr es gerade schon gehört habt, nimmt Mark kein Blatt vor dem Mund und erzählt warum sein Volontariat eine wilde Zeit war.
01:05:08: Wenn ihr die neue Podcast-Folge unbedingt anhören wollt dann abonniert doch gerne unseren Podcast damit ihr sie direkt nach dem Release hören könnt oder ihr folgt uns auf Instagram.
01:05:17: wir heißen da Radiomaxneo.
01:05:20: Dann bekommt ihr auch mit wenn die nächste Folge da ist.
01:05:22: Wir würden uns sehr freuen wenn ihr uns Feedback gebt und unseren Podcast bewertet.
01:05:27: Feedback könnt ihr uns gerne per Mail schicken an podcast.maxneo.de oder ihr schreibt uns einfach eine Nachricht auf Instagram an Radio Max Neo!
01:05:36: Wir freuen uns über eure Nachrichten, also tschau macht's gut!
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